In den 90er Jahren war LucasArts ein unangefochtenes Markenzeichen für Qualität. Die Adventures des Entwicklerstudios aus San Francisco waren Blockbuster. Am 1. Juni dann die überraschende Nachricht: Schon im Juli soll das Flagschiff wieder unter Totenkopfflagge die Karibik durchkreuzen. Mit Tales of Monkey Island kündigten Lucas Arts und Telltale Games einen neuen Teil der Serie an. Wir blicken zurück auf 20 Jahre Guybrush, LeChuck & Co.
Bis Mitte der 90er waren Adventures die Königsdisziplin auf dem Spielemarkt. Doch nach dem Aufkommen von 3D-Grafikbeschleunigern und der CD-ROM als neues Massenspeichermedium mit ihren ungeliebten Interaktiven Spielfilmen, verschwand das Genre Ende des letzten Jahrzehnts fast vollständig in der Versenkung, um in letzter Zeit eine kleine Renaissance zu erleben. Die Spielergemeinde schien sich damals neueren Spielkonzepten, reaktionsschnellen 3D-Actionern, komplexen Strategietiteln und in letzter Zeit besonders im Online-Bereich zu beschäftigen.
Autoren: Matthias Grimm, Roland Peters
Bilderstrecke: Monkey Island 1 - 4



Bilderstrecke starten: Klicke auf ein Bild (96 Bilder)
Dr. Fred und das Blondinen-Gehirn
Die Popularität des Genres bei älteren Spielern ist eng mit dem Namen Ron Gilbert verbunden, den meisten als Mastermind hinter der erfolgreichsten Lucas-Arts-Serie bekannt: Monkey Island. Doch bereits vor dem ersten Teil „The Secret of Monkey Island“ (1990) hatte sich der Game-Designer und Programmierer mit Meilensteinen der Spielegeschichte eine herausragende Reputation erarbeitet. Im Jahr 1987 veröffentlichte Lucas Arts das von Gilbert mitentwickelte Maniac Mansion, bei dem der Spieler gleich mehrere Jugendliche steuert, um deren Freundin Sandy aus den Fängen des bösen Dr. Fred zu befreien. Dieser will die Blondine um ihr Gehirn erleichtern.
Beginn einer Legende: "Mein Name ist Guybrush, und ich möchte Pirat werden."Der „Comedy Thriller“, wie es auf der Verpackung heißt, ist ein grafisches „Point & Click“-Adventure. Im Gegensatz zu den vorher dominierenden Text-Adventures, bei denen der Spieler höchstens rudimentäre Strichgrafiken zu sehen bekam, erstrahlte Maniac Mansion in Farbe, mit Sounds und Bedienung per Maus oder Joystick. Für die Computerspiele-Branche ein riesiger Schritt nach vorn.
Kein lästiges Eintippen von Befehlen mehr, wie es etwa bei Space Quest (1986) oder Leisure Suite Larry (1987) von Konkurrent Sierra, damals unangefochtener Marktführer im Adventuregenre, noch der Fall war. Keine Suche nach versteckten Hinweisen in ewig langen Textbeschreibungen und keine atmosphärische Unbeholfenheit durch fehlende bildliche Darstellung.
Mit "Between Time and Space" erschien letztes Jahr ein gelungener Fan-Nachfolger zu Zak McKracken.Tageszeitungen beschrieben das Spiel damals als eine „Mischung aus Rocky Horror Picture Show und Addams Family“, die Fachpresse urteilte: „Brillante 3D-Grafik“. Im heutigen Sinne waren es lediglich zweidimensionale Bilder, in denen durch die Szenen, anklickbare Objekte und die Aktionen der Charaktere suggeriert wurde, die Spielfiguren würden sich tatsächlich im Raum bewegen. Maniac Mansion war bis Ende der 90er Jahre der Grundstein für sämtliche Adventures aus dem Hause LucasArts, denn im Zuge des Titels entwickelten Ron Gilbert und Aric Wilmunder auch die Skriptsprache SCUMM („Script Creation Utility for Maniac Mansion“), die bis „Curse of Monkey Island“ (1997) verwendet wurde.
Download: Zak McKracken 2 - Between Time and Space - kostenlose Vollversion
Nur ein Jahr nach Maniac Mansion brachte das Programmierteam von LucasArts, das damals noch unter Lucasfilm Games firmierte, mit Zak McKracken ein weiteres Adventure auf den Markt. Spieler auf der ganzen Welt waren über Nächte an die Bildschirme gefesselt. Beide Titel wurden ursprünglich für den Commodore 64 entwickelt, erschienen aber auch für PC. Der Spieler steuert Zak, einen Zeitungsreporter, der eines Tages eine schreckliche Entdeckung macht: Außerirdische lassen die Menschheit mit Hilfe des Telefonnetzes verdummen. Zak bekommt recht schnell Unterstützung, so dass das aus Maniac Mansion bekannte System mit mehreren, voneinander unabhängig steuerbaren Charakteren auch hier wieder zum Einsatz kommt.



























naja, über weihnachten dann mal teil 1 und 2 durchgespielt - toll, wirklich! - und dann 3 ... nicht toll :(
Mal sehen, wie der 5. wird
ansonsten kann ich nicht verstehen, warum teil 3 und 4 so viel schlechter sein soll als die ersten beiden.
ich mag alle monkey islands - einen favoriten kann ich nicht nennen, alle haben ihren eigenen, unverkennlichen reiz.
Ich habe erst vor einigen Tagen mal wieder die ersten drei Teile durchgespielt und ich fand es so geil wie eh und je. Teil 4 meide ich, und Teil 5 muss mich erst noch überzeugen. Was ich bisher davon gesehen habe, lässt mich ziemlich kalt. Im Übrigen finde ich das Design von Guybrush in der MI1-SE irgendwie daneben - die Frisur sieht... merkwürdig aus.
Ich finde es schade, dass die MI-Macher weiterhin auf diesen 3D-Look setzen. Ich wäre zwar dafür, die Grafik der ersten beiden Teile zu verwenden, aber wenigstens den Comic-Look aus Teil 3 könnte man doch ruhigen Gewissens benutzen.
Na ja, sollen die mal machen.
Guter Artikel, nebenbei bemerkt ^^ Wobei mir einige Ungereimtheiten aufgefallen sind...
Dennoch kann bestimmt kein anderes Spiel mein Baphomets Fluch von Platz 1. meines Rankings ablösen ;)
Übrigens, Zak Mc Kracken2 kann ich uneingeschränkt empfehlen. Hat mir super viel Spass gemacht und es war schon ziemlich crank :D