Wie der „MMO Games Market Report 2010" des niederländischen Unternehmens Newzoo zeigt, kommt in Deutschland das Free-2-Play-Konzept am besten an. Herkömmliche Abonnements sind die deutliche Minderheit.

Studien - In Deutschland regiert Free2Play den MMO-Markt

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Abo-Modelle haben es in Deutschland schwer
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Knapp 10,6 Millionen deutsche Spieler tauchen in MMOGs ab. Dabei sind 58 Prozent aller MMOG-Spieler über 25 Jahre und überwiegend männlich, nur ein Drittel ist weiblich. 80 Prozent der Männer geben zudem Geld für ihre MMOGs aus.

Dabei ist Free2Play eindeutig das beliebtere Modell. 91 Prozent der befragten MMO-Gamer spielen einen Free-2-Play-Titel, 79 Prozent sogar ausschließlich. 12 Prozent haben sich sowohl für Free-2-Play als auch Pay-2-Play entschieden und 9 Prozent bleiben ganz dem Pay-2-Play-Geschäftsmodell treu. Somit zahlen also 21 Prozent, etwa 2,2 Millionen Spieler, eine einmalige oder monatliche Gebühr.

2010 werden die Deutschen insgesamt 435 Millionen Euro in MMOGs investieren.

Im Vergleich mit den USA und Großbritannien wird in Deutschland mehr Geld in Free-2-Play- als Pay-2-Play-MMOGs investiert. Sogar so viel, dass kein anderes Land in Europa mithalten kann. Auch bei der Anzahl der Spieler liegt Deutschland ganz vorne.

Ob es sich bei den MMOGs um Browser- oder Client-Games handelt, ist eher nebensächlich. Die Mehrheit, also 73 Prozent der Befragten, nutzen beide Technologien.

Auch Konsolen-Spieler zieht es an den PC. So besitzen zwei von drei Xbox-Usern einen Avatar in einem MMO, bei den PS3-Spielern sind es 60 Prozent. Insgesamt geben 90 Prozent der Multiplattform-Spieler Geld für MMOGs aus.

Der "MMO Games Market Report 2010" basiert auf Daten der "International Gamers Survey 2010", ebenfalls von Newzoo. Dafür wurden in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien insgesamt 10.000 Personen befragt.