Goldfarmer sind nicht nett - das ist nicht neu. Auch, dass sie teilweise mit kriminellen Mitteln vorgehen und die Spieler, die das ganze Gold sammeln, welches hinterher verkauft wird, nicht immer stressfrei und freiwillig spielen ist nicht unbekannt. Trotzdem gibt es nach wie vor einen Markt, der bedient wird. Nun hat ein Student der Universität von Minnesota darauf hingewiesen, dass das Vorgehen von Goldfarmen sehr viele Ähnlichkeiten mit verrufenen Gestalten der realen Welt aufweisen: Drogendealer

Muhammad Aurangzeb Ahmad ist Doktorand, der im Rahmen eines größeren Projekts die Arbeitsweisen von Goldfarmern untersuchte. Dabei verglich er die Strukturmerkmale einer Gruppe Goldfarmern mit einer Gruppe Drogendealer. Obwohl dieser Vergleich im Sprachgebrauch wohl oder übel recht hart erscheinen mag, stellte er dabei einige Übereinstimmungen im Verhalten der Goldfarmer in der virtuellen Welt und der Drogendealer in der realen Welt fest.

Abgesehen davon, dass sie zwielichtige Gestalten sind, gehen sie sehr selektiv vor und entscheiden genau, mit wem sie Geschäfte machen und mit wem nicht. Dabei machen sie öfter Geschäfte mit gleichgesinnten Individuen und bedienen sich Mittelsmänner um ihre weitreichenden Aktivitäten abzuwickeln.

Der Rest der Studie, die sich innerhalb von Everquest 2 abspielte, ist insofern interessant, als dass die meisten Goldfarmer zwar chinesische Spieler sind, es aber unfair ist automatisch anzunehmen, dass alle chinesischen Spieler Famer sind. Die meisten sind das nämlich nicht.

Die Studie schlüsselt unter anderem die typischen Verhaltensmuster von Goldfarmern auf und bietet einen kurzen Überblick über diese Praxis.