Telltale Games hat vor wenigen Tagen fast alle Mitarbeiter entlassen und aktuelle Projekte - bis auf einige Ausnahmen - gecancelt. Nun meldet sich ein Ex-Mitarbeiter bei dem Unternehmen zurück. Mit einer saftigen Klage im Gepäck will er sich gegen die Massenentlassung zur Wehr setzen.

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Vernie Roberts, der ehemalige Telltale-Mitarbeiter, hat eine Sammelklage für sich und seine Kollegen gestartet. Darin behauptet er, dass das Unternehmen gegen das sogenannte WARN-Gesetz verstoßen hätte. Dieses legt fest, dass Massenentlassungen und die Schließung eines Unternehmens mindestens 60 Tage zuvor den Mitarbeitern mitgeteilt werden müssen. Andernfalls gibt es finanzielle Strafen für das Unternehmen. Im Grunde würden die Mitarbeiter für jeden der 60 Tage, der von den Verantwortlichen nicht beachtet oder bekanntgegeben wurde, Gehalt und Zuschüsse erhalten.

Das WARN-Gesetz

Massenentlassungen werden laut dem WARN-Gesetz durch eine Reduzierung von mehr als 50 Mitarbeitern innerhalb von 30 Tagen definiert. Bei größeren Unternehmen wird ab 500 entlassenen Mitarbeitern genauer hingeschaut. Laut der Sammelklage sollen etwa 275 Telltale-Entwickler entlassen worden sein. Sie sollen bis Ende September nur die Hälfte ihres Gehalts erhalten. Nun soll das Ganze vor Gericht gebracht werden. Ob dies Erfolg haben wird, steht noch aus.