Stuntmen sind die anonymen Helden aufwändiger Actionfilmproduktionen. Statt Ruhm und Ehre zu ernten, riskieren sie Kopf und Kragen, um im Schatten bekannter Hollywoodstars zu stehen. Bei Stuntman: Ignition schlüpft ihr in den Schutzanzug eines solchen Doubles und sorgt dafür, dass die Filmproduktion reibungslos verläuft. Dabei gilt es anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen und einen kühlen Kopf zu bewahren - innovative Action oder fade Rennspielvariante?

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Kamera, Action!
Kern des Spiels ist der Karrieremodus, bei dem ihr euch als frisch gebackener Stuntman einen Namen machen könnt. Gerade noch bei den Dreharbeiten zu einem Werbespot, bekommt ihr dank eines glücklichen Zufalls die Chance, bei einer echten Filmproduktion als Stuntman zu agieren. Diese Gelegenheit lasst ihr euch natürlich nicht entgehen. Zu Beginn gibt es ein paar grundlegende Informationen des Regisseurs, bevor euch schließlich der Stunt-Koordinator mit den Besonderheiten des bevorstehenden Drehs vertraut macht.

Stuntman: Ignition - Hartes Brett: Dieser Stunt-Kracher wäre selbst Colt Seavers zu schwer.

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Solche Szenen sind bei diesem Spiel eine Seltenheit!
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Bei dem ersten der insgesamt sechs Filmprojekte, mit denen ihr es zu tun bekommt, handelt es sich um den fiktiven Film "Aftershock", bei dem eine Kleinstadt von einem Vulkanausbruch verwüstet wird. Als Stuntman legt ihr haarsträubende Fahrten quer durch zerstörte Straßen und entlang von Lavaströmen hin. Während ihr zunächst nur mit einem Auto unterwegs seid, steuert ihr später auch die Geschicke einer Filmfigur, die auf dem Motorrad unterwegs ist.

Jede Filmproduktion ist in einzelne Szenen aufgeteilt, die euch zunehmend anspruchsvollere Leistungen abverlangen. Jede Szene besteht aus zahlreichen Einzelstunts, die es zu bewältigen gilt. So müsst ihr beispielsweise gezielt Sprünge ausführen, bestimmte Autos überholen oder rammen, Drifts und 180°-Drehungen zeigen und vieles mehr. Sobald ihr fünf dieser Stunts vermasselt, wird der Dreh abgebrochen und ihr müsst die ganze Sequenz wiederholen. Je besser ihr insgesamt abschneidet, desto mehr Punkte sammelt ihr und desto besser fällt eure abschließende Beurteilung aus. Mit den erzielten Punkten schaltet ihr neue Filmprojekte, Nebenjobs und Extras frei.

Fette Stunts dank guter Steuerung
Die Steuerung des Spiels ist grundsätzlich gut gelungen, da sich die unterschiedlichen Fahrzeuge wie Autos, Motorräder oder Monster Trucks recht gut kontrollieren lassen. Dies ist angesichts der geforderten Präzision auch bitter nötig. Neben Gas und Bremse ist eine Taste mit der Handbremse belegt, dank der ihr auch enge Kurven bei hohem Tempo bewältigt.

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Wie im Film werden auch im Spiel die schönsten Fahrzeuge meistens zerlegt.
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Zusätzlich gibt es eine Aktionstaste, die je nach Fahrzeug und Szene einen unterschiedlichen Effekt hat. So löst ihr per Aktionstaste beispielsweise innerhalb eines markierten Bereichs eine Waffe aus oder rutscht per Motorrad spektakulär unter einem Sattelschlepper hindurch. Seid ihr auf zwei Rädern unterwegs, könnt ihr den Szenen mit Hilfe des linken Analogsticks zusätzliche Dramatik verleihen, in dem ihr einen Wheelie zeigt und nur auf dem Hinterrad fahrt.

Während des Drehs steht ihr permanent mit dem Stunt-Koordinator per Funk in Verbindung. Habt ihr ein Xbox-360-Headset angeschlossen, empfangt ihr die Anweisungen authentisch direkt über den Kopfhörer. Obwohl die Anweisungen den Alltag des Stuntman prinzipiell erleichtern sollen, sind sie im Spiel nahezu wertlos, da sie viel zu spät ertönen. So informiert euch der Koordinator häufig erst kurz vor Erreichen der markierten Stelle darüber, was ihr dort machen sollt. Übertragen auf einen realen Dreh wäre es schon fatal, einen Stuntman auf ein brennendes Haus zurasen zu lassen und ihm erst im letzten Moment mitzuteilen, dass er dort bitte eine 180°-Drehung machen soll.

Da die Stuntsequenzen häufig sehr komplex sind, bleibt euch nichts anderes übrig als den Dreh solange neu zu starten, bis ihr euch in etwa eingeprägt habt, was wann und wo von euch gefordert wird. Es gibt zwar vor jedem Dreh einen kurzen Einblick in die wichtigsten Stunts, doch machen diese nur einen Bruchteil aller Aktionen aus, die euch nachfolgend abverlangt werden.

Explosive Defizite beim Bildaufbau
An der grafischen Qualität gibt es grundsätzlich wenig zu bemängeln, da sowohl die Sets als auch die Texturen detailliert ausgearbeitet wurden. Playstation-2-Spieler müssen mit weniger detaillierten Texturen und Modellen vorlieb nehmen und auch die Action auf den Sets wirkt im direkten Vergleich stark reduziert. Dies ist jedoch nicht unbedingt von Nachteil - bei den Next-Gen-Versionen explodiert und bewegt sich derart viel, dass der Bildaufbau stellenweise stark darunter leidet.

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Besonders im fertigen Schnitt wirken viele Szenen sehr spektakulär.
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In solchen Situationen ist es dann auch kaum möglich, das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten und die aktuelle Passage perfekt zu meistern. Da Schwierigkeitsgrad und Frustfaktor durch die chronisch zu späten Stuntansagen ohnehin sehr hoch sind, stellen von Rucklern verschuldete Fahrfehler die Geduld des Spielers endgültig auf die Probe. Absolute Profis, die jeden Dreh mit einer 5-Sterne-Wertung abschließen möchten, erwartet die ultimative Herausforderung. Um die Bestwertung zu erreichen, müsst ihr sämtliche Stunts von Beginn bis zum Ende der Szene zu einer abgeschlossenen Kette zusammenreihen.

Die Kette wird unterbrochen, sobald ihr zwei Sekunden lang keinen Stunt zeigt. Das bedeutet, dass ihr auch zwischen den geforderten Stunts Überbrückungsmanöver einbauen müsst, damit die Kette nicht abreißt. Bei dem ohnehin sehr hohen Schwierigkeitsgrad sind solche 5-Punkte-Wertungen geradezu unerreichbar. Wer diese Herausforderung trotzdem meistert, wird Spiele wie Colin McRae Dirt oder Need for Speed vermutlich einhändig und mit verbundenen Augen durchspielen.

Zurücklehnen - der Film ist fertig!
Habt ihr alle Szenen einer Filmproduktion abgeschlossen, werdet ihr mit dem passenden Filmtrailer belohnt. Diese typisch aufgebauten Trailer entsprechen dem, was man aus den Kinos kennt - interessant ist vor Allem, dass sie auch Szenen abseits der Stunts enthalten. Leider entsprechen die Stuntszenen aber nicht exakt dem, was ihr abgeliefert habt, da sämtliche Trailer bereits vorgerendert sind.

Stuntman: Ignition - Hartes Brett: Dieser Stunt-Kracher wäre selbst Colt Seavers zu schwer.

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Bei einigen Szenen seid ihr auch auf dem Motorrad unterwegs.
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Neben den Filmproduktionen dürft ihr später auch bei kurzen aber extrem anspruchsvollen Werbespots mitwirken oder an Stuntshows teilnehmen. Abgerundet wird das Spiel durch einen Editor, mit dem ihr euch eigene Stuntarenen konstruieren könnt. Next-Gen-Spieler freuen sich zudem über Onlinerennen quer durch die Filmsets, die euch das bieten, was man von konventionellen Rennspielen gewohnt ist. Auf der Playstation 2 entfällt dieses Feature leider komplett.