Star Wolves (PC-Test)
(von Patrick Streppel)

Fans von Weltraum-Taktik und Sci-Fi Rollenspielen dürfen schon bald mit den Wölfen heulen: Die Mischung aus Nexus, X2 und Knights of the Old Republic vom russischen Entwickler Xbow-Software macht beim

Auf den ersten Blick erinnert Star Wolves an Homeworld 2: Dreidimensionale Raumschlachten, prächtige Explosionen und mehrteilige Missionen wirken wie die Fortsetzung bekannter Spielprinzipien. Doch halt: Der Erstling von Xbow Software bietet nicht nur taktische Tiefe, wie wir sie aus Nexus kennen, unter der Haube steckt vielmehr ein waschechtes Rollenspiel. Ob diese Kombination funktioniert? Wir waren überrascht wie gut!

Star Wolves - Weltraum-Taktik gemischt mit Rollenspiel – wir heulen mit den Wölfen!

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Do you speak russisch?
Es ist das 22. Jahrhundert und im Weltall herrscht mal wieder Krieg. Drei Mega-Konzerne liefern sich in der Kühle des Alls heiße Gefechte,

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dazwischen mischen Piraten die verunsicherten Frachtkonvois und heruntergekommenen Minenstationen auf. Einzige Hoffnung sind wir: Ruchlose Kopfgeldjäger, die jedem Piraten das Licht auspusten - solange der Sold stimmt.

Soweit die Rahmenhandlung von Star Wolves, Details überlassen wir an dieser Stelle noch Eurer Fantasie: Da sich Publisher Pointsoft derzeit mit der umfangreichen Lokalisation beschäftigt, reichte man uns zum Probespielen eine russische Preview-Version herein. Zwar waren die meisten Bildschirmtexte übersetzt, aber gerade die Zwischensequenzen konnten wir ohne einen Crashkurs in
osteuropäischen Fremdsprachen leider nicht verstehen.

Flotte Flotten
Ansonsten machte die vorliegende Preview-Version einen äußerst fortgeschrittenen Eindruck - wohl auch weil Star Wolves in Osteuropa bereits erhältlich ist. Den Plagiatsvorwurf muss sich das Spiel also nicht gefallen lassen, auch wenn die taktischen Raumkämpfe einige Ideen vom Kollegen Nexus borgen: Wir befehligen eine kleine Flotte in dreidimensionalen Raumschlachten, legen Verhaltensmuster, die richtigen Waffen sowie grobe Manöver fest, wobei eine imaginäre Ebene als Orientierung dient. Verliert man dennoch die Übersicht, hilft eine komfortable Karte.

Die abwechselungsreichen Einsätze bestehen wir selten allein, bis zu fünf KI-gesteuerte Flügelmänner begleiten uns. Sowohl unser Mutterschiff als auch deren Raumjäger lassen sich von Mission zu Mission mit neuen Lasern, dickeren Raketen, stärkeren

Schilden und intelligenten Abwehrtürmen aufrüsten - bezahlt vom sauer ersparten Geld, das die verschiedenen Aufträge einbringen. In einem übersichtlichen Menü wird einfach durch die verfügbaren Missionen gescrollt und der nächstbeste Kandidat ausgewählt. Das reicht von einfachen Patroullienflügen oder Angriffen auf Mutterschiffe bis hin zu Such- und Rettungsmissionen - viele unscheinbare Einsätze halten packende Überraschungen parat, die uns unerwartet in Gefechte stürzen.

Star Wolves: Kotor
Im Gegensatz zu Nexus liegt der Fokus nicht allein auf der richtigen Taktik, sondern vor allem auf dem Rollenspielaspekt. Ist ein Feind in Sicht, pausiert das Spiel und es lassen sich in Ruhe Befehle erteilen. Wer mag, greift großflächig mit Raketen an. Oder wir hetzen einen Scharfschützen auf die Gegner - die beste Vorgehensweise ist von den Eigenschaften unserer Charaktere abhängig.

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Diese entwickeln wir wie in einem Rollenspiel von Mission zu Mission weiter.

Am Anfang steht die Entscheidung zwischen den vier grundlegenden Charakterklasen: Piloten, Schütze, Raketen-Experte oder Meister der elektronischen Kriegsführung. Wichtiger ist aber die Verteilung von Erfahrungspunkten auf konkrete Fähigkeiten, die in eine Art Baumdiagramm dargestellt werden. So sieht man gleich, dass wir über "Basic Piloting" zu den Ausprägungen "Tactician" und "Full Manual Control" gelangen. So schaffen wir uns Spezialisten für Reparaturen, die Bedienung von Schilden oder elektronischen Störsystemen, kühle Denker oder unerschütterliche Kämpfer - die Charakterwerte haben spürbare Auswirkungen auf die Manövrier-, Widerstandsfähigkeit und Schlagkraft unserer Schiffe.

Das gilt indirekt auch für Begleiter, denn zu den Fähigkeiten gehören auch Führungsqualitäten: Je nachdem wer das Kommando hat, kämpft unser Trupp besonders aggressiv oder taktisch klug. Ideale Eigenschaften sind also die Anerkennung als "Elite" oder die Kraft zur "True Inspiration" - wodurch Begleiter auch in hitzigen Gefechten einen kühlen Kopf bewahren.Unser Fazit
Star Wolves machte beim Probespielen einen hervorragenden Eindruck. Die Mischung aus taktisch anspruchsvollen Weltraumschlachten und einem tiefgreifenden Rollenspielsystem funktioniert prächtig, zumal die nicht-lineare Kampagne, das bis dato packende Missionsdesign und die Aufrüstung der Schiffe gefallen.

Grafisch spielt der Titel ebenfalls in der oberen Liga - sollten Story und Abwechselungsreichtum auch noch stimmen, stehen die Chancen gut, dass Weltraum-Fans schon bald ein Top-Titel ins Haus steht.Alternativen für Puristen

Star Wolves mischt fröhlich unterschiedliche Genres, daher gibt es nur wenig Alternativen - wem das jedoch zu viele Zutaten sind, der sollte auf folgende Sci-Fi-Alternativen ein Auge haben:

Nexus: The Jupiter Incident
Spannende Weltraum-Taktik vom tschechischen Studio Mithis, die nach außen durch eine packende Storyline und bombastische Grafik glänzt. Aber auch die inneren Werte überzeugen, denn wer seine Flotte von bis zu sechs Raumschiffen in den pausierbaren Echtzeitschlachten zum Sieg führen will, braucht taktisches Geschick und ein Händchen bei der Flottenausrüstung.

Gemeinsamkeiten: Pausierbare Echtzeit-Kämpfe, Schiffsausrüstung

Unterschiede: Stärkerer Fokus auf taktische Schlachten, lineare Kampagne

X2: Die Bedrohung
Die deutsche Space-Sim X2 hat mehr mit einem Weltraum Tycoon als mit Wing Commander zu tun, fesselt aber gerade durch diese spielerische Tiefe und Handlungsfreiheit. Wie im Klassiker Elite durchstreifen wir als Händler, Pirat oder Kopfgeldjäger frei das All - Entwickler Egosoft lässt uns jedoch einer spannenden Story folgen oder ganze Konzerne mit automatisch funktionierenden Handelsflotten erschaffen.

Gemeinsamkeiten: Kopfgeldjäger-Karriere, Schiffsausrüstung

Unterschiede: Cockpit-Perspektive, Handelselemente