Seien wir mal ehrlich: Auch das erfolgreichste Videospiel-Franchise der Welt hat seine Macken. Das ist vollkommen okay, jeder macht mal Fehler, Super Mario ist da keine Ausnahme. Aber dieses eine Level hätte niemals das Licht der Welt erblicken dürfen.

Super Mario Sunshine ist mein persönlicher Favorit unter den Mario-Titeln. Die wunderschöne Musik, die mir bis heute im Ohr liegt, die Strände, das plätschernde Wasser... für mich war dieses Spiel wie ein Urlaub auf den Malediven. Dennoch muss ich als eingeschworener Fanboy zugeben, dass Super Mario Sunshine ein paar viel zu schwere, beziehungsweise schlecht designte Level intus hat.

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Viele erinnern sich mit Grauen an das Elektro-Mantarochen-Level, den Sandvogel oder das berüchtigte Wassermelonen-Level. Abgesehen von den nervigen blauen Münzen war mein Lieblings-Mario vollgepackt mit solchen unfassbaren Herausforderungen. Doch eine Stage ist mir besonders negativ in Erinnerung geblieben. Nicht weil es schwer ist, nein, weil es einfach strunzlangweilig designed und gleichzeitig mega unfair ist. Wahrscheinlich hat es sogar schon den ein oder anderen Gamecube-Controller auf dem Gewissen!

Die Rede ist vom berühmt-berüchtigten Pachinko-Level, im Westen auch als Flipper-Level bekannt. Pachinko sind in Japan extrem verbreitete Glücksspiel-Automaten und beim Begriff “Glücksspiel” solltet ihr schon hellhörig werden: Denn obwohl ihr in diesem Level euren Dreckweg 08/17 behalten dürft, werdet ihr ordentlich Probleme haben, alle acht roten Münzen und dann das Insignie einzusammeln.

Super Mario - Das ist das schlechteste Super Mario-Level aller Zeiten

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In dieser spielgewordenen Foltermaschine fungiert Mario als eine Art Kugel in dieser verdammten Pachinko-Maschine. Zunächst lasst ihr euch von einem Trampolin in das Spielfeld katapultieren und müsst dann, mit mehr Glück als Verstand, in einem der vorgegebenen Felder landen. In jedem Feld befindet sich eine rote Münze. Sammelt ihr alle acht davon ein, erscheint in der Mitte der Maschine ein Insignie. Der Haken an der Sache? Wenn ihr Pech habt und keines der vorgesehenen Felder trefft, fallt ihr aus der Maschine heraus, verliert ein Leben und müsst von neuem alle Münzen sammeln. Auch wenn ihr bereits alle Münzen gesammelt habt und euch nur noch das Insignie schnappen müsst, kann ein falscher Sprung schnell zum Tod und Frustmoment führen.

Während andere Level aus Sunshine oder anderen Mario-Spielen schlicht bockschwer waren, gibt es hier gefühlt keine richtige Strategie um alle Münzen einzusammeln. Auf gut Glück werdet ihr herumgeschleudert, versucht im besten Fall noch mit der Wasserdüse gegenzulenken. Zu oft zieht euch die fragwürdige Physik des Level einen Strich durch die Rechnung, zu oft werdet ihr völlig unverschuldete Tode sterben. Speedrunner haben deshalb mittlerweile Wege gefunden das Trampolin nur einmal nutzen zu müssen: Mit einer Reihe von Wandsprüngen und dem Einsatz der Wasserdüse, wird das eigentlich vorgesehene Leveldesign komplett außer Kraft gesetzt. Zum Glück. Allerdings muss man dafür mehrere Stunden trainieren. Wirklich toll gemacht, Nintendo!

Ein wunderschönes Highlight der Game Grumps, das dieses Level perfekt widerspiegelt:

Da habt ihr’s, das wohl schlechteste Level aus allen Super Mario-Spielen. Der viel zu hohe Zufallsfaktor ruiniert das Level komplett, ein nicht naschvollziehbarer Sprung in den Tod ist hier quasi vorprogrammiert! Während andere Level schlicht schwer oder kompliziert sind, fehlt es hier an jeglicher Anwendung von Skill oder Geschick - die ganze Angelegenheit ist schlicht pure Glückssache Möge dieses Level in den Untiefen der Videospielwelt versinken und, anders als E.T. für das Atari 2600, nie wieder herausgeholt werden.