Eine neue Studie der NPD Group hat herausgefunden, dass die Hälfte aller PC-Spieler ihre Spiele digital erwerben. Aber das nicht bei Veröffentlichung, sie warten lieber auf die allseits bekannten und beliebten Sales.

Studien - PC-Spieler warten lieber auf die allseits beliebten Sales

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Mittelerde: Mordors Schatten? Nah, ich warte lieber noch ein paar Monate auf den Sale
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Momentan hält Humble Bundle einen End of Summer Sale und hat gleichzeitig auch mal wieder eines der beliebten Bundles in petto. Und damit liegt Humble Bundle voll im Trend, denn wie eine aktuelle Studie herausfand, sind solche Sales genau das, worauf die Hälfte aller PC-Spieler immer warten.

Das amerikanische Marktforschungsinstitut The NPD Group hat in seiner Umfrage vom Juni mit dem Titel Understanding PC Gaming 2014 rund 6225 Personen innerhalb der USA im Alter von 9 und aufwärts befragt. Dabei fand man heraus, dass 46 Prozent aller PC-Spieler im vergangenen Jahr schon mal einen Titel digital erworben haben.

Leider ist das kein Grund zum Jubeln für die Unternehmen, die auf die vollständige Digitalisierung der Spiele-Distribution drängen, denn wie The NPD Group zudem herausfand, sind diejenigen, die ihre PC-Spiele digital erwerben, weit weniger bereit, den vollen Kaufpreis zu zahlen, oder den Titel ihrer Wahl direkt bei Verkaufsstart zu kaufen. Stattdessen warten sie immer häufiger ab, bis der entsprechende Titel im Sale für weit weniger verkauft wird.

"Die Erwartung der Konsumenten könnte die größte Barriere darin sein, das Kaufverhalten im PC-Bereich zu maximieren", so NPD Analyst Liam Callahan. "Da die Hälfte aller PC-Spieler, ganz gleich ob sie ihre Spiele digital oder auf Disc erwerben, bereits erwarten, dass es einen Sale geben wird, sollten sich Publisher und Händler besser auf diese Erwartungen einstellen."

Zwar haben die Sales, allen voran wohl auch die Steam Sales mit dazu beigetragen, die Akzeptanz von Online-Plattformen wie Steam und den Kauf von digitaler Ware voranzutreiben, gleichzeitig haben sie aber die Kunden darauf konditioniert, immer davon auszugehen, dass es einen Sale geben wird. Warum also überteuert kaufen, wenn es das Spiel der Wahl in ein paar Monaten eh fast für lau geben wird?

Eine weitere interessante Information: Laut Callahan sei der typische PC-Spieler gar kein Hardcore-Spieler, also gar nicht mal Teil der relevanten Zielgruppe. Gerade mal 37 Prozent der Befragten wurden als PC-Spieler ausgemacht, wovon wiederum knapp 56 Prozent als Casual Gamer kategorisiert wurden. Auch die Zahl der männlichen PC-Spieler ist weit niedriger als erwartet. Gerade mal 51 Prozent, also die knappe Mehrheit sind männlich, ihnen gegenüber steht ein 49-prozentiger Frauenanteil.