Wir könnten jetzt an dieser Stelle eine eeeellenlange Einleitung verfassen und alles wiederkäuen, was ihr ohnehin schon über Star Wars: The Old Republic wisst. Durch endlose Wiederholung brennen sich solche Informationen immerhin in unser Hirn, werden zu unvergesslichen Daten in unserem Oberstübchen. Denn so laufen für gewöhnlich auch die meisten Präsentationen ab, bei denen wir auf Events mit Infos gefüttert werden.

Erst die ganzen ollen Kamellen herunterbeten, bis man endlich zum Kern der Geschichte gelangt. Also in etwa:

- SW:TOR ist "story driven" - check!
- volle Vertonung - check!
- ein aktives Kampfsystem - check!
- voller MMO-spezifischer Systeme - check!

Star Wars: The Old Republic - Alles eine Frage der Handarbeit

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 726/7281/728
Die Kriegszonen sollen ein wichtiger Bestandteil des Spiels werden.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wenn ihr mit einer der oben angegebenen Informationen nichts anfangen könnt, lest einfach einen unserer acht bisherigen Vorberichte. Heute versorgen wir euch nämlich nur mit frischen. Was Entwickler BioWare in Form von Producer Blaine Christine tatsächlich vorstellen wollte, waren zwei Neuerungen: Das Crew-Skill-System sowie weitere Details zu den PvP-Warzones. Letztere waren zwar bereits bekannt, nun tischte man immerhin ein paar zusätzliche Hintergrundfakten auf.

Crew-Skill-System

"Ihr seid die Helden", wird der emsige BioWare-Mitarbeiter nicht müde zu betonen. Daher wäre es ein Frevel und fernab unserer Lichtsäbelschwingerwürde, wenn wir uns mit so armseligen Tätigkeiten wie dem Handwerken selber abgeben würden. Tapfere Recken ziehen in die Schlacht gegen Jedi respektive Sith und verplempern ihre Zeit nicht an Bord ihres privaten Raumschiffs.

Packshot zu Star Wars: The Old RepublicStar Wars: The Old RepublicErschienen für PC

Das fungiert nämlich als Basis eines jeden SW-TOR-Spielers und hier tummeln sich auch die Begleiter des Protagonisten - man könnte sie auch als hilfreiche Pets bezeichnen. Auf euren Befehl hin sammeln sie wertvolle Rohstoffe, fertigen Gegenstände an und erledigen sogar spezifische Aufträge. Auf Deutsch: Sie erledigen die Drecksarbeit für euch. Und zwar auch dann, wenn ihr offline seid - sofern ihr die Aufträge vor dem Log-off erteilt habt.

Star Wars: The Old Republic - Alles eine Frage der Handarbeit

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublenden2 Bilder
Wer mit dicken Geschossen Schiffe vom Himmel holt, sichert sich einen Vorteil.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das System wird demnach in drei Gruppen unterteilt: "Gathering", "Crafting" und "Missions". Das Sammeln hat Unterbereiche wie "Bioanalysis" oder "Slicing" und beschäftigt eure Kompagnons beispielsweise mit dem Erlegen und Häuten von Kreaturen, die als wandelnde Rohstofflager dienen (Gewinnung von Daten, Bauplänen oder Materialien aus toten Gegnern). Der zweite Punkt handelt selbstverständlich vom Herstellen feiner Gegenstände, Begriffe wie "Artifice" oder "Biochemistry" lassen erahnen, was hier alles hergestellt wird - Stimpacks, Implantate und so weiter. Sehr interessant wirken die Missionen. Hier gibt es Unterpunkte wie Diplomatie und Treasure-Hunting.

Entsendet ihr eure Begleiter auf diplomatische Mission, bestechen diese beispielsweise hohe Beamte und Offizielle. In anderen Fällen begeben sich die sklavischen Mitarbeiter hingegen auf die Suche nach verborgenen Schätzen. Eines der Crew-Mitglieder darf euch übrigens zur Unterstützung bei euren Reisen begleiten: Während ihr euren Feinden "in den Hintern tretet" (Christine), sammelt dieser Gefährte nebenbei munter wertvolle Ressourcen.

Was gibt es Neues im Bereich der Kriegszonen?

Gebiete wie die Alderaan-Warzone werden instanziert und "schon in einem sehr frühen Level zugänglich sein", so Christine. "Ihr werdet euch den Schlachten immer und von jedem Punkt aus anschließen können - anywhere, anytime!" Im speziellen Beispiel kämpfen die beiden Parteien von je acht Spielern um drei planetare Verteidigungskanonen. Einmal erobert ballern die Megawummen auf die im Orbit befindlichen Transportschiffe der Empire- und Rebellenfraktionen.

Ein automatisiertes Handwerkssystem mit persönlichen Sklaven hätte ich auch gerne in der Realität.Ausblick lesen

Der Schaden an den Schiffen soll von der Planetenoberfläche sichtbar und bis hin zu deren Zerstörung vollständig ins Spielgeschehen integriert sein. Ursache (Ballern und Erobern) und Wirkung (Zerstörung des Transporters) sollen also im unmittelbaren Zusammenhang stehen. Wer das feindliche Mutterschiff zuerst vom Himmel holt, gewinnt. Als Belohnung erhaltet ihr dann Ausrüstungsgegenstände, Tokens zum Einkaufen und außerdem jede Menge Erfahrungspunkte.

Star Wars: The Old Republic - Kriegsgebiete217 weitere Videos

Natürlich werdet ihr in diesen Gefechten ab und zu auch ins Gras beißen bzw. dem einen oder anderen Lichtsäbeltreffer zum Opfer fallen. Hier gibt sich BioWare jedoch nicht mit einem schnöden Respawn zufrieden, sondern bindet den Wiedereinstieg in die Handlung mit ein. Wer stirbt, findet sich auf dem Mutterschiff wieder. Die Rückkehr ins Kampfgebiet geschieht aus dem Orbit, von wo aus ein Shuttle die Kämpfer an strategischen Punkten ins Geschehen zurückbefördert.

Unterwegs beobachtet man gleichzeitig die laufende Action. Unserer Frage, ob das auf Dauer nicht etwas nervig sein könnte, weil man die Schiffe nicht selber steuert, weicht Christine aus: "Wir wollen den Spielablauf so immersiv wie möglich gestalten. Ich denke, es ist in Hinblick auf die Handlung ein sehr interessanter Weg, die Spieler wieder auf das Schlachtfeld zu bugsieren."