Einer britischen Umfrage nach, geben Spieler heute weit weniger Geld für Video- und Computerspiele aus als noch vor fünf Jahren. Die Umfrage beschäftigte sich auch mit den Gründen für die rückläufige Kauflust der Konsumenten und zeichnet ein Bild, das den Publishern nicht besonders gefallen dürfte.

Studien - Spieler geben weniger Geld für Video- & Computerspiele aus als noch vor fünf Jahren

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Viele Spieler greifen lieber zu Gebrauchtspielen als sie neu zu kaufen
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Die Preise für Videospiele sind ganz im Gegensatz zu anderen Produkten über die letzten zwei Jahrzehnte erstaunlich konstant geblieben. Anfang der Neunziger zahlte man für ein reguläres 'Game Boy'-Spiel wie Tiny Toon Adventures 2 rund 69.99 DM und für Jurassic Park, ebenfalls für den Game Boy 79.99 DM. Umgerechnet wären das heute knapp 35 bzw. 40 Euro. Heute zahlt man für ein typisches 3DS-Spiel auf Amazon 39.99 Euro. Spiele für das Super Nintendo waren natürlich teurer. 149.99 DM durfte man für Rise of the Robots hinblättern, einem Beat 'em Up, das für seine Grafik gelobt, aber ansonsten für den gesamten Rest gescholten wurde. Das wären heute ca. 75 Euro.

Was das uns sagt? Dass die Preise für Videospiele tendenziell eher sogar noch gesunken sind. Besonders, wenn man bedenkt, dass heute viele Händler mit spezielle Sales locken und Spiele generell recht flott an Wert verlieren. Bestes Beispiel wäre hier Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed, das wenige Wochen nach Erscheinen bereits in einem Zavvi-Sale für 25 Euro zu haben war.

Und dennoch ist kein hemmungsloser Ausverkauf der Spiele zu beobachten. Warum? In anderen Bereichen des täglichen Lebens steigen die Preise exorbitant, so dass auch der geneigte Spieler schauen muss, wie er sein Geld anlegt. Und bei einem leeren Geldbeutel erscheint jeder Preis zu hoch. Nun hat eine Umfrage unter 1.654 britischen Spielern, durchgeführt von VoucherCodesPro, einer britischen Deals-Seite, ergeben, dass der britische Spieler heute weit weniger Geld für Spiele ausgibt als noch vor fünf Jahren.

Auf die Frage: "Wie oft kaufen Sie Videospiele?", antworteten

  • 1 Prozent mit "Wöchentlich"
  • 26 Prozent mit "Monatlich"
  • 21 Prozent mit "In jedem Quartal"
  • 20 Prozent mit "Wenn mich eine Veröffentlichung interessiert"
  • 17 Prozent mit "Kaum"

Dabei gaben die Befragten an, einen jährlichen Betrag von durchschnittlich 300 Pfund, also umgerechnet 350 Euro für Spiele auszugeben.

Auf die Frage, ob die Befragten glaubten, dass dieser Betrag, den sie pro Jahr für Spiele ausgeben, höher oder niedriger sei als noch vor fünf Jahren, antworteten

  • 52 Prozent mit "Weniger"
  • 33 Prozent mit "Mehr"
  • 15 Prozent mit "Bin mir unsicher"

Auf die Frage an diejenigen, die mit "weniger" antworteten, warum das so sei, antworteten 78 Prozent von ihnen, dass sie weniger Einkommen als noch vor fünf Jahren hätten, das sie ausgeben könnten. und von diesen 78 Prozent sagten 37 Prozent aus, dass sie keine andere Wahl hätten, als ihre Ausgaben für Videospiele zu reduzieren, während die restlichen 42 Prozent fanden, dass heutige Spiele einen höheren Widerspielwert besäßen und sie daher eine längere Zeit mit ihnen verbrachten.

Die Umfrage interessierte sich auch dafür, was die Befragten täten, um Geld zu sparen. Die Antworten lauteten:

  • "Gebrauchtspiele kaufen"
  • "Von Freunden ausleihen"
  • "Spiele tauschen"
  • "Ein paar Wochen auf Preisreduzierung warten"

Auf die finale Frage, ob die Befragten neue Videospiele zu teuer fänden, antworteten 74 Prozent mit ja, während nur 26 Prozent diese Frage verneinten. Ein Bild, das der deutschen Spielelandschaft nicht unähnlich sein dürfte.