Team Manager: Fussball 2006 (PC Review)
von Nedzad Hurabasic

Dass es gerade zur Fußball WM in Deutschland eine Schwemme an Spielen zu diesem Ereignis geben würde, war nicht anders zu erwarten. Nicht weiter verwunderlich ist auch die zwischen Mittelmaß und Belanglosigkeit pendelnde Qualität dieser Quiz,- Management und Sportsimulationen.

Publisher bhv software möchte sich an diesem bunten Reigen beteiligen und hat mit Teammanager Fussball 2006 (TMF) eine Management-Simulation veröffentlicht, die vielen der zuletzt herausgebrachten Spiele zumindest eines voraus hat: Eine offizielle FIFPro-Lizenz. Was das bedeutet und ob es ausreicht, um aus dem Mittelmaß herauszustechen, haben wir für euch herausgefunden.

Team Manager: Fussball 2006 - Gameplay Trailer

Das Wichtigste vorweg: bhv software war so klug und hat dem TMF eine offizielle und vor allem aktuelle FIFPro-Lizenz verschafft. Das bedeutet, dass ihr beim Managen eures Lieblingsklubs nicht auf Spieler wie Kulas Dopolski oder Koy Lakaay zurückgreifen müsst, sondern die Originale Lukas Podolski und Roy Makaay zum Einsatz bringen könnt.

Das bringt ein deutliches Plus an Atmosphäre und natürlich Authentizität und somit einen Vorteil gegenüber den Datenbanken der Konkurrenzprodukte. Stichwort Datenbank: auch hier wurde geklotzt statt gekleckert.

Team Manager: Fussball 2006 - Der Traum vom Titel ist vorbei. Auch für den Teammanager ist vorzeitig Schluss.

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Spieler haben dank der umfangreichen Lizenz Zugriff auf nicht weniger als 2.000 Teams aus 21 Ländern und somit über 48.000 Originalspieler aus allen Top-Ligen der Welt. Internationale Wettbewerbe inbegriffen.

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Zu Beginn des Spiels steht natürlich das Anlegen eines eigenen Profils an der Tagesordnung, schließlich sollen die anstehenden Triumphe mit dem eigenen Namen verbunden werden. Doch leider stolpert der angehende Manager-Aspirant bereits an dieser Stelle über die erste von einigen kleineren technischen Unzulänglichkeiten: Die Angabe des Geburtstags erweist sich als schwieriger als gedacht.

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Auch wenn bei diesem Spiel nicht wie üblich das Alter über die magische "18" gefaked werden muss. Des Rätsels Lösung: Die Daten müssen im Format Tag/Monat/Jahr eingegeben werden, was gemeinerweise keine Erwähnung im Handbuch findet.

Böses Foul, denn ohne korrektes Datum geht's nicht weiter mit der eigenen Karriere.

Leider zeigt sich das Handbuch auch in anderen Details nicht auf der Höhe und wichtige Funktionen des 3D-Simulations-Modus werden gar nicht oder nicht ausreichend erklärt.

Nachdem diese Hürde überwunden wurde und der eigene Lieblingsverein sowie die passende Liga ausgewählt wurde, geht's auch schon ans Eingemachte.

Team Manager: Fussball 2006 - Der Traum vom Titel ist vorbei. Auch für den Teammanager ist vorzeitig Schluss.

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Doch Stopp - eine Entscheidung muss zuvor getroffen werden: soll die Manager-Karriere ganz unten beginnen, um sich ganz nach oben zu arbeiten (Pro-Modus) oder darf es doch lieber gleich die Bundesliga sein? Um sich mit allen Funktionen des Spiels vertraut zu machen, ist ein Beginn in einer der Eliteligen sicher nicht verkehrt.

Den Spielern eröffnet sich nach Auswahl aller wichtigen Details ein Menü, das sich nicht groß von den üblichen Darstellungen solcher Spiele unterscheidet.

Gegliedert in die drei Bereiche Finanzen, Trainer und Statistik bieten sich Zahlenkolonnen ohne Ende, Spielerkader mit Myriaden von Werten und unzählige Möglichkeiten, das Wohl und Wehe des Vereins mithilfe von Sponsorengeldern, Stadionausbau, Ticketeinnahmen, Spielerkäufen und - verkäufen und vielen anderen Einstellungen zu beeinflussen.

Team Manager: Fussball 2006 - Der Traum vom Titel ist vorbei. Auch für den Teammanager ist vorzeitig Schluss.

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Dabei kann sich der Spieler entscheiden, ob er Entscheidungen persönlich treffen oder einem der Assistenten überlassen möchte. So lässt sich beispielsweise das Training und die Taktik der Mannschaft vollautomatisch steuern, was viel Zeit und Mühe sparen kann.

Manager-Puristen werden gerade diese wichtige Aufgabe aber niemals der KI überlassen, sondern das Mikromanagement selbst übernehmen.

Den Assis können eher Aufgaben wie das Beobachten anderer Spieler oder der Jugendabteilung übertragen werden. Da können sie nichts kaputt machen und werden bei schlechten Leistungen einfach gefeuert und durch bessere Scouts ersetzt. Sofern das nötige Kleingeld für besseres Personal vorhanden ist, versteht sich.Doch für überragende Trainingsarbeit gibt's höchstens im Jugend- oder Frauenfußball Pokale, nicht aber bei Teammanager Fussball 2006.

Team Manager: Fussball 2006 - Der Traum vom Titel ist vorbei. Auch für den Teammanager ist vorzeitig Schluss.

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Daher müssen die eigenen Spieler natürlich erst auf dem Platz beweisen, dass die Entscheidungen des Trainers und Managers - also euch - richtig waren. Dem Spieler steht frei zu entscheiden, ob der Ausgang der Matches lediglich berechnet wird oder in einer 3D-Simulation ablaufen soll.

Dank des so genannten V-Lima-Systems ist es möglich, während der zehn oder fünfzehn Minuten langen Partien direkten Einfluss auf das Verhalten der eigenen Mannschaft zu nehmen, sofern der 3D-Modus gewählt wird.

Dabei können von übergeordneten Mannschaftstaktiken bis hin zu dedizierten Anweisungen für einzelne Spieler jede Menge Spielwerte manipuliert werden. Spieler die Schwächen zeigen oder deren Kondition nachlässt (farbliche Anzeige) können z.B. gezielt ausgetauscht werden. Dabei muss aber beachtet werden, dass Spieler Lieblingspositionen haben und sich auf anderen Positionen nicht unbedingt wohl fühlen.Darüber hinaus geben sie mit Emoticons Aufschluss über ihre Aktionen, was aber keinen direkten Einfluss aufs Spielgeschehen hat. Wie eingangs schon erwähnt, werden auch hier Schwächen des Handbuchs deutlich, denn gerade beim Simulationsmodus sind viele der Einstellungsmöglichkeiten überhaupt nicht erwähnt und müssen so im Selbstversuch getestet werden.

Wer das nicht in Meisterschaftsspielen riskieren will, vereinbart Freundschaftsspiele oder wählt gleich diesen Spielmodus aus, der als Alternative zur kompletten Karriere ansonsten kaum Sinn ergibt.

Einzelne Spiele zu absolvieren ist aufgrund des geringen Einflusses auf die äußeren Bedingungen kaum motivierend. Ein wenig anders verhält sich das im Online-Modus, der neben Freundschaftsspielen auch die Möglichkeit anbietet, an Online Ligen teilzunehmen.

Allerdings stand zum Zeitpunkt des Tests nur ein spanischer Server zur Verfügung, entsprechend gering war die Auswahl an möglichen Partien, zudem kam es im Online-Modus häufiger zu Abstürzen.Grafisch sollte von TMF nicht zu viel erwartet werden. Das gilt nicht nur im hausbackenen Management-Teil, auch der 3D-Modus bietet nicht viel fürs Auge. Die Spielfiguren bewegen sich recht hölzern über den virtuellen Rasen.

Alle Spielerprofile werden zwar mit Originalfotos angereichert, doch diese sind mehrheitlich älteren Datums und von niedriger Qualität. Soundtechnisch wird ebenfalls wenig Aufregendes geboten: Der Soundtrack dümpelt belanglos vor sich hin und auch die Zuschauerreaktionen im 3D-Modus lassen sich von einem Meeresrauschen kaum unterscheiden.Darüber hinaus geben sie mit Emoticons Aufschluss über ihre Aktionen, was aber keinen direkten Einfluss aufs Spielgeschehen hat. Wie eingangs schon erwähnt, werden auch hier Schwächen des Handbuchs deutlich, denn gerade beim Simulationsmodus sind viele der Einstellungsmöglichkeiten überhaupt nicht erwähnt und müssen so im Selbstversuch getestet werden.

Wer das nicht in Meisterschaftsspielen riskieren will, vereinbart Freundschaftsspiele oder wählt gleich diesen Spielmodus aus, der als Alternative zur kompletten Karriere ansonsten kaum Sinn ergibt.

Einzelne Spiele zu absolvieren ist aufgrund des geringen Einflusses auf die äußeren Bedingungen kaum motivierend. Ein wenig anders verhält sich das im Online-Modus, der neben Freundschaftsspielen auch die Möglichkeit anbietet, an Online Ligen teilzunehmen.

Allerdings stand zum Zeitpunkt des Tests nur ein spanischer Server zur Verfügung, entsprechend gering war die Auswahl an möglichen Partien, zudem kam es im Online-Modus häufiger zu Abstürzen.Grafisch sollte von TMF nicht zu viel erwartet werden. Das gilt nicht nur im hausbackenen Management-Teil, auch der 3D-Modus bietet nicht viel fürs Auge. Die Spielfiguren bewegen sich recht hölzern über den virtuellen Rasen.

Alle Spielerprofile werden zwar mit Originalfotos angereichert, doch diese sind mehrheitlich älteren Datums und von niedriger Qualität. Soundtechnisch wird ebenfalls wenig Aufregendes geboten: Der Soundtrack dümpelt belanglos vor sich hin und auch die Zuschauerreaktionen im 3D-Modus lassen sich von einem Meeresrauschen kaum unterscheiden.