In Undead Labs' State of Decay muss man als Spieler eine Zombie-Apokalypse überleben. Wer hätte gedacht, dass im Hintergrund noch heimlich eine gänzlich andere Apokalypse im Gange war? Wie Undead Labs' Designer Geoffrey Card auf der PAX East in einem Interview mitteilte, haben einige Auftragnehmer wohl still und heimlich unzählige Penisse ins Spiel eingearbeitet.

State of Decay - Zombie-Survival-Spiel war voller Penisse

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 33/381/38
Entdeckt wurden die Phalli wohl von niemanden
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Easter Eggs sind ein sehr beliebtes Element in Videospielen. Das erste tauchte 1979 in Warren Robinetts Spiel Adventure für das Atari VCS 2600 auf. Weil Atari seinen Entwicklern keine Credits erlaubte, schmuggelte Robinett den Hinweis "Kreiert von Warren Robinett" in das Spiel. Seither gab es immer wieder informative, lustige oder gameplay-erweiternde Easter Eggs zu bestaunen.

Wenn man so will, gab es in diesem Fall keine Ostereier, sondern das wurstige Gegenstück. Wie Undead Labs' Designer Geoffrey Card bei einem Interview auf der PAX East mitteilte, hatten sich einige Auftragnehmer wohl einen ganz besonderen Scherz einfallen lassen. Aufgrund der Tatsache, dass Undead Labs als Indie-Studio zu klein war, um ein Open-World-Titel wie State of Decay alleine zu stemmen, heuerte man zusätzliche Arbeitskräfte an. Was die Entwickler nicht wussten, die Auftragnehmer hatten wohl eine sehr Tyler Durden-mässige Auffassung davon, sich zu verewigen: Sie brachten überall im Spiel kleine Penisse per Zeichnung an. Und zwar eine ganze Menge davon. Aufgrund der niedrigen Auflösung des XBLA-Titels blieben die Symbole der Männlichkeit sowohl bei Testern als auch bei Undead Labs allgemein völlig unbemerkt. Somit schafften sie es sogar in die finalen Releases. Interessanterweise wurden die Phalli aber nicht mal in der PC-Version bemerkt, obwohl dort eine weitaus höhere Auflösung möglich ist.

Erst als man an der Year One Edition für die Xbox One mit Full-HD-Auflösung arbeitete, bemerkte man den kleinen Scherz der Auftragnehmer. Mittlerweile hat das Team die Visitenkarten entfernt. Microsoft meldete sich ebenfalls mit einem Statement zu Wort:

"Undead Labs war sich über die betreffenden Texturen nicht im Klaren bis sie damit begannen, die Texturen für State of Decay: Year-One Survival Edition zu exportieren, und jene sind in der ursprünglichen Version von State of Decay nicht sichtbar. Undead Labs arbeitet nicht mehr mit dem betreffenden Auftragnehmer zusammen und dieses Material wird in der State of Decay: Year-One Survival Edition nicht mehr aufzufinden sein."

Stellt sich dann nur die Frage, ob sich die Auftragnehmer verewigen oder doch auf gewisse Zustände hinweisen wollten. Vielleicht, dass es in der Spieleindustrie noch immer zu wenig Frauen gibt? In ein paar Jahren fällt das unter die Rubrik "Unnützes Gamingwissen".

State of Decay ist für Xbox 360 und seit dem 05. November 2013 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.