Die Verletzung von Harrison Ford, die er sich letzten Monat zuzog, wirkt nach. Ursprünglich sprach man von einer Verstauchung, dann war der Knöchel aber doch gebrochen. Damit begannen ernste Probleme für „Episode VII“, denn der Kinostarttermin von 18. Dezember 2015 bleibt bestehen. Daran will Disney nicht ruckeln.

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Nun wurde bekannt, dass im August eine zweiwöchige Unterbrechung der Dreharbeiten stattfinden. Der Abschnitt der Dreharbeiten in Abu Dhabi ist beendet, danach geht es in den Pinewood Studios weiter. Die Unterbrechung soll, so Lucasfilm, natürlich keinerlei Auswirkung auf die Produktion und den damit verbundenen Kinostart haben. Aber ist das der am besten gangbare Weg?

Was wäre wenn…?

Harrison Ford wird am 13. Juli 72 Jahre alt. Das ist ein stolzes Alter, aber in solchem Alter ist es durchaus nicht mehr selbstverständlich, sich von Verletzungen zu erholen. Oder anders gesagt: sie schnell genug oder völlig erholen. Zwar heißt es, dass die Rehabilitation für Harrison Ford gut läuft, aber absolut sicher kann man sich nie sein. Dennoch plant man natürlich, den Film weiterhin so zu gestalten, wie man das schon von Anfang an vorhatte.

Aber: Die zwei Wochen Drehpause kommen natürlich nicht von ungefähr. Vermutlich wird an einem alternativen Drehbuch gearbeitet, denn man muss mit der Eventualität umgehen, dass Ford eben nicht mehr in der Kapazität einsetzbar ist, die bislang geplant war. Und natürlich sollte es so sein, dass „Episode VII“ vor allem den alten Helden und damit natürlich auch und besonders Han Solo vorbehalten ist.

Sollte Ford sich nun nicht gut genug erholen, müsste man seine Rolle verkleinern. Das würde eine vollständige Veränderung der Geschichte bedeuten, bei der der Fokus neu geordnet werden muss. Unter Umständen hätte das sogar Auswirkungen auf das Schicksal der Figur Han Solo.

Star Wars Inside #6 - Die Dreharbeiten zu Episode VII werden unterbrochen – was ist, wenn Harrison Ford gar nicht mehr kann?

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"Krieg der Sterne" liegt jetzt 37 Jahre zurück und Harrison Ford ist einfach nicht mehr der Jüngste.
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Und die weiteren Episoden?

Noch weiß keiner, was in Hinblick auf „Episode VII“ und „IX“ geplant ist, aber auch wenn dann die Nachkommen von Han, Leia und Luke stärker übernehmen, darf man doch wohl davon ausgehen, dass das Trio der alten Recken in irgendeiner Funktion weiterhin dabei sein wird. Oder auch nicht, denn die Realität des voranschreitenden Alters der Akteure erfordert es vielleicht, auch Notfallpläne zu schmieden. Immerhin dauert es, bis die neue Trilogie abgeschlossen sein wird, soll der letzte Teil doch erst 2019 in die Kinos kommen.

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Ford ist der älteste, Mark Hamill ist mittlerweile aber auch 62 Jahre alt, Carrie Fisher mit ihren 57 Jahren hingegen fast ein Jungspund. Sicher sein kann man da nicht, was die nächsten Jahre in Hinblick auf das Trio bringen wird. Verletzungen kann man sich immer zuziehen, das Risiko von Krankheiten steigt im Alter auch. Das Beispiel Harrison Ford zeigt, wie schnell es gehen kann, damit eine Multimillionendollarproduktion ins Schwimmen gerät.

All das sind natürlich reine Spekulationen, aber von der Hand zu weisen ist nicht, dass sich die Probleme häufen. Aber was könnte man tun?

Verschieben

Man hat den Starttermin von „Episode VII“ schon von Mai auf Dezember 2015 verschoben. Disney und Lucasfilm wollen die neue Ära von „Star Wars“ natürlich unbedingt mit dieser neuen Episode beginnen, da damit auch der Bogen zum alten „Star Wars“ geschlagen wird, aber wäre es nicht für alle Beteiligten einfacher, die Reihenfolge zu ändern?

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Die alten Stars wollen es noch einmal wissen.
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Was, wenn man „Episode VII“ auf 2016 verschieben und dafür eines der Spin-off-Projekte, für die Gareth Edwards und Josh Trank schon genannt wurden, nach vorne hieven würde? Trank hätte dazu wegen seiner Arbeit an „Fantastic Four“ kaum Zeit, Edwards kommt jedoch von „Godzilla“ und kann sich direkt auf „Star Wars“ stürzen.

Wenn man zügig in Produktion geht, wäre ein Termin im Dezember 2015 durchaus haltbar. Dass auch Großproduktionen innerhalb eines Jahres komplett gestaltet werden können, hat vor ein paar Jahren „X-Men – Erste Entscheidung“ gezeigt. Bei dem „Star Wars“-Spin-off wäre das auch relativ problemlos möglich, man müsste nur jetzt den nächsten Gang einlegen.

Bedenken hat man dabei sicherlich, dass man eben nicht einen x-beliebigen Spin-off an den Start bringen will. Aber seien wir mal ehrlich: Es ist „Star Wars“, ob das nun „Episode VII“ oder ein Spin-off (vielleicht sogar einer mit Boba Fett; wie es heißt, schreibt Lawrence Kasdan am Drehbuch) ist, ist eigentlich irrelevant. Zehn Jahre nach dem letzten „Star Wars“-Film wird das Publikum in Scharen kommen, um wieder in diese Galaxie weit, weit entfernt mitgenommen zu werden.