Starcraft gehört neben Spielen wie Age of Empires zu den Urgesteinen des Echtzeit-Strategie-Genres. Während letzteres Franchise mit Age of Empires 2 HD vor ein paar Jahren eine wunderschöne Neuauflage erhielt, mussten Sci-Fi-Fans lange auf die Rückkehr des einstigen König des eSports warten. Nun aber ist es endlich so weit: In weniger als einer Woche erscheint Starcraft: Remastered. Wir haben uns die HD-Version im Detail angeschaut und berichten euch, was sich in den letzten 18 Jahren alles getan hat.

Gleich vorweg: Starcraft: Remastered ist im Grunde ein reines grafisches Update. An den Gameplay-Elementen wurde absolut nichts verändert, was bei Starcraft: Brood Wars Status allerdings auch an eine Majestätsbeleidigung grenzen würde. Die einzige spielerische Neuerung ist durch die neue Ausrichtung des Bildschirms hinzugekommen - dank 16:9 statt 4:3 habt ihr nun eine etwas weitere Sicht auf das intergalaktische Schlachtfeld.

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Braun, braun, braun sind alle Zerg-Farben - bis jetzt!

Grafisch gesehen präsentiert sich Starcraft: Remastered von seiner besten Seite, die weiten Landschaften der Planeten werden deutlich schärfer und detailgetreuer dargestellt als im Original. Bei den jeweiligen Rassen schwankt die Veränderung je nach Auswahl: Während die Terraner in full HD nicht groß anders ausschauen als im Original, zeigt sich die Überarbeitung besonders bei den Zerg. Statt einer undurchsichtigen Matschepampe vorzufinden, heben sich die verschiedenen Rot-, Braun- und Grüntöne klar voneinander ab.

Starcraft Remastered - Aus alt mach neu

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Hier zeigt sich die Veränderung klar: Links die HD-Version, rechts das Original
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Mit Sarah Kerrigan gegen den Rest des Universums

Außerdem enthalten im Spiel ist die klassische Starcraft- und Starcraft: Brood-War-Kampagne, in denen die Geschichte von Sarah Kerrigan erzählt wird, die einen großen Einfluss auf die Geschehnisse in Starcraft 2 und die Erweiterungen hat. Insgesamt gehört die Story rund um Starcraft mit dem ersten Fallout zu einer der beliebtesten weil am besten erzählten Sagen im klassischen Videospiel-Universum. Wer diese also noch nicht kennen sollte, bekommt mit Starcraft: Remastered die perfekte Gelegenheit um sie einmal selbst zu erleben.

So weit, so gut. Stellt sich nur noch die Frage: Muss man im Jahr 2017 noch ein Remaster von einem vor fast 19 Jahren erschienen Titel spielen? In Zeiten in denen 4k-Grafik anrollt und Gesichter von Charakteren realistischer aussehen denn je, die Welten offener werden als je zuvor? Ja, man sollte.

Denn Starcraft ist nicht nur ein Titel der in vielerlei Hinsicht den eSport als Massenphänomen etablierte, es ist ein wichtiges Stück Videospielgeschichte. Genauso wie jeder Literaturstudent Goethes Faust gelesen haben sollte, sollte jeder, der etwas auf sein Wissen im Videospielbereich hält, einmal Starcraft: Brood War angespielt haben. Das schnelle, unbeugsame Gameplay, die packende Geschichte, die tiefe Komplexität, die auch noch im Jahr 2017 Koreaner dazu verleitet, Brood War in einem Turniersystem zu spielen: all das macht aus diesem Spiel einen Titel für die Ewigkeit. Es lohnt sich - spätestens mit der Veröffentlichung von Starcraft: Remastered.