"Ein Spiel ums Überleben, das weiß, wohin es will. Wunderbare Beschäftigung für viele Stunden." - Sebastian Thor

Unbekümmert pflügt State of Decay über ein dutzendfach beackertes Feld. Es sieht dabei vielleicht nicht wunderschön aus, macht aber auf Anhieb so vieles richtig, dass es schwerfällt, es nicht als etwas Besonderes anzuerkennen.

Die Endzeitvision aus Seattle versteht "Open-World" nicht vorrangig im Sinne von kilometerweiter Karte mit Tausenden Symbolen, die stillschweigend auf euch warten, sondern baut um euch herum eine sich bewegende Welt – in der man auch böse scheitern und auf die Nase fallen kann. Und Entscheidungen treffen muss. Es streckt die Hand hier und da zum Gruß in Richtung Rockstar und Dead Rising, bringt aber selbst viele hervorragend funktionierende Ideen mit, für die man das Debüt der Undead Labs sofort ins Herz schließen kann.

State of Decay wäre dankbar für ein, zwei Patches, hat teils arge Performance-Probleme, ist nicht so poliert, wie es millionenschwere Großproduktionen sein können. Dafür hat es eine Vision und opfert sie nicht für etwas außerhalb seiner eigenen Identität. Zwanzig Euro sind kein Geld dafür.

State of Decay ist auf dem Xbox-Live-Marktplatz für 1600 MS-Punkte erhältlich. Eine PC-Version befindet sich zurzeit in Arbeit.

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State of Decay ist für Xbox 360 und seit dem 05. November 2013 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

Pro

  • Jede Menge Freiheiten
  • Lärm als wichtiges Element
  • Bissige, ernstzunehmende Zombies
  • Jede Menge zu tun
  • Cooles "Survival"-System
  • Viel zu entdecken
  • Große Spielwelt

Contra

  • Technisch weit hinterher
  • Holprige Animationen, Pop-ups
  • Ruckeln

Grafik

Man muss Abstriche machen. Das Spiel ruckelt hier und da, es hat auffällige Pop-ups, der Landschaftsaufbau ist nicht so harmonisch wie in Großproduktionen mit offener Welt, alles ist eine Spur kantiger, vieles flackert und krümelt. Und trotzdem kann man sich stundenlang in State of Decay verlieren. Für ein Indie-Spiel in dieser Größenordnung eine ordentliche Leistung.

Sound

Hier kann man nicht viel meckern. Der Soundtrack hält sich vornehm zurück und kommt nur dann nach vorn, wenn er gebraucht wird. Die englischen Sprecher sind gut, der Rest auch.

Gameplay

State of Decay steckt voller cleverer Ideen, vom Ressourcensammeln über das Ausknobeln von Nachschublinien, das Errichten von Außenposten bis hin zu Upgrades für die Basis und das hin und her schwingende Moralpendel. Langweilig wird es hier so schnell garantiert nicht.