Die renommierte amerikanische Zeitung New York Post hat in der gestrigen Online-Ausgabe kräftig auf Take 2 eingehauen. Vorangegangen war der Anleger-Tipp der Zeitung, alle Anteile an dem Unternehmen zu verkaufen. Warum? Um den Frieden zu fördern!

Das ist kein Scherz. Im weiteren beschreibt die New York Post, warum sie zu dieser Aussage kommt. Sie haben sich nämlich mit dem Arbeitsbereich des Publishers beschäftigt (und zwar mit einer kaum auszuhaltenden Intensität, nicht wahr, lieber Christopher Byron, Autor des Artikels?!). Was Take 2 macht, ist, diesem Autor zufolge:

[...] to produce and market video games of such luxuriously violent and disgusting content as to leave one simply speechless.

Zu Deutsch: Take 2 macht nichts weiter, als Spiele zu produzieren und zu vermarkten, die einen derart gewalttätigen und ekelhaften Inhalt haben, dass es einem die Sprache verschlägt.

Die New York Post will damit selbstverständlich auf GTA: Vice City hinweisen und führt auch noch im Detail aus, was sie mit gewalttätig und ekelhaft meinen (das sei dem Leser hier erspart).

Doch dabei vergessen sie gnadenlos, dass unter Take 2 auch wirklich gewaltverherrlichende und menschenverachtende Spiele erschienen sind, die GTA noch um Längen übertreffen: Sowas wie Battle Chess, wo es ums "Schlagen" des gegnerischen Königs geht. Futurama, Adaption der bekannten TV-Serie (absolut nichts für Kinder, jawohl). Piraten - Herrscher der Karibik, nein nein, an dieser Stelle kann man nicht weitermachen. So viel Gewalt ist schlichtweg zu viel.

New York Post, Gratulation für eine wahnsinnig gute Recherche, Umsetzung und Schreibweise. Wenn jemand es schafft, sich selbst auf das Niveau eines Schmierblattes zu katapultieren, ihr würdet im keinsten der unmöglichsten Fälle dazugehören. Wirklich nicht. Anbei: Wer ist mehr Schuld - die, die etwas anbieten oder die, die es kaufen, lieber Christopher Byron?