Es ist jedes Mal wie Fußball-WM, Sonnenfinsternis und Lottogewinn zusammen – ein neues 3D-Mario ist da! Ob Odyssey die fantastischen Galaxy-Teile übertreffen kann, haben wir für euch in vielen, vielen Spielstunden herausgefunden.

Erste Gameplay-Szenen zeigen euch, was euch in der Odysee erwartet:

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Wenn in New Donk City im Konfettiregen das große Festival steigt, schmettert Bürgermeisterin Pauline mit Bandbegleitung einen Song, während Mario in eine Röhre steigt und plötzlich vor der 3D-Kulisse der feiernden Großstadt ein Donkey-Kong-Revival in Pixel-2D meistern muss. In solchen Momenten ist Super Mario Odyssey großartig. Es sprüht vor Fantasie, kombiniert wild verschiedene Stile und Settings und steuert sich einmal mehr traumhaft. Und doch hat das Abenteuer seine Schwächen – aber immer der Reihe nach.

Im Vergleich zu den zwei auf eher kleine Planeten fokussierten Teilen von Super Mario Galaxy setzt Odyssey auf große Open-World-Areale. Diese könnt ihr relativ frei erkunden, euer Ziel ist stets das Sammeln von Monden – was nach den Sternen von Super Mario 64 und den Sonnen von Super Mario Sunshine nur konsequent ist. Jede Welt kommt mit einigen Story-Missionen, die euch in der Regel mit sogenannten Multimonden entlohnen und so den Mondzähler um gleich drei Punkte erhöhen. Wobei das Geschichtchen um Bowser, der Prinzessin Peach zwecks Zwangsheirat entführt und allerorten Hochzeitskram wie eine Riesentorte klaut, kaum das Wort Story verdient – aber das stört bei Mario nicht.

Super Mario Odyssey - Eine wahre Odyssee

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Das Sammeln ist des Marios Lust, das Sa-ha-mmeln!
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Mond-Madness

Neben den Story-Monden sind die Welten gut gefüllt mit allerlei weiteren Monden, die ihr in beliebiger Reihenfolge sammeln könnt. Allerdings müsst ihr an einem bestimmten Punkt des Spiels erstmal Bowser besiegen, damit im Anschluss frische Monde in die Welten gekippt werden. Ihr braucht also gar nicht erst versuchen, vor dem ersten Durchspielen alles zu sammeln, es wird euch ohnehin nicht gelingen.

Fraglich ist allerdings auch, ob es euch danach gelingt. Wir möchten aus Spoilergründen vage bleiben, aber die Anzahl aller Monde liegt näher an 1.000 als an 500. Das klingt reichlich absurd und kommt auch in erster Linie dadurch zustande, dass die Monde sehr großzügig verteilt wurden. Da man ständig und oft ohne Mühen über sie stolpert, geht zeitweise die Befriedigung beim Finden verloren. Immer wieder entdeckt ihr sie offen rumhängend, legt sie durch eine simple Stampfattacke frei oder könnt sie für Münzen in den Shops kaufen. Ja, bei Mario gibt es nun Shops. Lootboxen sind in Preisklassen zu drei, sechs und zehn Euro erhältlich. Kleiner Scherz, ihr könnt bei Mario Odyssey nur Ingame-Währung in Form gesammelter Münzen loswerden. Münzen gibt es in traditionell goldener Ausführung, die überall akzeptiert wird. Extraleben bescheren sie euch übrigens nicht, denn Mario hat kein klassisches Kontingent an Leben mehr. Stattdessen verliert ihr beim Ableben zehn Münzen – das ist meist locker zu verschmerzen. Zusätzlich findet ihr lila Münzen, die nur in ihrer jeweiligen Welt ausgegeben werden können.

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Da fühlt man sich gleich viel freier.
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Raus aus dem Blaumann!

Ihr kauft euch in den Shops zum einen Sticker und Deko für die Odyssee, euer Luftschiff, in dem ihr herumreist. Die Münzen finanzieren zum anderen neue Outfits für Mario. Diese sind nicht nur witzige Zierde, sondern auch inhaltlich relevant, da ihr manche Aufgaben nur im passenden Aufzug übernehmen könnt: Am Strand muss es dafür das lässige Badeoutfit sein, in Bowsers Tempel die Samurai-Rüstung. Zu jedem Outfit gehört eine Kopfbedeckung, denn eine der größten spielerischen Neuerungen ist Cappy, euer Mützenpartner. Cappy lässt sich nicht nur in alle möglichen Richtungen schleudern, sondern kann auch viele Gegner und Objekte übernehmen – stellt es euch spielmechanisch wie bei Kirby vor. Werft ihr Cappy auf einen Frosch, könnt ihr als Kröte dann besonders hoch springen. Als Cheep-Cheep-Fisch lange tauchen. Oder als Panzer Raketen schleudern. Und vieles mehr.

Durch all diese neuen Fähigkeiten wird das ansonsten sehr vertraute Arsenal an Marios Sprüngen deutlich erweitert. Trotzdem – und damit kommen wir zurück zur Crux um die arg vielen Monde – kann Nintendo aus all den vorhandenen Aktionsmöglichkeiten nicht Hunderte verschiedener Aufgaben generieren. So füllt sich das Spiel bei der Mondnachlieferung nach dem ersten Durchspielen mit zahlreichen Herausforderungen, die man nicht nur innerhalb eines Areals mehrfach machen muss, sondern die in allen Welten immer wieder auftauchen.

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