Dass der Online-Markt immer beliebter wird, ist keine Überraschung mehr. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat nun die aktuellsten Zahlen für den deutschen Markt veröffentlicht.

Studien - BIU - Der Spielplatz Internet boomt

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Immer mehr Menschen spielen online
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2010 stieg die Zahl der Internet-Gamer im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 14,5 Millionen Menschen. Das machte sich auch am Umsatz in diesem Segment bemerkbar, der um 28 Prozent auf insgesamt 268 Millionen Euro gestiegen ist.

Browser-Games, zu denen die zahlreichen Facebook-Spiele zählen, machen den größten Anteil am Markt mit 11,3 Millionen Nutzern aus und sind bei Frauen und Männer gleichermaßen bliebt. Online-Games, darunter MMOs wie World of Warcraft und Spiele mit Multiplayer-Modi wie Battlefield oder Call of Duty, werden von 5,6 Millionen Menschen gespielt. Mit 58 Prozent dabei überwiegend von männlichen Spielern.

Für den hohen Gesamt-Umsatz sorgten 2010 vor allem die Abonnements für Online-Games mit 167 Mio. Euro. Gebühren für Browser-Games machen bisher nur einen kleinen Teil aus (27 Mio. Euro). Dafür sind die Ausgaben für virtuelle Zusatzinhalte, wie DLCs oder andere Mikrotransaktionen, stark gestiegen. Waren es 2009 noch 53 Mio. Euro, sind es 2010 73 Mio. Euro (+38 Prozent). Da sich die Zahl der Verkäufer fast verdreifacht hat, sind auch die Ausgaben pro Person gesunken (von 48 Euro auf 23 Euro).

„Der Gesamt-Umsatz mit Games-Software in Deutschland betrug insgesamt 1,86 Milliarden Euro in 2010", so Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU. "Der Großteil dieses Umsatzes wird nach wie vor durch den klassischen Vertrieb von Spielen auf Datenträgern und per Download erwirtschaftet. Neuere Geschäftsmodelle wie der Verkauf von Abonnements und virtuellen Inhalten machen mittlerweile einen Anteil von 15 Prozent aus und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen."