John Romero, der Mitgründer von id software und Entwickler von Spielen wie Doom und Wolfenstein, veröffentlichte ein noch nie vorher gesehenes Video (siehe auch unter dem Text) zu einem Stück Spielegeschichte.

Er und id-Mitgründer John Carmack arbeiteten 1990 an einer PC-Version von Super Mario Bros. 3. Dabei handelte es sich aber vielmehr um eine Demo-Version bzw. um einen Prototypen, der schließlich an Nintendo weitergegeben wurde. Die Japaner zeigten kein großes Interesse daran, weshalb also aus dieser Fassung nichts wurde.

Doch Super Mario Bros. 3 war mehr als nur eine Demo, es war ein wichtiger Schritt für die Macher und für Sidescrolling-Spiele, die im Vergleich zum NES und Arcade-Maschinen auf dem PC zur damaligen Zeit weniger gut funktionierten, was auch der Technik zuzuschreiben war. Carmack konnte das Technik-Problem mit ein einigen Programmier-Kniffen lösen, was in dem Prototyp zu Super Mario Bros. 3 einfloss.

Sie hofften, dass Nintendo das das Spiel auf den PC bringen würde. Aber einige Wochen später war das gegessen. Dann wurde Romero von 'Apogee Software'-Gründer Scott Miller wegen eines potentiellen Publishing-Deals kontaktiert.

Wie aus Super Mario Bros. 3 Commander Keen wurde

Miller verkaufte seine eigenen Spielen mit dem Shareware-Modell. Und jetzt wollte Miller Romeros "Pyramids of Egypt" als Shareware veröffentlichen, allerdings lagen die Rechte komplett bei Softdisk (der Vorreiter von id software).

Also nahm das Team die Demo von Super Mario Bros. und entwickelte basierend darauf Commander Keen. Commander Keen wurde als Trilogie erschaffen, wobei die Spieler den ersten Teil davon kostenlos erhielten und für die weiteren Abschnitte Geld zahlen mussten. Das Spiel war erfolgt und führte im Grunde zur Gründung von id software.

Fazit: der Klassiker Commander Keen wurde also aus einer PC-Demo von Super Mario Bros. 3 geboren.

Bilderstrecke starten
(37 Bilder)

Super Mario Bros. 3 ist für Classics erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.