In der Amtszeit einer jeden Spielekonsole erscheinen Titel, die den Abverkauf der Plattform ordentlich pushen sollen. Auf der Playstation erfüllen Metal Gear Solid, Gran Turismo und Tekken diesen Job, während im Lager von Nintendo regelmäßig Mario an die Schüppe muss. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft muss nicht nur die Welt, sondern gleich die ganze Galaxie gerettet werden. Wir stoßen in die unendlichen Weiten des neuen Nintendo-Universums vor…

Super Mario Galaxy - E3 2007 TrailerEin weiteres Video

Prinzessin Pfirsich und die verlorenen Sterne

Obwohl die Story eigentlich keine Rolle spielt, startet dennoch jedes Nintendo-Jump’n’Run erneut den Anlauf, eine epische Geschichte zu erzählen. Machen wir es kurz: Ja, Prinzessin Peach ist mal wieder das Entführungsopfer, und ja, Bösewicht Bowser ist erneut dafür verantwortlich. Jetzt dürft ihr drei Mal raten, wer das Unheil abwenden soll – richtig, Mario. Nie zuvor war die Jagd nach dem Bösewicht und die Befreiung der Prinzessin jedoch derart interessant, motivierend und abwechslungsreich wie in Marios neuestem Abenteuer.

Super Mario Galaxy - Interstellarer Geniestreich: Klempner Mario war nie besser!

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Der Klempner im Geistkostüm – der Schnauzer darf natürlich nicht fehlen!
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Obwohl die Abwesenheit von Frau Peach bereits beunruhigend genug ist, geht es darüber hinaus um die Zukunft der gesamten Galaxie. Damit Bowser seine Ziele erreichen kann, hat er den Himmel nämlich um seine Sterne beraubt. Also schlägt Mario zwei Fliegen mit einer Klappe und macht sich nicht nur auf die Suche nach der reizenden Prinzessin, sondern erobert auch die Sterne zurück, die ihn befähigen, weitere Reisen in die Tiefen des Weltraums vorzunehmen und dem bösen Reptil somit auf die Schliche zu kommen.

Packshot zu Super Mario GalaxySuper Mario GalaxyErschienen für Wii kaufen: ab 26,45€

Ausgangspunkt des Abenteuers ist eine Sternwarte, von der aus ihr durch spezielle Sternentore in die sechs verschiedenen Welten mit jeweils fünf Galaxien gelangt. Dort angekommen, versprüht Super Mario Galaxy ein völlig neues Spielgefühl. Jedes als Galaxie getarnte „Level“ bietet mehrere Himmelskörper, die von kleinen Asteroiden bis hin zu planetenartigen Objekten reichen.

Das Besondere daran ist, dass alle Schauplätze dreidimensional sind und ihr sie komplett umrunden könnt. Es gibt also eigentlich kein Oben und Unten – alles ist eher eine Frage der Perspektive. Je größer die Himmelskörper werden, desto weniger fällt dieser Umstand auf. Seid ihr auf massigen Planeten unterwegs, spielt sich Super Mario Galaxy fast wie seine dreidimensionalen Vorgänger.

Weltraumspaziergag mit Nunchuk

Neben der außergewöhnlichen Levelgestaltung begeistert der Titel auch mit seiner speziellen Steuerung, die ein wenig an Zelda: Twilight Princess erinnert. Ausgerüstet mit Nunchuk und Wiimote bewegt ihr euch durch die Level, wobei der schnauzbärtige Klempner per Analogstick durch die Prärie gesteuert wird.

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Das Umfeld der Hüpfaction ist mitunter ungewohnt spektakulär.
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Die A-Taste dient zum Springen, während das Zusammenspiel mit der Z-Taste beliebte Manöver wie den Rückwärtssalto oder die Hosenbodenattacke auslöst. Gefährliche Gegner entschärft ihr mit einer Schüttelbewegung der Wiimote und der entsprechenden Wirbelattacke. Sollte die Kreatur danach noch nicht genug haben, könnt ihr das betäubte Geschöpf bequem per finalem Kick aus dem Weg räumen.

Außer den bekannten Himmelskörpern sammelt ihr bei Super Mario Galaxy auch Sternenstaub ein, der sich vielfältig nutzen lässt. Einerseits bescheren euch fünfzig der glitzernden Staubpartikel ein Extraleben, andererseits dürft ihr sie aber auch durch direktes Zielen per Wiimote und mit Hilfe der Abzugtaste (B) auf Gegner feuern. Auch verbündete Kreaturen, die ihr überall in den bunten Welten trefft, freuen sich über Sternenstaub – wer hier großzügig ist und die knuffigen Wesen füttert erlangt häufig Zugang zu versteckten Galaxien, die noch mehr Spaß und Abwechslung bieten.

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In Super Mario Galaxy seid ihr häufig auch kopfüber unterwegs.
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Damit das Einsammeln des Sternenstaubs nicht lästig wird, könnt ihr das bequem per Wiimote erledigen. Es reicht völlig aus, mit der Wiimote auf die glitzernden Partikel zu zeigen, um sie in euren Besitz zu nehmen. Somit könnt ihr euch lästige Fußwege sparen. Wer mag, spielt Super Mario Galaxy sogar mit einem Freund, der dann das vergleichsweise langweilige Sammeln der Materie übernimmt.

Gefahr durch schwarze Löcher

Auch abseits der Basissteuerung wird im Laufe des Spiels immer wieder Gebrauch von den Bewegungssensoren der Wiimote gemacht. Sternentore lassen sich beispielsweise ebenfalls durch eine Schüttelbewegung beschreiten, ebenso wie Kletterpflanzen, mit denen Mario entlegene Orte erreicht.

Sämtliche Hüpfeinlagen gehen auch im neuesten Abenteuer bequem von der Hand, wobei ihr eigentlich nie irgendwelche Abgründe fürchten müsst. In der Welt der Galaxien sorgt die Anziehungskraft der Himmelskörper nämlich dafür, dass ihr immer Boden unter den Füßen habt. Neben den Gegnern, von denen euch die meisten bereits aus vorherigen Abenteuern bekannt sind, müsst ihr lediglich die schwarzen Löcher fürchten. Wer in eines dieser materiehungrigen Objekte springt, büßt leider eines seiner Leben ein.

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Das Wechseln der Welten ist wunderschön inszeniert.
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Um bei aller Vielfalt der Welten bestehen zu können, erwarten Mario einige Power-Ups, die ihm ungewohnte Kräfte und Talente bescheren. So darf er beispielsweise im Bienenkostüm durch die Level fliegen oder als Geist unpassierbare Stellen überwinden. Die unglaubliche Kreativität, die bei der Gestaltung der Spielwelt an den Tag gelegt wurde, setzt sich somit auch bei der Steuerung und dem Bewegungsrepertoire unseres Helden fort.

Zu den Highlights des Spiels zählen auch die Level, bei denen die Kameraperspektive so fixiert wird, dass ihr das Geschehen wie in alten 2D-Zeiten von der Seite betrachtet. Nun gilt es, Plattformen zu erreichen und das Level auf klassischem Wege von links nach rechts laufend zu bewältigen.

Runde Sache

Die Faszination des Spiels liegt aber vor Allem in dem Zusammenspiel aller einzelnen Bestandteile. Das neue Leveldesign, basierend auf schön gestalteten Himmelskörpern, sorgt für ein gänzlich frisches Spielerlebnis. Häufig seht ihr bereits irgendwelche, scheinbar unerreichbaren Objekte am Horizont, die ihr kurze Zeit später durch ein neu entdecktes Portal erreicht.

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Wie immer ist es Bösewicht Bowser, der uns dieses Abenteuer beschert.
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Auf diese Weise springt ihr von einem Punkt zum anderen, statt euch streng an eine lineare Vorgehensweise zu halten. Es kommt tatsächlich das Gefühl auf, ein fantasievolles Universum zu erkunden, wobei jeder Weltenwechsel mit frischen Elementen und Herausforderungen begeistert. Die Bosskämpfe am Ende einer jeden Welt sind zudem häufig recht knifflig und runden Marios galaktisches Abenteuer ab.