Eine neue Studie der New York University hat herausgefunden, dass das gemeinsame Spielen von Lernspielen, egal ob nun kooperativ oder kompetitiv, die Lernmotivation von Schülern steigern könne.

Jan Plass, ein Professor an der New York Universitys Steinhardt School of Culture, Bildung, und Human Development und einer der Leitenden Autoren der Studie, fand mit seinem Team heraus, dass Schüler, die gemeinsam ein Mathe-Lernspiel spielten, eine konzentriertere Denkweise an den Tag legten und so die eigene Lernfähigkeit steigern konnten. Darüber hinaus steigerte sich auch das Interesse und der Spaß an solchen Matheaufgaben, wenn die Schüler sie gemeinsam absolvieren konnten.

"Wir fanden Belege dafür, dass gut designte Spiele die Schüler dazu ermutigen konnten, weniger populäre Themen wie etwa Mathe zu lernen, und dass spielebasiertes Lernen die Schüler tatsächlich für solche Themen begeistern konnte."

Co-Autor Paul O'Keefe fügte zudem hinzu, dass Lernspiele dabei helfen könnten, die typischen Probleme in den Klassenzimmern in den Griff zu bekommen und Schüler in einen Gemütszustand versetzen könnten, tatsächlich etwas lernen zu wollen, statt nur auf ihr Äußeres zu achten.

Die Forscher beobachteten auch, wie sich die Lernbereitschaft der Schüler, aber auch ihr Interesse an und ihre Leistung in Mathe sich vom Spielen von Mathespielen beeinflussen ließe, ob nun kooperativ, kompetitiv oder auf eigene Faust.

Zu diesem Zwecke ließen sie Schüler aus einer Mittelschule das Videospiel Factor Reaktor spielen, das darauf spezialisiert ist, die Mathe-Fähigkeiten durch Problemlösungen zu steigern und von daher auch als eine Art Diagnostik für das Lernen dienen kann.

Um auch die Auswirkungen unterschiedlicher Einstellungen auf das Lernen zu erfassen, wurden die Schüler per Zufall damit betraut, entweder alleine, gegeneinander oder miteinander zu spielen.

Das Ergebnis zeige, dass Schüler, die ein Mathespiel miteinander oder gegeneinander spielten, auch die größten Lernziele aufzeigen würden, was wiederum bedeuten würde, dass sich die Schüler eine optimale Denkweise erdacht haben mussten, während sie weiterhin mit anderen gemeinsam die Spiele spielten.