Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) reichte gegen Valve Klage ein, weil man keine Einigung im Bezug auf die Accountbindung eines Spieles und die Nichtübertragbarkeit des Spieleraccounts auf Dritte erzielen konnte.

Steam - vzbv reicht Klage gegen Valve wegen Accountbindung ein

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Ab morgen lässt Valve auch diejenigen Spieler auf ihre Softwarebibliothek zugreifen, die den AGBs nicht zustimmen.
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Valve wolle weiterhin an dem bisherigen Geschäftsmodell festhalten und verbietet darüber hinaus in seinen Nutzungsbedingungen die Übertragung der Accounts an Dritte. Zwar wäre theoretisch der Verkauf bzw. die Weitergabe der Spiele möglich, jedoch ist das nicht machbar, da diese eben an den jeweiligen Account gebunden sind und dieser nicht verkauft werden darf.

"In diesem Zusammenhang spielt es also auch keine Rolle, ob der Verbraucher ein Spiel auf einem Datenträger oder per Download kauft – er kann es faktisch nicht weiterverkaufen. Der vzbv hat aus diesem Grund im Januar 2013 Klage gegen den Spielehersteller Valve eingereicht, um zu erreichen, dass Verbraucher gebrauchte Online-Spiele tatsächlich weiterverkaufen dürfen", heißt es.

Dabei geht der vzvb der Frage "Voller Kaufpreis und nur halbes Eigentum?" nach. Schließlich bezahle der Nutzer auch bei Brett- und Kartenspielen ebenso wie bei Software den vollen Kaufpreis, könne diese aber verschenken, verkaufen oder anderen ein Nutzungsrecht dafür einräumen.

"Diese Möglichkeiten bleiben ihm bei einer Spiele-Software oft verwehrt. Technische Hürden und das Verbot der Weitergabe und des Verkaufs hindern den Käufer einer Spiele-Software daran, mit seinem Eigentum zu verfahren wie er möchte", schreibt der vzvb.

Und auch wenn das Unterlassungsverfahren nur teilweise fruchtete, so wird ab morgen, dem 31. Januar 2013, auf Pop-up-Fenster bei neuen Nutzungsbedingungen verzichtet. Denen musste man bislang zustimmen, um die Plattform überhaupt weiterhin nutzen zu können. Das soll sich dann ab morgen aber ändern, wodurch man auch dann Zugriff auf die Spielesammlung erhält, wenn man den AGBs nicht zustimmt - wie das genau im Detail aussehen wird, bleibt abzuwarten.