Über ihren Twitter-Account heizte Schauspielerin Roseanne Barr den Kollegen ihrer neuen Sitcom ordentlich ein und kündigte sogleich ihren Ausstieg aus der TV-Branche an: "Ich werde nie wieder im Fernsehen arbeiten. Ich werde es nicht einmal mehr versuchen."

Ob das wirklich so kommen wird, bleibt abzuwarten, da sie später noch schrieb: "Wie auch immer, keine betrunkenen Tweets spät in der Nacht mehr für mich." Jedenfalls wirft sie der Showrunnerin vor, die sie nicht beim Namen nennt (wahrscheinlich Linda Wallem), sie von dem Schreibprozess ausgeschlossen zu haben. Ihre eigenen Entwürfe sollen zudem zensiert worden sein - sie fühle sich, als wurde sie ein Jahr lang beschimpft / angegriffen.

Die Showrunnerin habe sie sieben Wochen ignoriert und ihr mitgeteilt, dass das Drehbuch ihre Sache wäre. Die Macher hätten kein Interesse daran, Roseanne in die Entwicklung der neuen Show einzubinden. Und auch wenn ihr das Drehbuch nicht gefiel, da sich beispielsweise kaum Witze darin befinden und sie keine Verbindung zu den Figuren aufbauen kann, versuchte sie freundlich zu bleiben. Ihre Familie habe ihr geraten, einfach auszusteigen, doch sie habe weitergemacht - nicht zuletzt deshalb, weil sie sehen wollte, was am Ende herauskommt.

Sie möche sich den Regeln des Fernsehens nicht mehr länger unterwerfen. Stattdessen will sie eine Internet-Sitcom auf die Beine stellen, in der obszöne Sprache, Nacktheit und auch "violence politically incorrect analysis & channelling The Immutable Goddess" enthalten sein sollen.