Telltale Games - Die Geschichte von Telltale - Vom Pixelschubser zum Adventure-König

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00 – Telltale Games:

Wer hätte gedacht, dass dieses (mittlerweile nicht mehr ganz so) winzige Studio einmal der wohl bekannteste Name für moderne Episoden-Adventures werden würde? Am wenigsten wahrscheinlich die Gründermitglieder Dan Connors, Kevin Bruner und Troy Molander, als sie im Juni 2004 ihr kleines Baby mit dem Namen Telltale, Incorporated. eintragen ließen. Die drei ehemaligen Mitarbeiter von LucasArts waren dort an dem „Sam & Max“-Ableger „Freelance Police“ beteiligt gewesen und saßen vor vollendeten Tatsachen, als LucasArts sich am dritten März 2004 dazu entschloss, das Projekt aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einzustellen. Fans des ikonischen Duos waren außer sich und auch die gestrandeten Mitarbeiter wollten sich nicht mit dem vorzeitigen Ende abfinden – die Einstellung von Sam & Max: Freelance Police avancierte zum Hauptgrund für die Neugründung des kleinen Telltale-Studios.

Der Aufstieg von Telltale

Von dort an hat das mittlerweile in Telltale Games umbenannte Entwicklerstudio eine beispiellose Karriere hingelegt: Millionenverkäufe, ein explosionsartiges Anschwellen der Angestellten von sieben auf 240 in weniger als zehn Jahren und ein Name, der ein ganzes Subgenre – die interaktiv erzählten Adventures im weitesten Sinne – zu verantworten hat. Grund dafür ist vor allem anderen eine ungemein klare Linie in der Spieleproduktion. Von Beginn an hatte das Team von Telltale eine gemeinsame Spezialität: das Entwickeln von Adventures auf Basis einer großen Lizenz. Daran hat sich bis heute nichts geändert, mehr noch sind diese beiden Säulen zum Herausstellungsmerkmal der Spieleschmiede geworden, die mittlerweile riesige Namen wie The Walking Dead, Batman und Minecraft unter ihrem Banner vereint. Das Episodenformat als lukrative Veröffentlichungsform folgte dann mit den ersten entwickelten Spielen auf schnellem Fuße.

Doch auch bei Telltale Games ist nicht alles Gold, was glänzt und in der jüngeren Vergangenheit mussten sich die kalifornischen Entwickler vermehrt mit herber Kritik auseinandersetzen. Für eine lupenreine Technik waren die Telltale’schen Adventures noch nie bekannt, doch im Jahre 2016 kann die mittlerweile hoffnungslos veraltete Telltale-Tool-Grafikengine ihre Herkunft kaum mehr verbergen; es braucht dringend einen Ersatz.

Neben der Technikfrage beherrscht aber vor allem ein Thema die öffentliche Wahrnehmung von Telltales Produktionen: die der fehlenden Interaktivität. Das Schlagwort „Interaktiver Film“ lässt sich auf fast jeden Titel aus den Händen von Telltale anwenden – so zumindest der Vorwurf. In dieser Bilderstrecke wollen wir euch selber diese Frage beurteilen lassen, indem wir die Entwicklungsgeschichte des kalifornischen Studios nachzeichnen und wichtige Meilensteine in der Machart der Telltale-Spiele entsprechend beleuchten.

Als Adventure-Fan könnt dich auch unser Special über die Geschichte von LucasArts interessieren.

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Kommentare (1)
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pietri
#1
Telltale ist super, macht richtig Asche und wird noch weiterhin boomen.
Die Engine wird bestimmt ausgefeilter und die Episoden Spiele führen tatsächlich zu einer neuen Epoche von Video-Spielen. Denn auch andere Entwickler wie Dontnod (Siehe auch Life is Strange) entwickeln mittlerweile Episoden Spiele. In Grunde genommen waren DLCs, früher Add-Ons die Vorentwicklung von Episoden Spielen.

Vorteil ist die schnellere, schrittweise Entwicklung der Spiele, bei Aufwendigereren Spielen (Grafik, Texturen) und mehr Spaß für die Spieler auf Langzeitsicht. Die Entwickler können auch die Reaktionen der Spieler vorher sehen und darauf agieren + die Spieler haben einfach mehr Vorspannung bei der Wartezeit von Episode bis hin zum Finale. Zudem sieht das ganze auch auf dem ersten Blick günstiger aus.
Bei 2 Stunden Pro Episode finde ich das enorm unterhaltsam. Nicht zu viel, nicht zu wenig, gute Pausen zwischendurch und man diskutiert mit Mitspielern über die (noch kommenden) Episoden.

Genial.
Zuletzt editiert am 05.01.2016 23:04
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