Der Verkauf von Keys außerhalb von Steam schadet Valve auf lange Sicht. Kein Wunder also, dass die Betreiber der beliebtesten Spieleplattform nun mit einer einfachen Maßnahme dagegen vorgehen. Hierbei geht es vor allem um die Keys, die von den einzelnen Entwicklern selbst weitervertrieben werden.

Steam - Valve schränkt Verkauf von Keys außerhalb von Steam ein

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Steam wehrt sich gegen günstige Spiele-Bundles.
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Diese Entwickler können bei Valve Keys für ihr Spiel anfordern, um sie außerhalb von Steam zu vertreiben. Bislang lief der Service automatisch ab. Nun will Valve jede Anfrage genau überprüfen. Grund: Werden die Keys außerhalb von Steam günstiger angeboten, bleiben die Kosten zur Generierung der Keys und für den Betrieb von Steam bei Valve hängen. Sie sehen dann von den günstig verkauften Spielen keinen Cent. Sean Jenkin, ein Mitarbeiter von Steam, der sich vor allem um den Kontakt zu den Entwicklern kümmert, hat in einem Forum ein Beispiel gepostet. Sollte ein Spiel sich ein paar tausend Mal verkaufen, der Entwickler aber plötzlich 500.000 Keys anfordern, wird der Sache nachgegangen.

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Überprüfen der Intentionen

In einem solchen Fall soll überprüft werden, ob die Forderung nach zusätzlichen Steam-Keys gerechtfertigt ist. Reichen die Verkäufe aus? Ist das Spiel erfolgreich genug? Und wie berechnen sich die Kosten für Valve und den Entwickler des betreffenden Spiels? Erst wenn alle Faktoren einberechnet wurden, gehen die Keys an den Entwickler raus. So soll es auf lange Frist zu weniger Bundles kommen, die beispielsweise zehn Steam-Spiele für eine Handvoll Dollar anbieten. Ob dies aber auch zu Schäden bei Indie-Entwicklern führt, die ihr Spiel so vorantreiben wollen, bleibt abzuwarten.