Entwickler RosePortal Games wurde von Valve zurechtgewiesen, nachdem herauskam, dass man im Austausch für Reviews kostenlose Steam Keys zum Spiel Epic Quest of the 4 Crystals anbot. Doch nicht genug, Valve löschte auch noch sämtliche Reviews.

Steam - Valve rügt Entwickler für kostenloses Spiel im Austausch gegen Reviews

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RosePortal Games' RPG-Parodie Epic Quest of the 4 Crystals
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Wenn euch ein Publisher / Entwickler ein Spiel anbietet, und zwar kostenlos, und euch lediglich darum bittet, ein Review zu verfassen, wäre das in euren Augen dann unlauterer Wettbewerb? Eine Manipulation, die geahndet gehört? Oder findet ihr das rechtens?

Valve jedenfalls sah darin einen Verstoß gegen die eigenen Bestimmungen, als sie spitzbekamen, dass Entwickler RosePortal Games Steam-Nutzern kostenlose Steam Keys für das Spiel Epic Quest of the 4 Crystals im Austausch für Reviews anbot. Daraufhin mahnte das Unternehmen den Entwickler ab:

"Es ist uns zu Ohren gekommen, dass Aldorlea Games und RosePortal Games Steam-Nutzern Geschenke gemacht oder anderweitig kompensiert haben, damit sie Reviews zum Spiel Epic Quest of the 4 Crystals verfassen. Das ist eine Manipulation des User Review Systems, die wir nicht erlauben."

Da das Unternehmen nicht erkennen konnte, welche der Reviews nun aufgrund eines geschenkten Steam Keys verfasst wurden und welche aus freien Stücken entstanden, hat es kurzerhand einfach sämtliche Reviews zur RPG-Parodie gelöscht. Valve unterstrich noch einmal, dass man als Reviewer in der Pflicht stehe, im Text kenntlich zu machen, dass man eine Kompensation im Austausch für das Review erhalten hat. Es sei den betreffenden Steam-Nutzern daher erlaubt, ihre Reviews wieder online zu stellen, wenn sie dies im Text angeben.

Es stellt sich hier natürlich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Immerhin hat Valve in den AGBs selbst mitgeteilt, dass es erlaubt wäre, solange man es nicht verheimlicht. Von daher gäbe es eigentlich keinen Grund, warum man den Entwickler und die Steam-Nutzer abstrafen musste.

Denn das Problem wäre wenn, dann hausgemacht: Valve pusht Spiele in den Sucheinstellungen von Steam anhand der Reviews. Je mehr Reviews ein Spiel hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei der Suche auftaucht. Und das bedeutet im weiteren Sinne auch eine höhere Verkaufschance und somit mehr Einnahmen. Ein Entwickler handelt selbstverständlich im eigenen Interesse, aber auch verständlich, wenn alles versucht wird, um das Spiel in die vorderen Reihen zu bringen. Besonders bei Indie-Titeln, die sich zumeist über Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten, ist eine solche Art der Werbung unabdingbar. Besonders in dem Chaos aus unzähligen Titeln, die mittlerweile den Shop überfluten.

Und solange Valve dieses Problem nicht anderweitig löst, wird sich das auch nicht ändern. Und wenn man darüber nachdenkt, ist es doch eigentlich eine Win-Win-Win-Situation, sowohl für den Entwickler, für die Begünstigten als auch im Endeffekt für Valve selbst.

Epic Quest of the 4 Crystals ist derzeit sogar im Sale und kostet nur 5,99 Euro.

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