Star Wars: Knights of the Old Republic (PC Test)
(von Garry Leusch)

»Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...«, man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die Hälfte aller Erdenbürger diesen Satz mit »Star Wars«verbinden. Lucas Arts hat ein weiteres Spiel aus dem Star Wars Universum veröffentlicht und

diesesmal die Handlung in ein klassisches Rollenspielambiente verpackt. Und vorweg sei schon einmal gesagt: Wer das Spiel noch nicht hat, ist selber Schuld.
Für Furore hat das Spiel ja bereits vor einem halben Jahr auf der Xbox gesorgt, damals konnte KotoR gigantische Wertungen abstauben.

Star Wars - May the 4th - gamona liebt Star Wars!

Das Spiel hat durch die Umsetzung auf den PC aber absolut nichts von seinem Charme verloren, im Gegenteil. Es besticht durch schöne Grafik, sensationeller Spieltiefe und komplexe Dialoge.

Story pur für Star Warsianer
Die gesamte Handlung spielt einige tausend Jahre vor den aus dem Kino bekannten Star Wars Kriegen. Die böse Rasse der »Sith« ist gerade dabei, die halbe Galaxis zu unterjochen und deren ultragemeiner Anführer Malak schreckt dabei auch vor der Zerstörung ganzer Planeten nicht zurück. Wer anders soll hier den Helden spielen und Malaks Treiben ein Ende setzen als der Spieler selbst. Doch ganz so einfach kann und muss man es sich nicht machen, schließlich war die dunkle Seite der Macht schon immer verführerisch, gell?

Man bereist auf seiner Odysee verschiedene Planeten, wobei man jederzeit frei wählen kann, wohin man denn gerne fliegen möchte.

Mit der Ausnahme der ersten Planeten »Taris« bleibt es dem Spieler überlassen, an welche Aufgaben er sich heranwagt. Auf seiner Reise durch das Universum begegnet man den unterschiedlichsten Rassen und man wird immer mehr in die eigentliche Geschichte rund um Malak und das Sith Imperium verstrickt. Dabei sind viele viele Entscheidungen zu treffen, dauernd steht man vor der quälenden Wahl zwischen Gut und Böse. Reisemittel ist die »Ebon Hawk«, ein ultraschnelles Raumschiff, welches man zu Beginn des Spieles erbeutet. Die Ebon Hawk ist dabei desöfteren Ziel von feindlichen Attacken und der Spieler darf in bester X-Wing Manier ballern, was das Zeug hält.

Das ist aber eher weniger als spielentscheidendes Kriterium zu sehen sondern lediglich eine willkommene Abwechslung inmitten hunderter Rätsel und Dialoge. Ein bisschen Rumballern muss einfach ab und zu sein, stimmts?

Soziale Gruppendynamik
Die schwierige Mission, Malak aufzuhalten muss man natürlich nicht alleine bestehen. Während der Erforschung der verschiedenen Planeten trifft man auf einige Zeitgenossen, die sich uns gerne anschließen, vom supergemeinen Droiden »MK47« bis hin zum quitschenden Wookie ist alles dabei.

Mitnehmen kann man auf seinen Exkursionen allerdings immer nur maximal zwei Charaktere, so dass man als Dreigestirn die Planeten und deren Rätsel untersucht. Alle anderen Charaktere verbleiben solange in der Ebon Hawk, wo sie aber jederzeit auf Abruf bereit stehen.

Man sollte darauf achten, dass sich die Mitglieder einer Gruppe gut ergänzen, beispielsweise 2 Nahkämpfer und ein aus der Enfernung schießender Droide oder ein Tank vorne und 2 Fernkämpfer hinten. Auch die Ausrüstung sollte man dementsprechend verteilen, dazu aber später mehr.Besonders im Fokus unseres Hauptcharakters steht die Jedi Schülerin »Bastila«. Sie sieht nicht nur gut aus, sie ist auch der Meinung uns oftmals belehren zu müssen, was denn Recht und Unrecht sei.

Schließlich steht sie unter dem besonderen Schutz des Jedi Rates, den man übrigens auf dem Planeten »Dantooine« besuchen muss. Bastila hat nicht nur die »Macht« in sich, sondern auch noch ein besonders starkes Bewusstsein, welches Bösewicht Malak sehr fürchtet.

Doch wie könnte es anders sein, die Liebe ist mal wieder stärker und wir sehen ja sowieso besonders gut aus. Und so dürfen wir uns als Spieler entscheiden, ob wir die leise züngelnde Flamme der Leidenschaft immer weiter verstärken wollen oder nicht.

Entscheidungen, Entscheidungen
Überhaupt sind fortwährend Entscheidungen zu treffen. In nahezu jedem Gespräch mit NPCs muss man sich früher oder später entscheiden, wie man sich verhält.

Star Wars: Knights of the Old Republic - Ein Science Fiction Rollenspiel der Extraklasse

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Man kann Aufträge annehmen oder ablehnen, NPCs verraten oder ihnen helfen, man kann sie an der Nase herumführen oder den ehrlichen und tapferen Ritter spielen. Je nachdem, wie man sich verhält, bekommt unser Held dafür »Helle oder Dunkle Seite« Punkte. Ein »Gesinnungs-o-meter« ist jederzeit abrufbar. Die Gespräche mit NPCs sind sehr ausufernd und manchmal auch des Guten zuviel. Man verbringt einiges an Zeit lauschend vor den Computerboxen, zum Glück lassen sich Untertitel wegschalten, die das Spielgefühl während der Dialoge ein wenig echter wirken lassen.

Packshot zu Star Wars: Knights of the Old RepublicStar Wars: Knights of the Old RepublicErschienen für PC und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Faszinierend jedoch, wie sich unsere Kameradin Bastila uns anpasst. Entscheidet man sich, eher für die dunkle Seite der Macht zu kämpfen beschleichen Bastila mit der Zeit Zweifel an ihrer eigenen ach so heroischen Einstellung und sie findet das auf einmal gar nicht mehr so verachtenswert, was wir hier tun.

Entscheidet man sich jedoch dafür, überwiegend die helle Seite der Macht zu vertreten, ist sie begeistert und einer ausufernden Liebesaffäre steht nichts mehr im Wege...andersum allerdings auch nicht.Grafik gut, Sound gut, Synchro Durchschnitt
Grafisch kann »Knights of the old Republic« überzeugen, soundtechnisch ebenfalls. Zu bemängeln ist teilweise lediglich die deutsche Sprachausgabe. Die kommt nämlich manchmal arg amateurhaft rüber, einige Stimmen passen zu den dargestellten Charakteren dann wie Daniel Küblböck zu Deutschland sucht den Superstar.

Ansonsten aber ist alles ok. Original Star Wars Musik sorgt für das richtige Krieg der Sterne Feeling und wer die Auflösung höher als 1024 Pixel stellen kann, der fühlt sich erst richtig wohl.

Star Wars: Knights of the Old Republic - Ein Science Fiction Rollenspiel der Extraklasse

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Die Engine lässt ihre Muskeln erst dann spielen, in »Otto-Normalverbraucher« Auflösung von 1024x768 Punkten ist die Darstellung ein wenig pixelig, aber immer noch gut spielbar. Man hat freie 360 Grad Rundumsicht und sieht seinen Helden so auch mal von vorne. Normalerweise wird in dritter Person Ansicht (ala Tomb Raider) gespielt, ein Zoomen ist nicht möglich aber auch nicht notwendig.

Interface für Beginner und Profis
Das Inventar der Charaktere ist schnell über die Taste "I" zu erreichen und dort hat der Spieler alle Möglichkeiten, einige Stunden zu verbringen.

Es werden nämlich nicht nur hunderte verschiedener Gegenstände verwaltet (für alle Charaktere versteht sich), sondern auch Talente, Skills und Aufträge geloggt sowieo die Geschichte in Kurzform festgehalten.

Natürlich darf man bei entsprechender Erfahrung einen Level aufsteigen und sich in den Menüs austoben um seine Punkte zu verteilen. Das ist anfangs ein wenig verwirrend, aber hat man sich erst einmal damit vertraut gemacht, geht alles schnell von der Hand und man kann die gesamte Steuerung des Spieles als absolut gelungen bezeichnen.

Aufhören! Spielen!
Man könnte den Test noch stundenlang fortsetzen und hätte doch nur die Hälfte erzählt. Viel lieber sollte man weniger reden, sondern mehr spielen. Aber alle diejenigen, die das hier trotzdem lesen, sollten sowieso besser jetzt als gleich loslaufen und sich »Star Wars: Knights of the Old Republic« kaufen (oder den »Kauf mich«- Button hier rechts im Fazitkasten anklicken).Es werden nämlich nicht nur hunderte verschiedener Gegenstände verwaltet (für alle Charaktere versteht sich), sondern auch Talente, Skills und Aufträge geloggt sowieo die Geschichte in Kurzform festgehalten.

Natürlich darf man bei entsprechender Erfahrung einen Level aufsteigen und sich in den Menüs austoben um seine Punkte zu verteilen. Das ist anfangs ein wenig verwirrend, aber hat man sich erst einmal damit vertraut gemacht, geht alles schnell von der Hand und man kann die gesamte Steuerung des Spieles als absolut gelungen bezeichnen.

Aufhören! Spielen!
Man könnte den Test noch stundenlang fortsetzen und hätte doch nur die Hälfte erzählt. Viel lieber sollte man weniger reden, sondern mehr spielen. Aber alle diejenigen, die das hier trotzdem lesen, sollten sowieso besser jetzt als gleich loslaufen und sich »Star Wars: Knights of the Old Republic« kaufen (oder den »Kauf mich«- Button hier rechts im Fazitkasten anklicken).