“Bleeding Edge Graphics and Gameplay ©1996”. So empfängt euch der Intro-Screen von Strafe. 1996?! Ja, richtig gelesen. Die Jahresangabe mag heutzutage wie ein Scherz erscheinen, ist aber Programm. Denn wer auf Old-School-Shooter aus dieser Zeit steht - oder sogar ein Old-School-Gamer aus eben jener Zeit ist - wird mit dem kommenden Devolver-Titel eine Menge Spaß haben: hohes Tempo, klassische Korridore, viel Splatter, viel Blut und null Erbarmen. Wenn eure Lebensenergie aufgebraucht und ausgehaucht ist, geht’s zack-bumm-peng zurück zum Anfang der zufallsgenerierten Stages - hoher Wiederspielwert also inklusive.

Strafe - Willkommen in der Ego-Shooter Zeitmaschine!

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Böse Vielfalt: Strafe lässt 30 Gegnertypen mit individueller Verhaltens-KI auf euch los
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Thom Glunt, Director beim Strafe-Entwickler Pixel Titans, liebt Titel wie Doom und Quake. So sehr, dass er gemeinsam mit Stephen Raney eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne für Strafe startete, um seinen eigenen Ego-Shooter zum Leben zu erwecken. Mit allem, was die frühen Meisterwerke der 90er Jahre ausmacht: pixelige Grafik, brutal schnelles Gameplay in typisch engen Korridoren und gnadenlose Action, die nicht nur hunderte NPC-Leben, sondern auch eure Nerven kosten kann.

Ein Pixel-Gemälde in Rot

Neben diesen zeitgenössischen Aspekten bietet Strafe aber auch Features, die anno 1996 aufgrund technischer Limitationen kaum möglich waren - zum Beispiel einen Grafik-Buffer, der nichts vergisst. Was ihr im Laufe eures Gore- und Splatter-Fests anrichtet, bleibt liegen! Kehrt ihr also in längst durchwanderte Korridore und Areale zurück, sind noch alle glorreichen Spuren eurer Kills präsent: Leichenreste, blutverschmierte Wände und Böden sowie sonstige Überreste des zuvor veranstalteten Gemetzels. Praktischerweise gilt dies auch für vorher liegengelassene Items.

Wer sich nicht nur Full-Speed durch die Level samt Gegnerhorden mäht und die Augen offen hält, entdeckt geheime Räume oder findet seltene Bonuswaffen. Doch kurzweiliges Umschauen und auf der Stelle treten kann euch gleichzeitig auch einen hohen Preis kosten: aufgrund der aggressiven Gegner-Taktung solltet ihr ständig in Bewegung bleiben, damit eure wertvolle Lebensenergie nicht zunehmend angeknabbert wird. Einhergehend mit dem Motto Angriff-ist-die-beste-Verteidigung lautet euer Credo somit also: immer schön in Bewegung bleiben! Die zufallsgenerierten Stages von Strafe harmonieren zudem wunderbar mit den Rogue-like Ansätzen des neuen-alten Shooters.

Packshot zu StrafeStrafeErschienen für PC und PS4 kaufen: Jetzt kaufen:

Kein Multiplayer

Ach, eins noch: Multiplayer is’ nicht! Es wird drei verschiedene Einzelspieler-Modi und sogar eine kleine, absurd-feine Story geben. Pixel Titans’ Thom Glunt bringt den Grund für den fehlenden Multiplayer kurz und durchaus glaubwürdig auf den Punkt: das Team war einfach zu klein und die Entwicklungsressourcen dementsprechend arg begrenzt. Daher die Konzentration auf Nur-Einzelspieler.

Im Gameplay-Trailer der PC-Version (eine PS4-Umsetzung ist ebenfalls in Arbeit, erscheint aber später) bekommt ihr einen ersten Eindruck, wie irre und actionreich es in Strafe zugeht. Wer gleich erfahren möchte, wie gut sich 1996 anfühlt, liest weiter in unserem Ausblick.

Strafe - Gameplay TrailerEin weiteres Video