Nun ist die Katze also aus dem Sack. Das Expanded Universe, wie wir es kennen, existiert nicht mehr. Aus ihm sind die „Star Wars Legends“ geworden, so etwas wie Alternativweltgeschichten, die gut zu gefallen wissen, aber eben keine kanonische Relevanz mehr besitzen.

Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht - Deutscher TV Spot mit Rey im Fokus17 weitere Videos

Zeit zur Trauer

Das ist einerseits schade, andererseits befreiend, erlaubt es den Filmemachern und den Leuten, die künftig die Geschicke des Expanded Universe 2.0 lenken, auf Ideen und Figuren zurückzugreifen, die es schon gab und sie dem anzupassen, was das „Star Wars“-Universum nun benötigt.

Weiterführende Links

Es gibt Dinge, die man dabei durchaus vermissen wird, andere aber nicht. Fangen wir mal mit dem Positiven an, ein paar Figuren, die das Expanded Universe ganz immens bereichert haben.

Mara Jade – Die Ehefrau von Luke Skywalker

Sie war die Hand des Imperators, seine Vertraute, die nach dem Tod Palpatines dessen letzten Befehl aus führen wollte: Luke Skywalker töten. Sie debütierte an einem frühen Moment des Expanded Universe, im Jahr 1991 in Timothy Zahns „Erben des Imperiums“-Trilogie.

Star Wars Inside #4 - Was wir am Expanded Universe vermissen werden – und was nicht!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 103/1081/108
Zwischen Mara Jade und Darth Vader herrschte stets Rivalität.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Mara ist eine komplexe Figur, die später mit Luke Skywalker zusammenkommt, ihn heiratet und den gemeinsamen Sohn Ben gebährt. Es wäre im Grunde denkbar, dass man ihre Figur in „Star Wars: Episode VII“ einführt, dann natürlich altersmäßig an Mark Hamill angepasst.

Jacen und Jaina Solo – Han und Leias Kinder

Die Zwillinge hatten sogar ihre eigene Romanreihe, die sehr populär war und einer ganzen Generation von „Star Wars“-Fans, die heute erwachsen sind, die Kindheit und Jugend versüßt haben. Dass man sie beide loswerden musste für den neuen Film ist klar, denn ihre Geschichte endet, bevor „Episode VII“ beginnt. Sie ist aber immens dramatisch.

Star Wars Inside #4 - Was wir am Expanded Universe vermissen werden – und was nicht!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 103/1081/108
Noch vor Jainas Geburt konnte Luke die immense Macht in ihr spüren.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Denn Jacen beschreitet den Pfad zur dunklen Seite der Macht, wird Darth Caedus und schließlich von seiner Schwester Jaina getötet. Übrigens ist Jacen nicht das einzige Solo-Kind, das früh starb. Auch Anakin Solo, der Jüngste, starb. Dass man das im neuen „Star Wars“-Universum behebt, ist klar, da man den Zuschauern keine derart tragische Familienhistorie bieten will. Aber die „Young Jedi Knights“-Romane sind als Teil dessen, was „Star Wars“ sein könnte, immer noch toll.

Kyle Katarn – Lebensweg eines Jedi

Katarn debütierte als eine Figur des Games „Dark Forces“. Er war ein imperialer Offizier, der davon erfuhr, dass das Imperium seine Familie getötet hat und darum die Seiten wechselte. Als Söldner war er für die Allianz tätig, wurde ein Jedi und bildete später auch Mara Jade aus.

Star Wars Inside #4 - Was wir am Expanded Universe vermissen werden – und was nicht!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 103/1081/108
Kyle war einst Sturmtruppler im Galaktischen Imperium.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Kyle Katarn ist eine komplexe Figur, die zusammen mit Mara Jade zu den Lieblingen der Fans gehört, was das Expanded Universe betrifft – und das zu Recht. Ihn zu verlieren, tut weh. Aber: Er ist auch eine ideale Figur, um ihn einem neuen Publikum als Version 2.0 zu präsentieren.

Zeit zur Freude

Aber natürlich gab es im Expanded Universe natürlich auch einiges, über das man besser den Mantel des Schweigens legt. Tun wir aber nicht, wir benennen auch, was stinkt!

Chewbaccas Tod

Im Jahr 1999 fand Chewie den Tod. George Lucas selbst hatte vorgeschlagen, jemanden sterben zu lassen und Lando Calrissian oder Chewbacca zur Wahl gestellt.

1999 ließ R.A. Salvatore den Wookiee dann in einem Roman sterben, als er sich opfert, um Hans Sohn Anakin zu retten. Ein heroischer Moment, aber „Star Wars“ ohne Chewie! WTF? Das dachte sich auch J.J. Abrams. Darum lebt Chewbacca wieder und ist in „Episode VII“ dabei.

Star Wars Inside #4 - Was wir am Expanded Universe vermissen werden – und was nicht!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 103/1081/108
Die Yuuzhan Vong fielen im Jahr 25 NSY in die Galaxis ein.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Yuuzhan-Vong-Invasion

Sie findet etwa 25 Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ statt. Die Yuuzhan Vong sind Außerirdische aus einer Galaxis jenseits der, in der die Neue Republik angesiedelt ist.

Die Yuuzhan Vong haben keine Verbindung zur Macht, die religiöse Eiferer sind, einen anderen Lebensweg beschreiten und diesen auch gegenüber Nichtgläubigen durchsetzen wollen. Das Ergebnis ist ein wirres Mega-Event, das Komplexität nur vorheuchelt, aber eigentlich ausgesprochen simpel ist.

Star Wars Inside #4 - Was wir am Expanded Universe vermissen werden – und was nicht!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 103/1081/108
Jaxxon war einst Söldner und kämpfte im Laufe der Geschichte mit Han Solo gegen Serji-X Arrogantus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Jaxxon – Der grüne Riesenhase

Okay, rein formal gesehen waren die von Marvel produzierten Comics der 70er und 80er Jahre ohnehin immer etwas schwer ins Expanded Universe einzugliedern, aber dennoch gab es dort ein paar Aussetzer, über die man schon damals nur den Kopf schütteln könnte.

Ja, ich meine, Jaxxon, den grünen Riesenhasen, der mit Han Solo und anderen als eine Art Glorreiche Sieben des Alls Bauern gegen fiese Weltraumpiraten verteidigt. Das klingt so schrottig, wie es tatsächlich auch war. Jaxxon ist das Sinnbild für all das, was schlecht an einem Universum ist, wenn es keine ordnende Hand gibt, sondern jeder tut und lässt, was ihm beliebt.

Und jetzt seid ihr dran! Was werdet ihr am Expanded Universe vermissen und was nicht?