Die WiiU mag sich in den letzten jahren nicht mit Ruhm bekleckert haben, aber der Jump-and-Run-Baukasten Super Mario Maker fiel definitiv auf und sorgte für Wirbel. Nun steht die 3DS-Umsetzung des knuffigen Editors in den Läden. Schon jetzt ist klar: Mario-Level gestalten macht auf einem Handheld genauso viel Spaß wie auf der großen Konsole. Bleibt nur die Frage, welche Kürzungen anstehen.

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Um es kurz zu machen. Kürzungen gibt es bei der 3DS-Adaption so gut wie keine. Super Mario Maker bleibt auch auf dem 3DS sehr benutzerfreundlich und dank der simplen Stylus-Eingaben für jedermann verständlich. Einzig der Fragezeichen-Pilz mit seinen Spezial-Verwandlungen fehlt im Repertoire.

Super Mario Maker - Der kleine große Hüpfspielbaukasten

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Wilde Level sind praktisch vorprogrammiert!
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Ansonsten geht es um genau dasselbe Prinzip. Ihr startet mit einer Handvoll Editor-Bausteinen, mit denen ihr an die einfachsten Funktionen eines Mario-Levels herangeführt werdet. Startpunkt, Zielpunkt, Gegner platzieren, Fragezeichen-Blöcke setzen und deren Inhalt bestimmen, Plattformen anlegen. Gar nicht so schwer, zumal im klassischen Gewand des 1985er Super Mario Bros. Begonnen wird. Da gibt es kaum etwas, das für Verwirrung sorgen könnte. Simple Eigenkreationen sind in weniger als fünf Minuten einsatzbereit.

Packshot zu Super Mario MakerSuper Mario MakerErschienen für Wii U und 3DS kaufen: Jetzt kaufen:

Hat man ein paar Mehr Bausteine aus dem Mario-Universum zur Verfügung - beispielsweise Röhren, P-Blöcke, Piranhapflanzen und Co - kann das Basteln durchaus etwas mehr Zeit beanspruchen. Allerdings erhält man diese erst, wenn man ihnen in einem der 100 vorgefertigten Level, die sich von Anfang an auf dem Modul befinden, begegnet ist. Gleiches gilt für die grafischen Levelthemen von Super Mario Bros. 3, Super Mario World und New Super Mario Bros.

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Retrofeeling wird auch in der 3DS-Variante großgeschrieben
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Einige der vorgefertigten Level kennen Veteranen schon aus der WiiU-Variante, was dem Spaß aber keinen Abbruch tut. Es gibt jedenfalls genug zu tun, egal ob man nur mit Mario durch die Gegend hüpfen und die Prinzessin retten möchte, oder ob man selbst Hand anlegt. Mehr als das Prinzip von Drag and Drop braucht man nicht zu verstehen, und da Nintendo diesmal auf das tröpfchenweise Spendieren von Bausteinen verzichtet, kommt auch kein Frust durch Warteperioden auf.

Abgeschnitten von der großen weiten Welt

So schön es ist, beinahe alle Funktionen der Wii-U-Variante an Bord zu haben, so bedauerlich ist es, dass die Wichtigste von allen fehlt: Das teilen mit Online-Freunden. Es ist zwar möglich, Level aus dem Wii-U-Fundus per Wifi zu beziehen, doch Level, die am 3DS erschaffen wurden, dürfen leider nicht in Nintendos Netzwerk eingespeist werden. Bedauerlich, zumal auch nicht das komplette Angebot der Wii-U-Spielstufen bereitsteht, Eine Suche per Levelcode gibt es hier nicht. Stattdessen greift ihr auf eine zufällige Auswahl zurück, die innerhalb der Challenge-Modi zusammengewürfelt wird.

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Neue Level könnt ihr nur lokal und über StreetPass ergattern
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Wollt ihr Eigenkreationen weitergeben, so bleibt nur der Tausch über eine lokale Direktverbindung. Funktioniert sogar im Vorbeigehen, sofern ihr die Streetpass-Funktion des Handhelds aktiviert. Streuung und Auswahl fallen dadurch logischerweise erheblich geringer aus als auf der Heimkonsole, deren Repertoire vor lauter Geniestreichen platzt. Immerhin bleibt euch unterwegs das Durchsieben vieler Gurkenlevel und Schnellschüsse erspart.

Anderweitig gibt es keine Beschwerdegründe. Super Mario Maker spielt sich sehr gut, ist technisch sauber und unterhält über Wochen dank unterschiedlichster levelvariationen. Klar, es fehlen noch immer Schrägen, an denen der Klempner herunterrutschen kann, und es wäre nach wie vor schön, auf gewisse Power-Ups aus Super Mario Bros. 3 zurückgreifen zu können, um noch abwechslungsreicherere Herausforderungen gestalten zu können, Alles in Allem findet man jedoch alles auf dem gleichen Niveau vor wie auf der Wii U – inklusive Updates. Viel Spiel für's kleine Geld!