Selten kommt es vor, dass die größtenteils friedliche Nintendo-Welt von handfesten Auseinandersetzungen erschüttert wird. Während sich die sympathischen Videospielhelden sonst eher gemäßigt zur Wehr setzen, hauen sie sich bei der „Super Smash Bros.“-Serie ordentlich auf die Mütze. Auch beim neuesten Ableger könnt ihr ausgiebig Dampf ablassen und eure Kontrahenten von der Plattform fegen. Ring frei!

Super Smash Bros. Brawl - Opening Cinematic - Japanisch4 weitere Videos

16 neue Helden!

Lange hat es gedauert, bis der brandneue Wii-Titel „Super Smash Bros. Brawl“ (SSBB) auch hierzulande erschienen ist. Seit Monaten schon ist es in Asien erhältlich und hat dort bereits viele Fans gefunden. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem Hype? Was hat das Spiel zu bieten? Eine Frage, die sich nur schwer mit wenigen Sätzen beantworten lässt – egal, wir haben ja Zeit.

Super Smash Bros. Brawl - Mario, Wario, Link und Solid Snake schlagen sich die Köpfe ein. Die Prügelorgie im Test.

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Wenn sich vier Helden gleichzeitig bekämpfen, wird es schnell unübersichtlich.
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Wenn Nintendo ein Prügelspiel mit nahezu allen bekannten, hausinternen und einigen externen Videospielcharakteren veröffentlicht, dann sorgt das allein bereits für Aufsehen. 36 Kämpfer von Mario über Yoshi bis hin zu Samus und Link stehen bereit, sich in rund 40 Arenen die Pixelnasen weich zu klopfen. Charaktere wie Solid Snake aus der „Metal Gear Solid“-Serie oder Ike aus Fire Emblem zählen zu den insgesamt 16 neuen Haudegen, die mit SSBB ihren Einzug feiern.

Packshot zu Super Smash Bros. BrawlSuper Smash Bros. BrawlErschienen für Wii kaufen: ab 29,47€

Typisch für die „Super Smash Bros.“-Serie ist das kunterbunte, effektreiche, häufig chaotische und rundum abgefahrene Gameplay. Bis zu vier „Kämpfer“ stehen sich in variantenreichen 2D-Arealen gegenüber. Die Kameraperspektive schwenkt bei Bedarf hin und her und zoomt soweit raus, dass ihr alle Akteure im Blickfeld habt. Statt dem Gegner einzuheizen, bis er entkräftet zu Boden sinkt, gilt es, seine Kontrahenten derart von einer der Plattformen zu fegen, dass er ohne Rückkehrchance aus dem Bildschirm fliegt.

Freiflug für Verlierer!

Hört sich witzig an, ist es auch. Doch wie stellt man das an, und welchen Zweck haben dann noch Nahkampfattacken ohne durchschlagende Wirkung? Ganz einfach: Je mehr Schaden ein Spieler nimmt, desto weiter fliegt er, nachdem er sich einen harten Schlag oder Tritt eingefangen hat.

Super Smash Bros. Brawl - Mario, Wario, Link und Solid Snake schlagen sich die Köpfe ein. Die Prügelorgie im Test.

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Bösewicht Wario darf natürlich ebenso wenig fehlen wie Bowser.
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So starten alle Akteure bei 0%, was dafür sorgt, dass sie sich bei Wirkungstreffern ziemlich unbeeindruckt zeigen. Wurde ein Videospielheld jedoch so weich geklopft, dass die Anzeige auf bis zu 300% geklettert ist, sorgt jeder weitere harte Treffer für einen spektakulären Abflug. Nach Ablauf einer vorgegeben Zeit entscheidet letztlich die Anzahl der Abflüge darüber, wer das Match gewonnen hat. Unerfahrene Spieler werden von der Abschlusswertung so manches Mal überrascht sein, da sie den unglaublich schnellen Spielverlauf kaum überblicken und einschätzen können.

Jeder der spielbaren Charaktere überzeugt natürlich durch individuelle, und äußerst typische Aktionen. So teilt Link beispielsweise Schwerthiebe aus und nimmt entfernte Gegner mit Pfeil und Bogen unter Beschuss. Samus platziert Sprengsätze und rotiert als kompakte Kugel durch die Lüfte. Wer mit Sonic unterwegs ist, profitiert von dem höllischen Tempo des kleinen Igels, muss gleichzeitig jedoch aufpassen, nicht ungewollt in einen Abgrund zu rollen.

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Samus ist gut gepanzert und verfügt über dicke Wummen.
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Das gesamte Bewegungsrepertoire ist eine Komposition aus Spezialattacken und Basisangriffen, die jedoch allesamt sehr individuell gestaltet wurden. Wichtig ist zudem die Sprungtaste, mit der ihr euch so manches Mal auf eine Plattform retten und somit vor dem drohenden Punktverlust bewahren könnt. Damit ihr nicht nur offensiv agiert, löst ihr per Knopfdruck einen Schild aus, der euch jedoch selbst Schaden zufügt, wenn ihr ihn zu lange nutzt.

Kreatives Austeilen

Wem das nicht reicht, der bedient sich an zahlreichen Items, die ständig zufällig irgendwo im Level platziert werden. Wollt ihr dem edlen Link beispielsweise mal zeigen, wie man mit einer Klinge umgeht, greift ihr zum Lichtschwert. Deutlich brachialer geht es mit Raketenwerfern, Holzhammern und Bomben zu, die zwar eher schwer zu handhaben sind, dafür aber auch einen ordentlichen Schaden verursachen.

Manche Items lösen sogar einen speziellen Supermove aus, mit dem ihr den Bildschirm in ein einziges Effektgewitter verwandelt und eurem Gegner unabhängig von dem genommenen Schaden unmittelbar einen Punktabzug beschert.

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Die Areale sind allesamt typischen Spielszenarien der Helden nachempfunden.
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Damit jedoch noch nicht genug – die Areale sorgen nämlich nicht nur für optische Abwechslung, sondern nehmen auch Einfluss auf das Spielgeschehen. So könnt ihr euch beispielsweise auf einer „Mario Kart“-Rennstrecke prügeln. Dazu stehen zwei Ebenen bereit – nur dumm, dass beide Ebenen Bestandteil der befahrenen Strecke sind und zahlreiche Karts jeweils abwechselnd über die Streckenabschnitte brausen. Wer hier nicht rechtzeitig ausweicht, nimmt zusätzlichen Schaden.

Grenzenlose Freiheit bei Steuerung und Regelwerk

Die Steuerung des Spiels geht insgesamt sehr gut von der Hand und gibt euch viele Freiheiten. So könnt ihr das Spiel entweder nur per Wiimote, einer Kombination aus Wiimote und Nunchuk oder mit dem Classic Controller spielen. Alle drei Varianten erwiesen sich als gut durchdacht, wobei ihr die reine Wiimote-Steuerung nur dann wählen solltet, wenn ihr mit vier Personen gleichzeitig spielt und nicht ausreichend Nunchuks zur Verfügung habt – mit Analogstick gefiel uns die Steuerung etwas besser.

Sehr gute und konsequente Fortsetzung der Super Smash Bros.-Serie. Umfang und Präsentation sorgen für ausgedehnten Prügelspaß!Fazit lesen

Äußerst lobenswert ist der große Umfang des Spiels. So könnt ihr wahlweise in Teams Zwei gegen Zwei oder jeder gegen jeden spielen. Zudem lässt sich das Regelwerk nach Belieben anpassen. Zeitlimits, mögliche Items, Schwerkraft und vieles mehr lassen sich den eigenen Wünschen anpassen.

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Anders als in Metal Gear Solid 4 ist Altmeister Snake hier noch frisch und agil.
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Wer mag, darf auch eine klassische K.O.-Runde spielen, bei der ihr den Gegner so lange bearbeitet, bis seine Energie aufgebraucht ist. Bis zu zwei Spieler freuen sich zudem über einen Missionsmodus, bei dem es einige interessante Aufgaben zu bewältigen gibt. So müsst ihr beispielsweise zu zweit unter Zeitdruck 50 angeschlagene Yoshis aus einem Level prügeln.

Zu guter Letzt gibt es sogar noch einen Story-Modus, bei dem jeder Kampf von einer schicken aber recht substanzlosen Zwischensequenz eingeleitet wird. Auch hier dürft ihr mit bis zu zwei Spielern kooperativ antreten und euch durch die einzelnen Episoden schlagen. Ganz gleich für welchen Spielmodus ihr euch entscheidet: Je häufiger ihr spielt, desto mehr Charaktere schaltet ihr frei. Abgerundet wird das Spiel von einem attraktiven Onlinemodus, bei dem ihr gegen Spieler auf der ganzen Welt antreten könnt.