OK, für alle Leser, die Star Wars: The Force Unleashed nicht (durch)gespielt haben, gibt es jetzt einen heftigen Spoiler, der sich jedoch nicht vermeiden lässt: Starkiller, der Held des Spiels, starb damals beim Kampf gegen den Imperator. Wer sich dagegen für das alternative Ende entschied und Darth Vader tötete, überlebte und nahm stattdessen seine Position als rechte Hand des Oberbösewichts ein. Warum wir euch das alles erzählen? Nun, genau dieser Starkiller feiert in Star Wars: The Force Unleashed 2 seine Wiederauferstehung - ob ihr ihn nun zuvor habt sterben lassen oder nicht.

Ja, um die Kontinuität im „Star Wars“-Kanon war es noch nie gut bestellt. In zahlreichen Büchern, Comics und Filmen sind so viele Dinge geschehen und ungeschehen gemacht worden, dass Bobby Ewings Dusch-Rückkehr in "Dallas" dagegen wirkt wie eine völlig logische Aufdröselung der einsteinschen Relativitätstheorie.

Erklärt wird die Rückkehr von Starkiller (was übrigens in der ursprünglichen Drehbuchfassung vom „Krieg der Sterne“ mal der Name von Luke Skywalker sein sollte, im letzten Moment jedoch geändert wurde...) in der zweiten Episode dieses actionreichen „Star Wars“-Abenteuers mit einem Klon namens Subject-1157. Zumindest theoretisch, denn Haden Blackman, Executive Producer bei LucasArts, bemüht sich erfolgreich bei seiner Präsentation und anschließendem Gespräch mit gamona, Dunkel ins Licht zu bringen…

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Möge der Durchblick mit dir sein

Versteckte Andeutungen ("Naja, vielleicht ist es ja auch gar kein Klon?", "Vielleicht lügt Vader wieder?") sorgen nicht gerade für eine nachvollziehbare Begründung der bisher offenbarten Handlung, die erneut kurz vor der vierten Episode "Star Wars: A New Hope" spielt. Doch diese gezielte Irreführung gehört wohl auch zum Plan der Macher, man will die Fangemeinde im Unklaren darüber lassen, was sich tatsächlich ereignen wird.

Star Wars: The Force Unleashed 2 - Nachsitzen für Starkiller: Hat Darth Vaders Schüler seine Hausaufgaben gemacht?

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Darth Vaders Schüler hat überlebt - und ist mächtig sauer.
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Sicher ist jedoch nicht nur, dass Darth Vader eine "tragende Rolle" (Blackman) spielen wird. Sondern auch laut Blackman, dass etwa 80 Prozent des ursprünglichen Entwicklerteams mit der Fortsetzung beschäftigt ist und wir damit auf ein erneut hochqualitatives Science-Fiction-Actionspiel hoffen dürfen.

Ob es sich bei Subject-1157 nun um einen Klon handelt oder nicht - Starkiller wird Mittel und Wege finden, um vom Planeten Kamino zu entfliehen, nachdem ihm besorgniserregende Visionen Vaders Verrat suggerieren. Zufällig erfährt er dabei, dass sein alter Meister Rahm Kota kurz vor der Hinrichtung steht und daher fliegt er nach Neimodia, um seinen Mentor zu retten. Dort sieht sich der dunkle Jedi jedoch in der imperialen Arena plötzlich mit einem monströsen Gorog konfrontiert - eine der ersten großen Boss-Battles des Spiels.

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Die Bosskämpfe sind diesmal seltener, dafür epischer.
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Bosskämpfe sollen zwar seltener sein als noch im ersten Teil, dafür aber über mehrere Runden gehen und laut Blackman deutlich epischer aufgebaut sein. Gesehen haben wir davon bisher allerdings noch nichts, lediglich einige Artworks gaben Hinweise auf die enormen Dimensionen des Feindes. Einen ähnlichen Weg schlägt Lucas Arts übrigens bei den Quicktimeevents ein, die ebenfalls seltener vorkommen und kürzer ausfallen, dafür aber denkwürdigere Ereignisse darstellen sollen.

Beidhändiger Lichtsäbelschwinger

Nach diesem "epochalen" Kampf, der Starkiller übrigens als mit zwei Lichtsäbeln bewaffneten beidhändig kämpfenden Protagonisten zeigt, führt ihn die Reise nach Dagobah - einen für „Star Wars“-Fans mystischen Ort, an den sich auch ein gewisser Luke Skywalker später mit seinem Mentor zurückziehen wird ("Das Imperium schlägt zurück"). Ein bisschen Meditation zwischendurch kann nicht schaden, um die wirren Gedanken zu ordnen. Doch Starkiller wird hier wohl eher mit den bösen Geistern seine Vergangenheit konfrontiert, bevor ihn sein Weg ins Unbekannte führt… Mehr zur Story wollte man auf Activisions Pre-E3-Event in London nämlich nicht verraten.

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Starkiller schwingt sein Lichtschwert diesmal beidhändig.
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Dafür sahen wir eine ganze Reihe von Kampfsequenzen, die Starkiller noch mächtiger zeigten als in der Vergangenheit. Ob der Flüssigkeit im vermeintlichen Klontank eine Art Zauberelixier beigemischt war? Gerade die Machtkräfte des Jedis wirken beträchtlich aufgewertet, mühelos stößt der Lichtsäbelschwinger allein Kraft seiner Gedanken ein Dutzend Gegner in den Abgrund. "Wir haben den Zielmechanismus komplett neu gestaltet und alle Kräfte überarbeitet", gibt Blackman Einblicke in den Entstehungsprozess von Force Unleashed 2. "Außerdem haben wir beispielsweise die Funktionsweise der Energieblitze komplett verändert." Darüber hinaus wurden die Animationen erneuert und die Bewegungen flüssiger in den Kampfablauf integriert, so Blackman.

Lucas Arts nimmt vor allem Detailverbesserungen vor, die das Spielerlebnis weiter aufwerten sollen. Wir sind gespannt!Ausblick lesen

Run for your life!

Das am 29. Oktober erscheinende Actionspiel basiert nach wie vor auf der Force Unleashed Engine, diese wird von Blackman jedoch als eine Art Version 2.0 bezeichnet. Man setzt auf der technischen Seite nach wie vor auf eine Kombination aus Havoc- und Euphoria-Engine und erzielt damit durchaus ansehnliche Ergebnisse (auch wenn es noch sehr viele FPS-Einbrüche gab, die wohl der frühen Version geschuldet waren). Vor allem Bodentexturen erscheinen deutlich hübscher als zuvor.

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Super-Sith: Die Machtkräfte sind wie immer fester Bestandteil von Force Unleashed 2.
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Im Großen und Ganzen ändert sich am Ambiente jedoch nicht dramatisch viel, soweit wir das bisher beurteilen können. Vergrößert wurde dagegen der Anteil der interaktiven Umgebungsobjekte und Figuren, was Auswirkungen auf die Kämpfe haben soll. Zu den vielen neuen Feinden in The Force Unleashed 2 gehört beispielsweise ein Carbonite Trooper, der seine Feinde (ähnlich wie bei Han Solo) schockgefriert, wenn sie nicht aufpassen.

Für spannende und abwechslungsreiche Momente sollen neben neuartigen Free-Fall-Einlagen auch sogenannte "Run for your life"-Abschnitte sorgen. Hier geht es nur darum, unter Einsatz aller (Macht-)Fertigkeiten Hindernisparcours zu überwinden, während alles um einen herum zusammenbricht, weggeballert wird und es generell chaotisch zugeht. Nett. Aber nix, was man nicht schon irgendwo gesehen hätte.