Mit der VR-Brille Vive haben Valve und HTC bereits ihren Vorstoss in die virtuelle Realität angekündigt. Nun enthüllte Steam auf der Game Developers Conference 2015 mit Steam Link auch einen Mikrocomputer für das Streamen von Inhalten.

Steam - GDC 2015: Valve kündigt Steam Link für Streaming an, Source 2-Engine kostenlos für Entwickler

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuSteam
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 151/1521/152
Mit dem Steam Link wird In-Home-Streaming ermöglicht
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Valves Einzug in die Wohnzimmer rückt immer näher. Weg vom Umfang einer PC-Plattform hin zur leichten Bedienbarkeit und Zugänglichkeit einer Konsole für den Massengebrauch. Hersteller wie Alienware und Falcon Northwest haben bereits Steam Machines für November angekündigt. Doch bei Preisen von 500 Dollar ist es klar, dass sich nicht jeder gleich eine solche ins Wohnzimmer stellen wird. Erst recht nicht, wenn man gerade erst eine PS4 oder eine Xbox One angeschafft hat. Für diesen Fall hat Valve genau die richtige Lösung: Steam Link. Damit kann von jedem kompatiblen Gerät aus direkt gestreamt werden solange es sich innerhalb des Heimnetzwerks befindet und direkt erkannt wird. Solltet ihr also einen starken Gaming PC in eurem Arbeitszimmer oder sonstwo stehen haben und mal eine Runde Gang Beasts mit Freunden im Wohnzimmer spielen wollen, steht dem Ganzen dank Steam Link nichts mehr im Wege. Steam Link arbeitet aber nicht nur mit Windows, Mac und Linux, sondern auch mit den Steam Machines selbst.

Drei USB-Anschlüsse, HDMI-Out und Ethernet-Anschluss garantieren optimale Konnektivität. Steam Link unterstützt Full-HD-Auflösung und 60 Hz und soll rund 50 Dollar kosten. Erscheinen wird es noch im November 2015, zeitgleich mit dem Steam Controller, der ebenfalls bei 50 Dollar liegen soll, und auch den ersten Steam Machines. Die internationalen Preise sollen zeitnah veröffentlicht werden.

Doch das war noch gar nicht alles, denn Valve kündigte zudem an, dass die Source 2-Engine in Zukunft für Entwickler kostenlos zur Verfügung stehen wird. Damit folgt man wohl dem Vorbild von Epic Games, die gerade erst angekündigt haben, dass die Unreal Engine 4 keine monatlichen Gebühren mehr kosten wird.

"Mit Source 2 ist es unser Ziel, die Produktivität der Schöpfer zu steigern", so Jay Stelly von Valve. "Da nutzergenerierte Inhalte immer wichtiger werden, wurde Source 2 dahingehend nicht nur für professionelle Entwickler designt, sondern ermöglicht es auch Spielern selbst, an der Kreierung und Entwicklung ihrer Lieblingsspiele teilzuhaben." Wann Source 2 allerdings erhältlich sein wird, das hat Valve noch nicht mitgeteilt.

Für Steam-Nutzer sind das alles großartige Nachrichten. Wer zwar keine Konsole besitzt, aber dennoch nicht auf ein konsolenartiges Erlebnis und / oder leichte Bedienbarkeit verzichten möchte, erhält mit dieser Kombination aus Steam Machines, Steam Controller und Steam Link dasselbe geboten wie bei der Konsolen-Konkurrenz. Und dann ist da ja noch die HTC Vive.