Tales of Monkey Island – Test

PC

Monkey Island 5 unter der Lupe: Rückkehr einer Legende oder fauler Voodoo-Zauber?

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von Matthias Grimm, 14. Juli 2009 14:20 Uhr

Als Lucas Arts im Jahre 2004 ankündigte, keine Adventures mehr produzieren zu wollen, und im gleichen Schritt die angekündigten Nachfolger zu Sam & Max und Full Throttle einstampfte, symbolisierte das für Viele den letzten noch ausbleibenden Sargnagel für ein Genre, durch das der PC als Spieleplattform einst groß geworden war. Nie wieder Guybrush Threepwood, nie wieder „Du kämpfst wie eine Kuh“, nie wieder Benzin für die Kettensäge? Stattdessen „Star Wars“-Lizenzwürste am Fließband. Das Ende einer Ära war gekommen.

Seitdem versucht sich jedes zweit- bis viertklassige Adventure von Ankh über Jack Keane bis Vampyre Story erfolglos darin, den Geist jener nostalgisch verklärten Tage wieder herauf zu beschwören. Wie oft allein gamona in Überschriften den „legitimen Erben von Guybrush Threepwood“ ausgelobt hat, lässt sich kaum mehr in Zahlen messen. Doch seit letzter Woche ist alles anders: Die Legende kehrt zurück - Monkey Island 5 ist da!

Schade: Statt der Rückkehr einer Legende erwartet Adventurefans mit dem fünften Monkey Island nur ein nostalgisches Winken aus der Ferne.FazitAuf der letzten E3 platzte die Bombe, wie man so schön sagt – eine Bombe, die für Genrefans einer Supernova gleichkam und deren Eruptionen vermutlich bis in die fernen Lager mittlerweile emeritierter Shooter- und Strategiespieler zu spüren waren: Lucas Arts kündigte, völlig überraschend, einen fünften Teil von Monkey Island an! Verantwortlich zeichnen die Genreexperten von Telltale Games, die bereits mit den „Sam & Max“-Episoden einer ehrwürdigen LucasArts-Serie erfolgreich neues Leben einhauchten. Was kann da also noch schiefgehen?

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Screenshot zu: Monkey Island 5 unter der Lupe: Rückkehr einer Legende oder fauler Voodoo-Zauber?Er ist wieder da: Guybrush Threepwood, mächtiger Pirat.

Zumal man sich mit Dave Grossman einen der Urväter aus der Originalcrew ins Beiboot holte und erneut Komponist Michael Z. Land für den Soundtrack sorgte, dessen Melodien bis heute regelmäßig als Ohrwürmer durch die Gehörgänge überzeugter Monkeyisten schwingen. Der geistige Vater von Guybrush, LeChuck & Co., Ron Gilbert, ist hingegen nicht mit an Bord der Piratenyacht – und das, obwohl er seit Jahren in Interviews betont, wie gerne er an einer Fortsetzung arbeiten und der Serie nach dem enttäuschenden vierten Teil zu altem Glanz verhelfen würde. Ein schlechtes Omen?

Kommentare 10
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Nikioko06.11.2009 11:10
"testet ihr die neufassung von teil1 auch... wüsste gerne wie ihr das im vergleich seht .. vor allem wiegut die sprachausgabe gelungen isttestet ihr die neufassung von teil1 auch... wüsste gerne wie ihr das im vergleich seht .. vor allem wiegut die sprachausgabe gelungen ist"

Wurde gemacht. 87%. Im Vergleich dazu: Escape from Monkey Island 88%. Fazit: Tester durchgefallen.
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krl@16.07.2009 18:04
Also ichhabe vorher nochmal komplett alle alten MI Teile durchgespielt. Ich muss sagen, die Steuerung von Tales als noch schlechter als die von MI4 zu beschreiben ist eine maßlose Übertreibung. Sie mag zwar nich so gut sein, wie zum Beispiel in Geheimakte und co. Aber sie ist 1000x besser als diese direktsteuer-s****e aus Escape!
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Navid15.07.2009 18:58
klingt ja so lala. vor allem das sie die steuerung versaut haben lässt mich geschockt dreinschauen.

testet ihr die neufassung von teil1 auch... wüsste gerne wie ihr das im vergleich seht .. vor allem wiegut die sprachausgabe gelungen ist
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gt15.07.2009 16:37
also ich habe alle monkey islands gespielt und schon in teil 1 und 2 empfand ich lechuck oder lagrande nie als furchteinflößend (habe die teile aber auch nicht als kind gespielt). monkey island war noch nie ernsthaft mMn und nimmt sich selbst auch nie ernst. und lächerlich war MI auch nie, ist es auch jetzt nicht. etwas albern, ja, aber nicht lächerlich. der humor unterscheidet sich auch von sam and max. tales ist nicht so gut wie 1-3, aber schlecht ist es auch nicht. es ist gut, es ist monkey island und telltale hat noch spielraum für verbesserungen.
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1stBaron1stBaron15.07.2009 14:51
Das es nicht der überknaller wird war mir von vornherein klar. Hab mir es jedoch auch gekauft und auch schon durch. Ich persönlich fand es gut. Was die Dramatik angeht kann in den folgenden Episoden noch gut was drauf gelegt werden. Es war ja nur das erste Kapitel. Und was "Ich kann mich daran erinnern, jedes Mal einen Herzinfarkt erlitten zu haben, als LeChuck durch die Kanalisation schlurfte.... " angeht: da waren wir alle auch noch 19 Jahre jünger :))

Ich freu mich auf die anderen Kapitel und werde diese mit nem Kumpel bei ner Flasche Bier, ner Pizza und Haribos (der alten zeiten willen, außer das Bier natürlich) wieder weiter zocken.
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Benjamin BrandlBenjamin Brandl15.07.2009 10:50
Ich muss schibulski zustimmen. Monkey Island fehlt es seit Teil 3 an Ernsthaftigkeit. Hatte man in Teil 1 nicht Angst vor dem Geisterpirat LeChuck? War man im zweiten Teil nicht angewidert von seiner Festung und hatte Respekt vor Largo LaGrande? Und darf ich mal an das Ende des zweiten Teils erinnern: Ich kann mich daran erinnern, jedes Mal einen Herzinfarkt erlitten zu haben, als LeChuck durch die Kanalisation schlurfte....

Und was ist daraus geworden? Ein durchschnittliches Adventure gespickt mit Sam & Max-Humor, dem es definitiv an Ernsthaftigkeit fehlt. In den ersten beiden Teilen überwog noch das Abenteuer, die Spannung und der Tiefgang. Heute geizt man mit genau diesen Elementen und beschränkt sich auf ein Gagfeuerwerk nach dem anderen. Monkey Island ist nicht lächerlich!

Die Wertung ist meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt. Vielleicht ist es der Monkey Island-Entzug, der viele andere Redakteure zu den hohen Wertungen zwang. Ich zumindest habe vor dem fünften Teil noch einmal in Teil 1 und 2 reingeschnuppert. Ein riesiger Unterschied!!
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schibulskischibulski14.07.2009 15:03
Warum schon wieder 3D ? Ich hab mich so gefreut, dass die Serie wieder auferstehen soll. Aber schon wieder dieser grausame 3D-Look und diese Comic Grafik... Man hätte wenigstens den Weg gehen sollen wie mit der MI1 Special Edition die auch bald erscheint. Comic Grafik, aber dafür wenigstens 2D. Wenn ich die Screenshots von MI1 sehe, wo Gybrush in der Zwischensequenz möglichst fotorealistisch gezeichnet wurde frage ich mich warum man das nicht in allen weiteren Teilen genauso gemacht hat?
Ich finde, dass gerade dieser große Kontrast im Ursprungsspiel viel zur Atmosphere beigetragen hat. Auf der einen Seite sollte alles möglichst glaubwürdig rüberkomen, auf der anderen Seite wurde mit Gags nicht gespart.
Ab MI3 wurde dann alles zum großen Comic, wo sogar der Oberbösewicht LeChuck zur Witzfigur wurde.
Ich erinnere mich noch genau, wie man im ersten Teil zum Schluss auf LeChucks Schiff war, in seine Kapitänskajüte eingebrochen ist um den Schlüssel von der Wand zu holen. Da hat man noch "Schiss" vor ihm gehabt
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gt14.07.2009 15:00
also die steuerung ist weit von grauenhaft entfernt. nicht optimal, ja, aber auch nicht grauenhaft. in monkey 4 und grim fandango war das mühsame ausrichten nach den hotspots das größte problem, in tales fällt das weg da man zur unterstützung die maus hat.

ansonsten kommts halt drauf an was man von einem telltale - monkey island erwartet hat. mir hats gefallen, ich wusste was auf mich zukommt und dass es keine revolution wird oder so gut wie teil 1-3. raum für verbesserung haben sie aufjedenfall für die nächsten episoden.
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Matthias GrimmMatthias Grimm14.07.2009 14:52
Die WASD-Steuerung (geht auch mit den Pfeiltasten) ist ähnlich nervig wie in Monkey Island 4. Wer es da schon nicht mochte, wird auch mit MI5 kaum glücklich.
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CopyCopy14.07.2009 14:36
Bzgl. der Steuerung: Man kann Guybrush auch mit WASD steuern was, meiner Meinung nach, wesentlich angenehmer ist, als die Steuerung per Maus.
Am Besten lässt er sich aber mit einem (X-Box 360-)Controller steuern. Einen Nachteil hat das Ganze aber wieder: Ohne ein Zusatzprogramm (xpadder) kann man den Cursor nicht bewegen.

Alles in allem fühlt sich das Spiel irgendwie sehr lieblos umgesetzt an. Von daher geht eine niedrige Wertung vollkommen in Ordnung.
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