Wer erinnert sich nicht an seine Kindheit, als Mama noch ins Kinderzimmer gestürmt kam und einen ermahnte, ja nicht zuviel zu spielen. Hausaufgaben machen, im Haushalt helfen, draussen spielen oder ins Bett gehen, die Liste an Dingen, die man stattdessen zu tun hatte, war lang und nie klang eine Alternative süßer als das Zocken. Laut einer Studie der Entertainment Software Association haben drei von vier Müttern in den USA dieses "Privileg" buchstäblich verspielt, denn sie zocken selbst.

Studien - 3 von 4 Müttern in den USA zocken selber Spiele

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Puzzle- und Logikspiele sind die Favoriten der Mütter
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Mittlerweile haben Studien nahezu jedes relevante und irrelevante Feld im Spielebereich abgedeckt. Zahlreiche Studien beschäftigten sich dabei mit der Gewalt in Videospielen, mit den Auswirkungen von Spielen auf Kinder und Jugendliche, ja sogar bezüglich der Gewalt gegen weibliche Spielecharaktere wurden Studien angefertigt.

Die Entertainment Software Association hat nun eine neue Studie herausgegeben, die sich mit einem Thema beschäftigt, mit dem nun wirklich jeder etwas anfangen kann: Mit Müttern.

Dabei wurde nicht einfach untersucht, wieviele Mütter was auf welchen Plattformen spielen, sondern auch, aus welchen Gründen. Hintergrund dieser Studie ist die, dass rund 45 Prozent aller amerikanischen Spieler weiblich und 31 Prozent aller Spieler Frauen im Alter von 18 und älter sind und selber Kinder von unter 18 Jahren haben. Wieviele Mütter nun für die Studie befragt wurden, nannte die ESA zwar nicht, bezeichnete die Zahl aber repräsentativ.

Von allen befragten Müttern sagten rund 74 Prozent aus, dass sie aktiv spielen würden. Die Plattform ihrer Wahl verdeutlicht auch ganz eindeutig den Siegeszug der Smartphones und Tablets als Casual-Plattform für die breite Masse. So sagten 65 Prozent der Befragten aus, auf jenen Geräten zu spielen. 56 Prozent spielen am liebsten auf dem Computer oder auf einem Notebook. 50 Prozent wählten dagegen die klassische Spielekonsole, während sich 14 Prozent für ein Handheld entschieden. 6 Prozent spielen auf anderen Geräten.

Was die Häufigkeit betrifft, so spielen 38 Prozent aller Mütter täglich, 29 Prozent spielen ein paar Tage pro Woche, 8 Prozent spielen einmal pro Woche und 11 Prozent lediglich ein paar Tage im Monat.

Bei der Wahl des Genres siegten Puzzle- und Logikspiele, die von 63 Prozent aller Mütter gespielt werden. Karten- und Brettspiele sind mit 40 bzw. 35 Prozent ebenfalls gefragt, während typische Spielgenres wie Rennspiele nur bei 8 Prozent der Mütter auf Anklang stoßen.

Als Grund gaben 47 Prozent an, einfach die Zeit vertreiben zu wollen. 44 Prozent der Befragten helfen Spiele beim Stress abbauen, während 33 Prozent es einfach genießen, zu spielen. Immerhin 32 Prozent erfreuen sich an Denkspielen, die ihnen helfen, ihre kognitiven Fähigkeiten zu trainieren, also weiterhin vorbildliche Mütter zu bleiben. Interessant ist auch jener Grund, dass 24 Prozent der Mütter über Spiele versuchen, ihren Kindern näher zu kommen, wobei dies besonders auf Mütter zutreffen soll, die Kinder im Alter zwischen 5 bis 12 Jahren hätten. Lediglich 5 Prozent gaben an, dass Spiele ihr wichtigstes Hobby sei.

Weitere Infors gibt es direkt auf der Seite der Entertainment Software Association.

Wie sieht es da bei euch aus? Spielen eure Mütter? oder seid ihr gar selber zockende Mütter?