Merke: Drohe niemals Steams Boss Gabe Newell mit Mord. Ganz besonders nicht als Indie-Entwickler. Er lässt sonst dein Spiel aus Steam löschen.

Steam - Indie-Entwickler droht Gabe Newell mit Mord, Spiel wird von Steam gelöscht

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 162/1641/164
Entwickler Mike Maulbeck hätte wohl eher einen Maulkorb gebraucht
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Als Steam Paranautical Activity als Teil einer Gruppe von Spielen mit Halloween-Thema bewarb, hätte wohl niemand gedacht, dass Code Avarices Spiel am Ende des Tages komplett von Steams Verkaufsplattform gelöscht sein würde.

Das Problem war, dass Steam das Spiel von Erfinder Mike Maulbeck als Early Access Titel bewarb, obwohl Maulbeck und sein Team Paranautical Activity erst vor kurzem fertiggestellt und als Vollversion veröffentlicht hatten. Kein Wunder also, dass Maulbeck nicht gerade erfreut über Steams Fauxpas war. So twitterte er:

Doch das war noch lange nicht alles. Maulbeck twitterte sich geradezu in Rage. "Erst zwangen sie mich dazu, das Spiel zu verschieben, weil man nicht an Wochenenden veröffentlichen darf, und jetzt das", so Maulbeck über Twitter. "Steam ist das inkompetenteste Stück Scheiße."

"Das verdammte Steam zieht mir nur mein verdammtes Geld aus der Tasche. Gibt den Leuten die Falschinformation, mein Spiel wäre noch im verdammten Early Access."

"Ich hoffe, dass Steam nicht mehr so ein scheiß Monopol besitzt, wenn mein nächstes Spiel erscheint."

Dann folgte allerdings dieser verheerende Tweet:

Steam - Indie-Entwickler droht Gabe Newell mit Mord, Spiel wird von Steam gelöscht

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 162/1641/164
Welch Ironie, dass sein Twitter-Account auf Mike Murderbeck hört
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zwar entfernte er diesen Tweet ganz schnell wieder, doch der Schaden war bereits angerichtet. Valve entfernte daraufhin Paranautical Activity von Steam. "Ja, wir haben die Verkaufsseite des Spiels entfernt und die Geschäftsbeziehung zum Entwickler beendet, nachdem er androhte, einen unserer Mitarbeiter zu töten", so Valves Sprecher Doug Lombardi zu Polygon.

Daraufhin twitterte Mike Maulbeck noch einmal: "Welp. Paranautical Activity ist nicht mehr auf Steam. Das wars jetzt mit Videospielen. Es war scheiße, solange es anhielt."

Er habe sich zwar sofort entschuldigt, und auch erklärt, dass er es nicht so gemeint habe, doch er glaube, dass nichts mehr zu retten sei, jetzt da sein Spiel von Steam gelöscht wurde.

"Ich habe ihnen bereits geantwortet, und ihnen mitgeteilt, dass ich es nicht ernst gemeint habe, und darum gebeten, dass sie doch bitte ihr Monopol auf dem PC-Markt bedenken sollten, bevor sie uns kicken", so Maulbeck. "Aber wir müssen der Realität ins Auge blicken. Wenn sie das Spiel vom Laden genommen haben, dann meinen sie es verdammt ernst mit ihrer Entscheidung. Da wird es wohl nichts mehr zu retten geben."

Das war aber beileibe nicht das erste Mal, dass Maulbeck und sein Team von Code Avarice Probleme mit Steam hatten. Denn letztes Jahr durften sie Paranautical Activity bereits nicht auf Steam veröffentlichen, da sie das Spiel ursprünglich über Steam Greenlight auf die Plattform bekommen wollten, dann aber mit Adult Swim einen Publisher an Bord ziehen konnten. Valve verweigerte daraufhin die Veröffentlichtung, da man anderen Indie-Entwicklern nicht den Eindruck vermitteln wollte, man könne Steam Greenlight einfach umgehen.

Doch das Leben geht weiter, und hey, Maulbeck teilte mit, dass man außerhalb Steams im Laufe des Tages bereits 12 Kopien von Paranautical Activity verkaufen konnte.

2 weitere Videos