„Ich muss meinen Eltern beweisen, dass ich auf eigenen Beinen stehen kann.“ Das denken im Laufe ihres jungen Lebens viele Teenager und genau das treibt den Charakter bei Story of Seasons: Trio of Towns an. Schon mal eine gute Grundlage, um sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Doch sobald ich meine neue Farm betrat und mir mein Onkel Frank erklärt hatte, dass ich zwischen drei Städten hin und her wandern kann, war ich neugierig – das ist doch ein neues Feature. Ob es uns begeistert hat, lest ihr in unserem Test.

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Was macht man in einem Farming-Simulator? Ihr wacht morgens auf, bewässert und düngt eure Felder und kümmert euch um eure Tiere. Zunächst müsst ihr genügend Geld erwirtschaften, um euch die Samen, den Dünger, die Tiere und das Futter überhaupt leisten zu können. Dafür könnt ihr Teilzeitjobs annehmen, bei denen ihr Briefe und Pakete zustellt oder anderen Farmern dabei helft, ihre Felder zu bewirtschaften.

Ein wichtiger Aspekt von Story of Seasons: Trio of Towns ist die Stadtverbundenheit. Um diese zu stärken müsst ihr mit den Bewohnern sprechen und sie mit Geschenken überhäufen. Das alltägliche Leben eines Farmers eben.

Story of Seasons: Trio of Towns - Endlich macht die Kuh wieder Muh

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Mit Story of Seasons: Trio of Towns geht der beliebte Farmsimulator in ein neues Abenteuer und wir haben es getestet.
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Story of Seasons: Trio of Towns wird oft auch als Story of Seasons 2 bezeichnet. Da der Vorgänger mich komplett überzeugt hat, war ich auf diesen Teil unglaublich gespannt. So startete das Spiel natürlich mit einer Charaktererstellung und es schlich sich der Gedanke ein, dass es hier nichts Neues gibt. Viel könnt ihr nicht einstellen. Die übliche Haarfarbe, Augenfarbe, Hautfarbe, Gesichtsausdruck und das Geschlecht. Die Darstellung im Menü empfand ich allerdings als gelungener im Vergleich zum Vorgänger.

Die Reise geht los – Die Story

Nachdem ich meinen Charakter erstellt und einen kurzen Rückblick auf meine Kindheit erhalten habe, fand ich mich im Wohnzimmer des Hauses meiner Eltern wieder. Der Vater eröffnete mir, dass wir wegen seiner Arbeit erneut umziehen müssen und da packte meine weibliche „Gerda“ die Gelegenheit beim Schopf und beichtete ihrem Vater, dass sie nicht mitkommen wolle und lieber selbstständig als Farmerin arbeiten möchte.

Packshot zu Story of Seasons: Trio of TownsStory of Seasons: Trio of TownsErschienen für 3DS kaufen: Jetzt kaufen:

Der Papa redete sich in Rage, denn er glaubte nicht, dass Gerda dazu in der Lage sei. Und hier kommt jetzt mein und euer Können zum Schuss – gelingt es euch, dem Vater zu beweisen, dass ihr eben doch tolle Farmer seid?

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Jetzt steht ein Familiengespräch an: Papa erzählt Gerda (mit den lila Haaren) vom Umzug
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Glücklicherweise gibt es einen Onkel Frank, der bereits Farmer ist und euch in das Landleben einführt. Ihr bekommt die üblichen Einweisungen in die Feldarbeit und eine Erklärung, dass ihr momentan nicht alle Städte bereisen könnt, da die Wege zunächst entsperrt werden müssen. Es ist keine schlechte Idee, denn so könnt ihr euch in Ruhe in Story of Seasons: Trio of Towns einspielen. Sobald ihr nämlich Zugang zu den anderen Städten bekommt, kann alles etwas chaotischer werden. Ihr werdet im Verlauf des Spiels noch mit genügend Aufgaben überschüttet.

Nach dieser Einleitung werdet ihr von Onkel Frank mit den üblichen Geschenken für den Start in das Farmerleben entlassen und könnt euch auf die Arbeit stürzen.

Durch die drei Städte bekommt das neue Story of Seasons viel mehr Abwechslung, die mich noch lange am Ball halten wird – ja, ich bin süchtig und die Kuh macht endlich wieder Muh!Fazit lesen

Die Einfachheit mindert nicht den Reiz

Möglicherweise liegt es daran, dass ich das erste Story of Seasons und auch einige Harvest-Moon-Teile gespielt habe, aber der Einstieg in SoS: Trio of Towns schien mir wesentlich einfacher als bei den Vorgängern. Durch die Teilzeitjobs konnte ich schnell Geld erwirtschaften, um mir davon alle nötigen Items zu kaufen, damit es in der Story weitergeht.

Doch nicht nur das Geldverdienen scheint schneller von der Hand zu gehen, sondern auch die tägliche Begrüßungsrunde. Wo ihr zuvor die einzelnen Charaktere ansprechen musstet, reicht es jetzt im Vorbeigehen die linke Schultertaste zu drücken. Meine Gerda winkt und die anderen antworten. So spare ich Zeit für die wichtigeren Dinge im Leben – die Bachelors.

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Erneut habt ihr die Wahl zwischen zahlreichen heiratswilligen Charakteren. Für wen werdet ihr euch entscheiden?
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Begehrte Features rocken weiterhin

Die Junggesellen und Junggesellinnen sind weiterhin eine Herausforderung, denn ihr müsst sie über einen sehr langen Zeitraum betüddeln und bespaßen, bis sie euch endlich heiraten wollen. Dadurch, dass es eben doch etwas dauert, bis alle Heiratskandidaten im Spiel auftauchen, fühlte ich mich wieder gezwungen, den ersten anzuflirten, der mir über den Weg lief.

Besonders erfreulich war unsere erste Begegnung nicht, denn er eröffnete mir gleich zu Beginn, dass er schockiert war, als er hörte, ein junges Mädchen würde eine Farm leiten wollen. Meine Entscheidung stand fest – er wird es nicht! Und doch verbringt man im Spiel so viel Zeit mit den ersten Bewohnern, die man kennenlernt, dass sich die Meinung durchaus ändern kann.

Dadurch, dass ihr die Stadtverbundenheit zu den einzelnen Städten erhöhen müsst, beschenkt ihr die Bewohner mit den besten Geschenken und sorgt dafür, dass sie euch mögen. Die Junggesellen sind mit weißen Blumen gekennzeichnet, die je nach Zuneigung ihre Farbe verändern. Bis ihr alle Heiratskandidaten freigeschaltet habt, kann es schon sein, dass ihr euch bereits mit einem anderen so gut gestellt habt, dass ihr euch die Arbeit bei einem anderen nicht machen wollt – so erging es mir. Doch das ist kein neues Problem und den Fans der Reihe sicherlich bekannt.

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Gute Farmer werden mit Kostümen belohnt und die geben wiederum Boni. Lust als Mario über die Felder zu flitzen?
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Warum es nicht langweilig wird

Jeder kann das Spiel auf seine eigene Art und Weise erleben. Wer sich auf die Tiere konzentriert, schaltet dort auch schneller neue Waren in Geschäften frei. Wer lieber seine Felder bewässert und nebenbei gerne angelt, wird auch hier viele neue Köder freischalten. Am Ende tut man aber doch alles, denn so bleibt das Spiel vielfältig und wird nicht langweilig.

Die drei Städte, die alle ihre eigene Kultur haben, bieten ebenfalls Abwechslung. Hier könnt ihr euch aussuchen, in welchem dieser Orte ihr die meiste Zeit verbringen wollt. Zumindest am Anfang ist es noch gut, sich nicht überall 100%ig einzubringen, weil man dann schnell an seine Grenzen kommt.

Story of Seasons: Trio of Towns sollte man genießen und sich dafür viel Zeit nehmen. Es ist kein Spiel, dass man nebenbei mal kurz zocken kann. Versucht ihr alle Ziele so schnell wie möglich zu erreichen, wird euer Landleben zu einem Horrortrip voll von stressigen Erledigungen und Aufgaben. Hier gilt: Was ihr heute nicht schafft, verschiebt ihr eben auf den nächsten Tag. Vorrang haben dabei natürlich die Termine, die in eurem Kalender festgelegt sind – die solltet ihr nicht verpassen.

Haltet ihr euch an die Keinen-Stress-Regel, werdet ihr mit Story of Seasons: Trio of Towns ein meditatives und unterhaltsames Spiel bekommen, das euch sogar über Wochen oder Monate (und damit meine ich die Echtzeit) bei Laune halten wird.