Eine neue Studie belegt, dass Stereotypen durchaus auch auf das digitale Spielfeld übertragbar sind. So werden weibliche Spieler eher akzeptiert, wenn sie nett sind und fair spielen.

Studien - Frauen werden im Onlinespiel eher akzeptiert, wenn sie zuvorkommend und passiv auftreten

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 3/71/7
Darf man als weiblicher Spieler also nicht rüpelhaft auftreten?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das klassische Rollenmuster kennt man nur allzu gut. Boys will be Boys. Wahre Männer weinen nicht. Frauen müssen sich dagegen damenhaft benehmen, dürfen nicht mit Schimpfwörtern um sich schmeißen und manch ein Macho sieht sie sowieso am liebsten in der Küche.

Und obwohl die digitalen Weiten des Internets gerade beim Onlinespiel die Möglichkeit geben, aus diesem Muster auszubrechen, projizieren die Spieler häufig ihre Erfahrungen aus dem echten Leben direkt ins Spiel. Eine neue Studie hat belegt, dass Frauen, die sich auch im Spiel benehmen und freundlich agieren, eher akzeptiert werden als ihre rüpelhaften Pendants.

Für diese Studie spielten Forscher der Virginia Tech und der Pennsylvania State Universities das Spiel Call of Duty: Modern Warfare 3 auf der PS3. Dabei kreierten sie User-Accounts mit klar erkennbar weiblichen und männlichen Nicknames. Mit jedem Account spielten sie entweder aggressiv oder passiv und zuvorkommend. Nach jedem Spiel schickten sie mit dem betreffenden Account Freundschaftsanfragen raus.

Die Freundschaftsanfragen der weiblichen Phantom-Accounts wurden eher akzeptiert, wenn man zuvor zuvorkommend und passiv spielte. Interessanterweise wurden die Freundschaftsanfragen der männlichen Phantom-Accounts eher angenommen, wenn man zuvor aggressiv auftrat. Generell wurden die weiblichen Phantom-Accounts aber eher als Freunde akzeptiert.