Manchmal entstehen Legenden einfach so nebenbei: 1987 veröffentlicht Capcom mit „Street Fighter“ ein im Grunde simples Karatespiel, welches noch kaum Beachtung findet. Wenige Jahre später sollte der Nachfolger zum Massenphänomen geraten, wie es die Gaming-Welt zuvor noch nicht gesehen hat – „Street Fighter 2“ legte den Grundstein für eine gigantische Welle an Beat’em Ups.

Zum 20-jährigen Jubiläum soll nun „Street Fighter 4“ die Legende wieder aufleben lassen und kehrt nach unzähligen Experimenten zu den Wurzeln zurück. Das muss gefeiert werden – und bedarf entsprechender Würdigung: In unserer History blicken wir zurück auf die Anfangstage der Kult-Reihe und deren Auswirkungen auf ein Genre, das es zuvor gar nicht gab. Außerdem klären wir die Gründe, warum „Street Fighter“ bis heute als Spiellegende gilt.

Street Fighter 4 - Ken im Arcade-Modus20 weitere Videos

Stage 1: Der Kampf auf den Straßen

Mitte der 80er Jahre tobte er bereits: der Kampf zwischen den Spieleherstellern, die sich mit neuen Konzepten und unverbrauchten Ideen gegenseitig das Wasser abgraben wollten. Auch der japanische Softwarehersteller Capcom gehörte zu jenen Kreativschmieden. Bis auf einige mäßig erfolgreiche Scrolling-Shooter hatte das junge Unternehmen allerdings noch keine wirklich veritablen Hits vorzuweisen.

Street Fighter History - Prügellegende: Die Geschichte der Street Fighter-Reihe

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Ruy und Ken waren schon in den 80ern ein unschlagbares Team - nur eben etwas hässlicher.
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Ein Konzept hatte man dennoch: Die Idee, zwei Kampfkünstler gegeneinander antreten zu lassen, war zwar nicht neu, bisher aber nie ganz zu Ende gedacht worden. Kurz zuvor veröffentlichten Data East (1984: Karate Champ) und Konami (1985: Yie Ar Kung Fu) bereits zwei Kampfspiele, die in Punkto Komplexität und Bewegungsrepertoire jedoch eher schwachbrüstig waren. Capcom rüstete auf – mit „Street Fighter“.

Entgegen der Erwartungen geriet „Street Fighter“ zum Erfolg. Capcom ebnete mit dem ersten echten Beat’em Up eine Nische, die zuvor noch niemand abgedeckt hatte. Der große Durchbruch blieb trotzdem aus: Durch die limitierten technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit ließ sich Capcoms Wunsch-Umsetzung nicht realisieren. Wie viele Spiele der 80er konnte auch „Street Fighter“ die schnellen Bewegungen des Joysticks nicht richtig erkennen und selbst wenn, hätten die Grafikprozessoren keine flüssigen Animationen zugelassen.

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Die Steuerung des ersten "Street Fighter" galt als extrem frustrierend.
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Seine Spuren im Sand der Gaming-Historie hinterließ “Street Fighter” trotzdem erkennbar: Nur ein Jahr später konterte SNK mit einem waschechten Klon namens „Street Smart“, der seinerseits die Weichen für spätere Hits wie „Double Dragon“ legte. Capcom selbst legte 1989 mit „Final Fight“ nach, welches man ursprünglich als „Street Fighter“-Fortsetzung verkaufen wollte. Diese sollte aber erst später folgen – und alle Erwartungen sprengen…

Stage 2: Die Geburt eines Genres

Ende der 80er hatten die Spielhallen bereits zu kämpfen, 1989 vernahm man gar kaum mehr als ein leises Ächzen: Der Videospielmarkt boomte zwar, doch mit dem Aufkommen der Heim-Konsolen waren die Fans nicht länger genötigt, den weiten Weg bis zur Arcadehölle aufzunehmen und die harten ersparten Groschen in die Automaten zu werfen. Das Sega Master System und Nintendos NES liefen den sperrigen Automaten schnell den Rang ab.

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Der Beginn eines Massenphänomens: Street Fighter 2 füllte die Spielhallen und sorgte für reißenden Konsolenabsatz.
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Was dann jedoch nach der Veröffentlichung von „Street Fighter 2“ geschah, lässt sich nachträglich nur als Mysterium bezeichnen: Wider erwarten geht das Sequel in den Spielhallen völlig durch die Decke und rettet beinahe im Alleingang die Arcade-Branche: Weit über 500.000 Automaten wurden bis heute von der „Street Fighter“-Serie verkauft, die sich damit sogar einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde sichert – als meistverkauftes münzbetriebenes Fighting-Game.

Der immense Erfolg von „Street Fighter 2“ gilt bis heute als Phänomen – lässt sich aber dennoch an simplen Faktoren ausmachen. Als erstes Prügelspiel gab es dem Spieler die Möglichkeit, aus acht Charakteren zu wählen, die sich dank 30 verschiedener Moves und spektakulärer Spezialattacken zum Teil erheblich voneinander unterschieden – mehr Tiefe und Wiederspielbarkeitswert gab es zuvor in keinem anderen Beat’em Up.

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Schnuckelchen Cammy kam in "The New Challengers" hinzu.
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„Street Fighter 2“ gilt zudem als erstes Beat’em Up, welches von Kombo Moves Gebrauch machte, also besonders effektiven Schlagketten. Die für damalige Verhältnisse spektakuläre Grafik mit ihren unglaublich geschmeidigen Animationen sorgte für den nötigen Zuckerguss, den Rest erledigte die „Party“-Komponente – mit Freunden macht die grandiose Prügelei nämlich glatt doppelt soviel Spaß.

Stage 3: Die vielen Gesichter des SF2

1992 erscheint der Arcade-Hit endlich auch für die Heimkonsolen Mega Drive und SNES – nicht minder erfolgreich. Bis heute gilt „Street Fighter 2“ mit über sechs Millionen Einheiten als meistverkauftes Spiel des Capcom-Portfolios, selbst „Resident Evil“ muss sich dieser Zahl geschlagen geben. Sogar Sega und Nintendo profitieren vom Siegeszug der genialen Prügelorgie – der Absatz ihrer Konsolen steigert sich im Zuge des SF2-Releases enorm.

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Plötzlich hatten sie Nachwuchs: Der einstige Kader aus acht Kämpfern erweiterte sich letztlich auf sechszehn.
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Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr für Capcom – was folgte, war eine beispiellose Serie an Neu- und Zweitveröffentlichungen, die im Jahresrythmus leichte Verbesserungen brachten. Allein „Street Fighter 2“ wurde ganze sechs Mal neu aufgelegt. Ein Jahr nach dem Original erweiterte die „Championship Edition“ die Kämpferriege um die vier Bosse Sagat, Vega, Balrog und M. Bison, die nun erstmals auch spielbar waren.

Kurz darauf führte „Street Fighter 2 Turbo“ neue Farben bzw. Moves ein und erhöhte das Spieltempo. Mit „Super Street Fighter 2“ erweiterte sich das Teilnehmerfeld erneut, dank Cammy, T. Hawk, Fei Long und Dee Jay standen nun ganze 16 Charaktere zur Auswahl. Zudem wurde die komplette Grafik überarbeitet, Sounds erklangen in neuer Pracht und frische Animationen entstaubten das Bewegungsrepertoire der Kämpfer.

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Gruppenbild mit Faust: Die SF2 Turbo-Helden gehören bis heute zu den beliebtesten.
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„Street Fighter“ hatte damit seinen qualitativen Höhepunkt eigentlich erreicht, Capcom wollte jedoch trotzdem mehr. Ein weiteres Jahr später stand „Super Street Fighter 2 Turbo“ auf der Matte, drehte noch einmal am Spieltempo und führte die neuen Super Kombos ein. Auch im neuen Jahrtausend entstanden noch Iterationen: „Hyper Street Fighter II“ (2003) und das Next Gen-Remake “Super Street Fighter II Turbo HD Remix” (2008).

Innovativ war das schon lange nicht mehr, die Fans dankten es Capcom trotzdem immer wieder: Sämtliche „Street Fighter 2“-Versionen verkauften sich blendend und zieren Capcoms Platinum Hall of Fame, in der lediglich Spiele aufgeführt werden, die sich mehr als eine Millionen Mal verkauft haben. „Hyper Street Fighter II“ gilt sogar als das am schnellsten verkaufte Download-Game aller Zeiten.

Stage 4: Alpha Plus Zero Gleich Wirrwarr

Allein am Namenswirrwarr merkt man: Nachdem die Serie die ersten Erfolge feiern konnte, wurde das beliebte Konzept einfach endlos ausgewalzt. Meistens stachen diese Teile jedoch eher durch skurrile Namensendungen hervor: Hier ein „Alpha“ angehängt, da ein „Plus“ dran geklebt, zu guter Letzt wird noch irgendeine Seriennummer dazugedichtet, die mit der eigentlichen Chronologie nichts zu tun hat, und fertig ist dasselbe Spiel in neuer Verpackung.

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"Street Fighter Alpha 3" gilt als bester Teil der Nebenreihe - obwohl diese nie die Popularität des Originals erreichte.
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Welcher Serienteil denn nun eigentlich „Street Fighter EX Plus Alpha“ sein soll, dürften wohl nur noch absolute Hardcore-Fans wissen. Dummerweise kam die Reihe mit jeder Veröffentlichung weiter von ihren Pfaden ab. Das Kämpferfeld hatte sich irgendwann von acht Teilnehmern auf über 20 Recken erweitert – den Überblick behielten da nur eingefleischte Veteranen. Für viele Fans und Kritiker war das jedoch zu viel des Guten.

Eine genaue Aufzählung aller veröffentlichten „Street Fighter“-Titel würde den Rahmen jeder History sprengen – über 90 Spiele sind mittlerweile in Capcoms Prügeluniversum erschienen, sogar Adventures („Street Fighter II Movie“), Rollenspiele („Street Fighter: The Storytelling Game“) oder Geschicklichkeitsspiele („Super Puzzle Fighter II Turbo“) gehören zum umfangreichen Portfolio.

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Wie wärs mit einem ganz anderen Crossover?
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Der Markt wurde zu diesem Zeitpunkt überschwemmt von Klonen, die sich vom massiven „Street Fighter 2“-Erfolg inspirieren ließen und ebenfalls ihren Anteil daran haben wollten. Und nicht alle davon waren schlecht: Sega veröffentlichte das gefeierte „Virtua Fighter“, welches zum damaligen Zeitpunkt revolutionäre 3D-Grafik bot, Sony zog wenig später mit „Tekken“ nach – beide verkauften sich prächtig.

Stage 5: Kloppe im Kino

Capcom schien sich daran nicht zu stören. Mitte der 90er versuchte man sich mit „Street Fighter Alpha“ an einer Nebenserie, die zeitlich zwischen dem ersten und zweiten Teil angesiedelt war. Kritiker und Fans bemängelten, dass Alpha (in Japan als „Zero“ bekannt) sich lediglich auf Altbewährtes verließ und aktuelle Trends (3D-Prügler) ignorierte. Die Rufe nach einem echten „Street Fighter III“ wurden lauter.

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Hässlicher geht's kaum: Die Rendergrafik von "The Movie" sorgte für rote Augen.
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Was man den Fans stattdessen gab, war ein Totalausfall: In den Kinos lief zur selben Zeit der unsägliche Versuch einer Filmumsetzung an. „Street Fighter: The Movie“ mit Jean Claude Van Damme und Kylie Minogue gilt jedoch bis heute als schlimmste Spielverfilmung aller Zeiten. Die zugrunde liegende Vorlage wurde fröhlich ignoriert, die Effekte waren mies, den cineastischen „Hadouken“ erledigen allerdings die unterirdischen Darstellerleistungen.

Wieder ließ sich Capcom nicht beirren und veröffentlichte sogar „Street Fighter: The Movie – The Game“ – also das Spiel zum Film zum Spiel. Und das war beinahe noch schlechter. Wie der große Konkurrent „Mortal Kombat“ nutzte man das Motion Capturing-Verfahren, um die Filmhelden ins Spiel zu portieren. Das Resultat sah jedoch furchtbar aus und ließ spielerisch stark zu wünschen übrig.

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Mit dem Original hatte "The Movie" absolut nichts mehr zu tun - die Fans waren sauer.
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„Street Fighter“ war zu diesem Zeitpunkt überpräsent in der östlichen und westlichen Popkultur: Der Kinofilm, eine animierte Zeichentrickserie, Street Fighter-Merchandise und die zahlreichen Spielversionen übersättigten sogar die hartnäckigsten Fans, die Euphorie der früheren 90er ließ immer weiter nach. Selbst die Titel der Konkurrenz verkauften sich nun sehr viel schleppender.

Stage 6: Mega-Flop in 3D

Capcom reagierte endlich – den Ausweg aus der drohenden Beat’em Up-Flaute sollte das 3D-Konzept der Konkurrenz bringen. 1996 beförderte „Street Fighter EX“ die legendäre Reihe ebenfalls in die dritte Dimension, floppte allerdings fürchterlich. Das 3D-Feature wurde nur unzureichend genutzt, den Fans missfielen darüber hinaus die neuen Charaktere, die die beliebte Heldengarde aus „Street Fighter 2“ ersetzen sollte.

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Die EX-Automatenversion fiel bei Fans und Kritik gnadenlos durch.
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Urplötzlich wurde Capcom auf den Boden der Tatsachen geholt, nach „Street Fighter: The Movie“ war „EX“ das zweite Spiel der Reihe, das wie Blei in den Regalen liegen blieb. Man intervenierte zwar zügig und schob kurze Zeit später das verbesserte „Street Fighter EX Plus“ nach, die Popularität der Vorgänger erreichte die 3D-Umsetzung aber nie. Lediglich die Heimkonsolen-Fassung feierte moderate Erfolge.

Die Konsequenz war absehbar: „Street Fighter III“ wurde 1997 letztendlich doch umgesetzt. Wirklich innovativ gab man sich zwar nicht, die Fans waren dennoch angetan – der große Erdrutscherfolg des zweiten Teils blieb jedoch aus. Wie gewohnt, konnte Capcom auch bei Teil drei nicht die Finger vom Wiederverwertungskonzept lassen – insgesamt zwei Mal wurde „Street Fighter 3“ neu aufgelegt.

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Auch wirklich seltsame Fusionen wie "Marvel vs. Capcom" erschienen binnen der Jahre.
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Im Jahr 2000 wich Capcom schlussendlich davon ab, im Jahreswechsel ein neues „Street Fighter“ auf den Markt zu werfen. Die Verkaufszahlen stagnierten, der Markt war übersättigt. Zudem grub die immer stärker werdende 3D-Technologie den Beat’em Ups das Wasser ab. Dennoch erfüllte man zur Jahrtausendwende einen lang gehegten Fanwunsch: Die einstigen Rivalen Capcom und SNK (King of Fighters) schlossen sich zusammen und veröffentlichten mit „SNK vs. Capcom“ einen formidablen Prügler, der die Helden beider Traditionsschmieden gegeneinander antreten ließ.

Abgesehen von diesen Mash Ups ist es still geworden um die Reihe, die einst im Alleingang ein ganzes Genre beflügelte. Seit acht Jahren warten Fans nun auf eine offizielle „Street Fighter“-Fortsetzung, 2009 werden ihre Gebete endlich erhört. Sicher, „Street Fighter 4“ wird das Genre nicht neu definieren, auch ein erneuter Beat’em Up-Hype erscheint unwahrscheinlich. Doch vielleicht weckt es das Interesse einer neuen Generation von Videospielern, die sie damals nicht mitbekommen haben - die Geburt einer Legende...

Bonus Round: Wusstet ihr…?

Wusstet ihr,
…dass manche Charaktere ursprünglich ganz andere Namen trugen? Spielt man die japanische Originalfassung von „Street Fighter 2“ könnte man meinen, die Namen der Bosse wären vertauscht. Tatsächlich gilt dies aber für die amerikanische bzw. europäische Version – in Japan trägt Oberfiesling Bison den Namen Vega, der spanische Klingenträger heißt Balrog und der Boxer eigentlich M. Bison. Der Grund: Um rechtliche Probleme mit dem realen Boxer Mike Tyson zu vermeiden, wurden die drei Namen durcheinander gewürfelt.

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Die ersten Konzept-Papiere von Capcom fördern einige skurrile Informationen zu Tage.
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Wusstet ihr,
…dass die ersten Testversionen des „Street Fighter“ Arcade-Automaten ein Punch Pad statt der späteren Buttons enthielten? Der Spieler musste auf das Punch Pad einschlagen, welches die Stärke der Treffer analysierte und diese ins Spiel umsetzte. Dummerweise litten die fehleranfälligen Controller ständig unter dem andauernden Schaden – und wurden gegen die heute bekannten Buttons ausgetauscht.

Wusstet ihr,
…dass es die heutigen Charaktere während der frühen Planungsphase für „Street Fighter 2“ gar nicht gab? Stattdessen experimentierte Capcom mit alternativen Versionen der späteren Fan-Lieblinge. So sollte Vega ursprünglich als vermummter Tempelritter erscheinen, Dhalsim ähnelte gar einer vielarmigen Shiva-Statue mit Elefantenkopf und sogar ein Police Officer mit Schild und Schlagstock war eine Zeit lang im Gespräch – gruselig!

Wusstet ihr,
…dass die bekannten „Street Fighter 2“-Charaktere während der Entwicklung völlig andere Namen trugen? Der elektrisierte Brasilianer Blanka etwa hörte zunächst auf den Namen Beastman, E. Honda hießt lediglich „Sumo“ und Chun Li hört in der Planungsphase auf den Namen „China-Daughter“. Den Vogel schießt allerdings Muskel-Wrestler Zangief ab, dessen Originalname kaum klischeetriefender sein könnte - Vodka Gobalsky.