Als wir vor einigen Wochen erstmals in größerem Ausmaß über Star Wars: Force Unleashed 2 berichteten, stand vor allem die Story im Mittelpunkt. Publisher Activision hatte uns nach London gekarrt, um den Actiontitel und damit die Wiederauferstehung von "Starkiller" zu präsentieren. Diesmal war der Weg nicht ganz so weit, auf der Gamescom in Köln war aber auch der Fokus der Präsentation ein anderer. Statt einer rein theoretischen Abhandlung über die Vorzüge des Spiels zu folgen, durften wir nun ausgiebig selbst Hand anlegen. Und was wir erlebten, war teilweise ziemlich überraschend.

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Über einige Neuerungen hatten wir euch bereits informiert: Zukünftig etwa wird Protagonist Starkiller gleich mit zwei Lichtsäbeln in den Kampf gegen allerhand fiese Droiden und Jedi-Kontrahenten ziehen, um an Darth Vader heranzukommen und Rache zu nehmen. Das macht zwar optisch einiges her, doch spielerisch haben wir in unserer Anspielsession nun keinen wirklich gravierenden Unterschied feststellen können.

Star Wars: The Force Unleashed 2 - Neu in Star Wars: Jetzt auch mit abgeschlagenen Körperteilen

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Starkiller hat einige Mincontrol Tricks drauf.
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Die Steuerung gibt sich nach wie vor ziemlich direkt, wenn auch in hektischen Sequenzen etwas zu schwammig, sodass man gelegentlich in Richtungen unterwegs ist, die nicht vorgesehen waren. Das Kampfsystem wurde von Entwickler LucasArts aufgebohrt und soll hinsichtlich der Kombomöglichkeiten zum einen mehr Tiefe bieten, auf der anderen Seite aber niemanden überfordern. Wer sich mit all den Move-Details beschäftigen will, kann mächtige Kombinationen aus Macht- und Säbelfertigkeiten anwenden. Möchtet ihr allerdings nur locker eine Runde Buttonmashen, ist der Held aber kaum weniger effektiv.

Gedankenkontrolle par excellence

Im Einsatz haben wir einige der neuen Moves ausprobiert, dabei ist uns vor allem der "Mindcontrol Trick" positiv im Gedächtnis geblieben. Dabei manipuliert Starkiller auf Knopfdruck beispielsweise anstürmende imperiale Sturmtruppen und erzielt teils witzige Ergebnisse: Die Feinde gehen mitunter aufeinander los, laufen einfach weg oder stehen bedröselt in der Gegend rum und bieten so ein noch einfacheres Ziel.

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In Force Unleashed 2 fliegen schonmal Körperteile durch die Gegend.
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Als ziemlich cool erweisen sich auch neue Halte-Manöver, mit denen ihr später spektakuläre Finisher iniziiert, die in animierten Mini-Cutscenes eingeblendet werden. Einen überzeugenden Eindruck hinterlassen auch die überarbeiteten Quicktime-Events: Sie fallen wie angekündigt tatsächlich kürzer aus und sind dafür noch besser inszeniert. Ob sie tatsächlich seltener auftauchen als früher, muss jedoch der Langzeittest erweisen.

Überrascht waren wir vom Härtegrad von Force Unleashed 2: Während Leichen verschwinden ("Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen den Jugendschutz in den USA, wir sparen uns die Darstellung und erreichen damit eine bessere Bildrate und außerdem könnte es sonst zu Kollisionsproblemen mit diesen Körpern kommen", Assistant Producer Devin Hitch) fliegen plötzlich die Körperteile unterlegener Gegner in alle Himmelsrichtungen.

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TFU 2 ist deutlich brutaler als sein Vorgänger
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Ja, ihr habt richtig gelesen: Starkiller ist nun in der Lage, mit seinem Lichtsäbel Arme, Beine und Köpfe abzutrennen und Auseinandersetzungen somit effektiv vorzeitig zu beenden. Wohlgemerkt nicht nur bei Droiden, sondern auch humanoiden Widersachern.

Meister der Beeinflussung

Laut Hitch wurden zudem die Möglichkeiten des Jedis erweitert, seine Umwelt direkt zu beeinflussen und damit neue Gameplay-Elemente einzuführen. Beispielsweise wird man nun öfter gezwungen sein, Objekte einzusetzen, um sich den Weg durch die Levels zu bahnen. Wir schalteten beispielsweise Kraftfelder aus, indem wir weit entfernte Kisten manipulierten und sie gegen Schalttafeln einsetzten. In anderen Situationen hievte das Kerlchen hydraulische Bühnen, um ansonsten unzugängliche Wege offenzulegen.

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In Force Unleashed 2 wird Starkiller seine Umwelt mehr beeinflussen können als je zuvor.
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Immer öfter in Mode kommt bei vielen Actionspielen der sogenannte Freefall-Modus, in dem die Spielfigur scheinbar einen langen Tunnel entlangstürzt und diversen Hindernissen ausweichen muss - und Force Unleashed 2 reiht sich nun auch in diese Riege ein. Das sieht ganz nett aus, für unseren Geschmack war das Handling in dieser Sequenz aber nicht direkt genug, um wirklich präzise um die Objekte
herumzunavigieren.

Überraschend harte Fortsetzung, auf die man gespannt sein darf.Ausblick lesen

Doch wozu auch, mit den Machtkräften lassen sich Säulen, Generatoren oder auch heranfliegende T-Fighter bequem ausschalten. Apropos bequem: Das Upgradesystem für Säbel- und Machtfertigkeiten wurde deutlich verschlankt: Statt unterschiedlicher Punktepools sammelt ihr durch erfolgreiche Kämpfe nur noch eine Art von Erfahrungspunkten und investiert diese nun übersichtlicher in die Fähigkeiten des Helden.