Es kam als harmloser Plattformer daher, doch stellte sich schnell als betrügerische Malware heraus: Die Rede ist von Abstractism, einem simplen Spiel, das bis vor Kurzem noch bei Steam vertreten war. Nun wurde es von Valve entfernt, denn Virenprogramme schlugen bei der exe.-Datei Alarm und Spieler berichteten sogar davon, dass es Kryptowährung vom eigenen PC schürfte.

Abstractism wurde als entspannendes, einfaches Spiel beworben, das durch das simple Design bestechen sollte. In den Köpfen bleibt es jetzt aber wohl eher, weil es Trojaner auf dem PC installierte und angeblich ein Cryptominer war, der sich an der Kryptowährung unwissender Spieler bereicherte und diese eifrig im Hintergrund schürfte. Zwar wurde das Spiel mittlerweile von Steam entfernt, doch der Schaden wurde bereits angerichtet.

Auf die negative Bewertung eines Spielers, der sich sicher war, dass das Spiel im Hintergrund Bitcoins von ihm schürfe, reagierten die Entwickler von okali.union erst mit der Aussage, dass es sich lediglich an der Währung Monero bediene. Später wurde dieser Absatz entfernt und lediglich der Widerspruch blieb.

Zudem wurde der Steam-Marketplace plötzlich von Items aus Abstractism überflutet, die zwar seltenen und überaus begehrten Items aus anderen Spielen ähnelten (beispielsweise dem goldenen Raketenwerfer aus Team Fortress 2), jedoch lediglich ein billiger Abklatsch waren, der weder die Wertigkeit, noch den Einsatz im entsprechenden Spiel darstellte.

Nicht ganz legal geht es auch in diesen Spielmethoden zu:

Einige Spieler ließen daraufhin ihr Virenprogramm laufen und siehe da: die scheinbar harmlose Datei steamservice.exe wurde als Trojaner erkannt. Zusammen mit der hohen Rechenleistung, die das doch recht simple Spiel beanspruchte, wurde es dann vielen zu unsauber und sie mieden den Plattformer. Auch Steam reagierte nun auf die Userbeschwerden: Abstractism wurde entfernt.