(T)Raumschiff Surpirse (PC-Test)(von Martin Schnelle)

Bully ist wieder da: die mit Abstand erfolgreichste Sommerkomödie kommt nun auch für den PC.

Zumindest Gelegenheitsspieler werden hier einige Stunden Spaß haben, bis das Universum von den fiesen Marsbewohnern befreit ist.

Anfang des 24. Jahrhunderts ist die Erde in Gefahr: nur ein planetenumspannender Schutzschirm beschützt die Erdbewohner vor den bösen Marsmenschen. Terras Königin Metapha, gespielt von Anja Kling, hat nur noch eine Hoffnung - die

Besatzung des (T)Raumschiffs Surprise. Das einzige noch kampfbereite Raumschiff der Erdstreitkräfte fliegt weit von der Heimat entfernt auf einer mehrjährigen Forschungsexpedition. Das Kommando führt der mutige und tapfere, gut, vielleicht nicht ganz so mutige und tapfere Käpt'n Kork, unterstützt vom Ersten Offizier Spucky und dem Ingenieur Schrotty.

Leider haben die nicht die geringste Lust zurückzukommen, da sich alle drei auf die Wahl zur »Miss Waikiki« vorbereiten. Da kommt es den drei warmen Brüdern gerade recht, dass aufgrund eines Marderschadens die Surprise nicht auf Mopsgeschwindigkeit gehen kann.Doch Metapha lässt nicht locker, und so versuchen die drei, sich zur Erde zu beamen - ohne Erfolg, denn die Energiereserven reichen nicht. So hilft nur noch eins: ein Taxi rufen, gefahren von Rock alias Til Schweiger.

»Unser (T)Raumschiff«als AdventureDie Phenomedia AG hat passend

(T)Raumschiff Surprise - Periode Eins - Jetzt gibts noch mehr Bully-Humor auf eurem PC!

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zum Film ein klassisches Point&Klick-Adventure fertig gestellt, das eine Reihe von Filmszenen nachspielt, unterbrochen von Minispielen. Gleich vorneweg: das Spiel ist wesentlich besser als die Entschuldigung einer Lizenzumsetzung, die seinerzeit zu »Der Schuh des Manitu« herauskam.
Neben dem Adventure finden sich auf der CD noch Bildschirmhintergründe und das Winzspiel von der Film-Webseite. Auch gleich zu Beginn: Michael Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz sprechen ihre Rollen, auf die Stimmen von Til Schweiger, Sky du Mont und Anja Kling müssen Sie leider verzichten.

Alle Zwischensequenzen werden zudem in Spielgrafik dargestellt und liegen nicht als Video vor, was etwas schade ist. Eins noch, bevor wir das eigentliche Programm beschreiben: falls Sie den Film noch sehen wollen, spielen Sie das Spiel erst danach. Außerdem kommen wir bei der Beschreibung einzelner Abschnitte nicht umhin, einige Spoiler zu bringen, also den Filmverlauf zu verraten.

Packshot zu (T)Raumschiff Surprise - Periode Eins(T)Raumschiff Surprise - Periode EinsErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Spaß an den Film-LocationsSie übernehmen im Verlauf des Spiels die Rollen unserer drei Hauptdarsteller Käpt'n Kork, der Vulcanette Spucky und Bordingenieur Schrotty. Haben Sie als Spucky Ihr »Miss Waikiki«-Kostüm zusammengesucht, folgt das erste Minispiel: ähnlich wie beim Erlernen von Zaubersprüchen in den »Harry Potter«-Spielen müssen Sie die richtige Pfeiltaste drücken, hier passend zur Musik.Danach sollen Sie als Kork das Fax mit dem Rückruf zur Erde finden. Leichter gesagt als getan, denn leider hat jemand die Codekarte zum Kommunikationsraum verschlampt.

Nun folgt das zweite Minispiel: in einem 2D-Seitenscroller fliegen Sie im Taxi zur Erde, was aber nicht allzu lange dauert und auch recht simpel ist. Wie überhaupt das gesamte Spiel. Auf der Erde angekommen, muss Schrotty bei zunehmender Zerstörung des Regierungsgebäudes die Bedienungsanleitung für eine Zeitmaschine einem schlecht gelaunten Zentralrechner abluchsen.

Zeitreisen per SofaPer Zeitreise soll es dann ins Jahr 1947 gehen, um dort das in Roswell abgestürzte UFO zu zerstören. So würde die Raumfahrt nicht erfunden und der Mars nie besiedelt, ergowerden auch keine Marsbewohner mehr angreifen. Leider funktioniert das Sofa, in dem die Zeitmaschine eingebaut ist, nicht richtig und befördert unsere drei Freunde, Königin Metapha und Taxifahrer Rock in das Mittelalter.

Dort werden sie gleich festgenommen, nur Kork gelingt es, draußen zu bleiben. So bemüht er sich, die anderen vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren: für Metapha bedeutet dies die Heirat mit William dem Letzten, für die anderen den Tod durch verbrennen.

Hier wartet auch gleich das nächste Minispiel: Wachenweitwurf, Yeti-Sports lässt grüßen.Natürlich schaffen Sie es, dies zu verhindern, nur landen Sie als Nächstes im Wilden Westen.

Nach einigen Verwirrungen landen Sie in der richtigen Zeit in Nevada und richten die Vergangenheit in einem weiteren Minispiel, auf dass im Jahre 2304 alles wieder in Ordnung ist.Unterschiedliche RätselqualitätDie meisten Rätsel verlaufen nach dem Motto »Person A hat etwas, was der Spieler braucht, will aber etwas von Person B. Also liefern Sie Person B das, was sie haben will, damit A rausrückt, was Sie wollen«.

Leider laufen einigen Sachen auch auf das klassische Raumabsuchen und »kombiniere alles mit allem« hinaus. Aber selbst so habe ich gut vier Stunden zum Durchspielen gebraucht, ein Einsteiger mag das Doppelte brauchen.

Die Minispiele haben einfach nur Tric-o-tronic-Niveau, an einer Stelle gibt es noch ein witziges Rededuell zwischen Spucky und Bösewicht Jens Maul. Generell laufen Dialoge nach dem bewährten Multiple-Choice-Schema.Die Hintergründe der Grafik sehen recht nett aus, aber die Animationen bestehen nur aus wenigen Einzelbildern, was ruckhafte Bewegungen zur Folge hat.Vor allem bei den Wechseln von einer Animation zur nächsten fällt das auf.

Dazu kommt, dass die Figuren ihren Vorbildern nur entfernt ähnlich sehen - Kork beispielsweise hat mehr Ähnlichkeit mit David Bowie.Akustisch haben wir das eine oder andere Musikstück aus dem Film sowie ein paar lustige, dem jeweiligen Szenario angepasste Hintergrundmelodien. An Originalstimmen spricht leider nur, wie eingangs erwähnt, das Bullyparade-Team.Unterschiedliche RätselqualitätDie meisten Rätsel verlaufen nach dem Motto »Person A hat etwas, was der Spieler braucht, will aber etwas von Person B. Also liefern Sie Person B das, was sie haben will, damit A rausrückt, was Sie wollen«.

Leider laufen einigen Sachen auch auf das klassische Raumabsuchen und »kombiniere alles mit allem« hinaus. Aber selbst so habe ich gut vier Stunden zum Durchspielen gebraucht, ein Einsteiger mag das Doppelte brauchen.

Die Minispiele haben einfach nur Tric-o-tronic-Niveau, an einer Stelle gibt es noch ein witziges Rededuell zwischen Spucky und Bösewicht Jens Maul. Generell laufen Dialoge nach dem bewährten Multiple-Choice-Schema.Die Hintergründe der Grafik sehen recht nett aus, aber die Animationen bestehen nur aus wenigen Einzelbildern, was ruckhafte Bewegungen zur Folge hat.Vor allem bei den Wechseln von einer Animation zur nächsten fällt das auf.

Dazu kommt, dass die Figuren ihren Vorbildern nur entfernt ähnlich sehen - Kork beispielsweise hat mehr Ähnlichkeit mit David Bowie.Akustisch haben wir das eine oder andere Musikstück aus dem Film sowie ein paar lustige, dem jeweiligen Szenario angepasste Hintergrundmelodien. An Originalstimmen spricht leider nur, wie eingangs erwähnt, das Bullyparade-Team.