Am 3. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist es gelungen, verschränkte Quantenbits (Qubits) in einem mit Stickstoff versetzten Diamanten gezielt zu adressieren. Klingt kompliziert - hat aber einen äußerst einleuchtenden Vorteil. Mit dem neuen Verfahren sind Quantencomputer denkbar, die bei Raumtemperatur arbeiten. Das war bislang undenkbar.

Der neue Ansatz weckt große Hoffnung bei den Forschern. "Wir sehen im Moment keinen physikalischen Grund, warum das bei unserem Ansatz nicht funktionieren sollte.", erklärt Institutsleiter Jörg Wrachtrup in Bezug auf die Leistungssteigerung.

Theoretische Hindernisse sieht der Wissenschaftler derzeit nicht. Mit praktischen Herausforderungen in Bereichen wie der Materialphysik rechnet man jedoch durchaus.

Und so wird es wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis der erste Quantencomputer den altgedienten Rechenknecht in der Zimmerecke ersetzen wird. Vielleicht gibt es ihn dann auch gleich im Bundle mit Duke Nukem Forever und Diablo 3.