„Unsere finalen Eindrücke - kurz vor der Beta“, titelte unsere letzte Vorschau zum Multiplayer-Part von „Starcraft 2“. Da war es um die 28 Grad heiß, irgendwann im vergangenen Hochsommer. Blizzard ließ sich trotzdem Zeit, nahm auf unsere Überschrift keine Rücksicht. „Kurz“ ist sicherlich anders. Jetzt, ein dreiviertel Jahr später, dürfen wir endlich. Endlose Multiplayer-Schlachten schlagen. Einheitenwerte vergleichen. Das neue Battle.Net testen. Unsere gesammelten Eindrücke lest ihr hier.
Neues, altes Spielgefühl
Zum allgemeinen Spielablauf brauchen wir wohl keine Worte mehr verlieren. Dass sich „Starcraft 2“ im Grunde wie sein altehrwürdiger Vorgänger anfühlt, haben wir bereits mehrmals berichtet, haben darauf hingewiesen, dass die Geschwindigkeit sich leicht erhöht, Upgrades nun schneller erforscht werden, Bauvorgänge beschleunigt wurden. Terraner, Protoss und Zerg konnten wir ebenfalls schon mehrmals anspielen, auch hier bleiben Rollenverteilung und Eigenarten gleich.
Seit unserer letzten Preview hat sich nochmal Einiges getan.Trotzdem überraschen die ersten Minuten mit der Beta. Viele Einheiten wurden seit unserem letzten Testspiel (Juni 2009) noch einmal überarbeitet. Der mächtige Thor der Terraner diente 2009 noch als Flugabwehr-Bollwerk, jetzt befeuert er ausschließlich Bodenziele. Und das Mutterschiff der Protoss darf nun doch wieder ordentlich austeilen, nachdem man vergangenes Jahr vorübergehend eine reine Supporteinheit aus der schicken Alien-Untertasse gemacht hatte.
Etwas Umgewöhnung ist bei Zerg-Partien gefragt: Den sogenannten „Kriecher“, also jene schleimige Schicht, auf der die Zerggebäude errichten werden, erweitert man nun nicht mehr durch den Bau einer Tiefenkolonie, sondern durch die Overlords. Auf Befehl besprühen diese nun den Boden unter sich mit Kriecher-Sekret. Das gestaltet zwar den Zerg-Basenbau etwas flexibler, ist aber auch gefährlicher. Werden die Overlords abgeschossen, ist’s Essig mit der Immobilienplanung.
Die Entwickler werden sich auch weiterhin der Wünsche der Spieler annehmen.Und in der Beta dürfte sich das Rad der Einheitenevolution stetig weiter drehen: Schon nach den ersten Tagen füllt sich das offizielle Starcraft-Forum mit Wünschen der Spieler. Aktuell werden die Tier-1-Einheiten als zu stark empfunden, ein kleiner Stoßtrupp der terranischen „Rächer“ kann z.B. im frühen Spiel mühelos eine ganze Basis einäschern. Manche der großen (und sündhaft teuren) Einheiten wie der Thor kippen hingegen nach wenigen Schüssen um – hier stimmt das Verhältnis von Schaden und Lebensenergie noch nicht.
Viele Matches sind dadurch relativ schnell vorbei – wir haben Partien erlebt, die keine 15 Minuten andauerten. Da macht es natürlich wenig Sinn zu „techen“, sprich Gebäude und Einheiten auf eine höhere Ausbaustufe upzugraden. Die berüchtigten Rush-Taktiken (also billige Massenproduktion in Kombination mit frühem Angriff) sind daher momentan sehr beliebt in vielen Spielen.
Exklusive Screenshots aus der Beta



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Dennoch können wir die Balance bisher nur loben: Selbst auf die hinterhältigste Taktik können pfiffige Spieler eine Konter-Strategie ausmachen. Für blutige Anfänger – dass muss man an dieser Stelle der Fairness halber erwähnen – ist „Starcraft 2“ aber vor allem online nicht wirklich zu empfehlen. Der Micromanagement-Anteil hat sich aufgrund zahlreicher neuer Fähigkeiten sogar noch mal erhöht.



























Nun... wir haben kein hochleistungs Internet und 56 k Modem (kaum zu glauben!!) ... was bringt mir das "alte fast gleiche" Spielgefühl wenn ich es nur online erleben MUSS. Da greif ich lieber zum alten Starcraft mit dem "original" Spielgefühl. Diese "Ich-brauch-internet" Sache regt mich tierisch auf und alle ignorieren es! Es gibt wirklich keinen Grund wieso ich mir das Spiel kaufen sollte.
Na gut... Fans werden sich eh darüber freuen, egal wie gut oder schlecht es ist und freuen sich schon über die "bessere Grafik". Als normaler Spieler greif ich lieber zu anderen Spielen. Die Beta hab ich bei einen Freund gesehen. Es ist einfach schlicht und ergreifend nichts besonderes! Aber Blizz steht ja für qualität angeblich. Da wird es sowieso gute Kritiken geben und Fans die begeistert "juhuu" rufen.
Simple taktik. Warum mal was neues wagen? Stattdessen etwas altes auftischen, in eine neue engine packen, vieleicht noch eine neue campangne mit vieleicht neuer story auftischen und das ganze 10 oder mehr Jahre später als den Renner verkaufen. Das schafft wirklich nur Blizzard mit hilfe der Fans!
Warten wir nochmal 15 jahre ab... dann kommt bestimmt SC3 ... Wieder in einer neuen engine und einen neuen singleplayer *Welch Freude*. Und die Fans oder die neue heranwachsende Generation greift dumm zu.
Beta das ich nicht lache ... das ist die Größte Verarschung der Videospiel Geschichte und alle machen mit!
das kommt daher weil im tooltipp noch nur boden steht.
anders ausgedrückt mir kommt der eindruck das der schreiberling des artikels nicht wirklich viel gespielt hat aber viel forum gelesen und daraufhin das machwerk geschrieben hat.
bis auf einige kleinigkeiten wie dieser ist der "bericht" aber durchaus stimmig.
Gruß Missy
Ich habe z.B. schon ein komplettes 3D Rollespiel gezockt, als Blizzard noch auf 2D bei Diablo2 setzte. Genauso die billige 3d Engine von WC3, da war die Konkurenz Jahre voraus, vom rein technischen Standpunkt gesehen. In SC2 hat es den Anschein, als haben die einfach die WC3 Engine genommen und ein wenig aufgemöbelt. Die Kamerasteuerung ist exakt gleich und man kann bis auf das Heranzoomen den Zoom-Level nicht verändern, was vor allem bei sehr grossen Monitoren ärgerlich ist. Diese künstliche Einschränkung gehört nicht in ein modernes RTS. Das Höhenmodel ist genauso primitiv wie beim Vorgänger, mit flachen Ebenen und ein bis zwei Zugängen.
Manche Gebäude sehen noch etwas künstlich auf den Boden getackert aus und fügen sich nicht so gut in den Hintergrund ein. Die Animationen sind gelungen.
Die Balance stimmt (verständlicherweise) auch noch nicht ganz. So wirken manche Einheiten viel zu stark für den Aufwand, den man für sie betreiben muss, oder sie sind zu früh erreichbar.
Wir dürfen auf das Endprodukt gespannt sein.
"Vergleiche nicht den Grafikblender (Crysis) mit dem Spielspaßkönig (CS)!"
Egal ob man dem konkreten Inhalt nun zustimmt, aber die Grundaussage ist denke ich etwas, was sich viele Computerspieler ab und zu mal wieder ins Gedächtnis rufen sollten...
Technische Details sieht das Auge nicht. Es sieht ein gesamtes Bild. Und dieses passt einfach.
Das müsste man mal bewerten, nicht welche Einstellungen im Grafikmenü vorhanden sind und wie viele Polygone eine Figur hat...
Btw. sieht die Grafik in Bewegung wirklich fantastisch aus, einfach alles unglaublich stimmig und passend gestaltet.
Dann auch noch Crysis anzuführen, was nichts weiter als eine miserabel optimierte grafikdemo war, ist dann nur noch lachhaft.
Achja, bei SC1 gibt es auch im Profibereich immer mal wieder 5-Minuten-Spiele. Ich denke da an lustige Protoss-Rush-Strategien, die man nach 10 Minuten Übung hinkriegt.