Star Wars Episode 3 - Die Rache der Sith
(von Nedzad Hurabasic)

Am 19. Mai 2005 endet, mit dem Kinostart von "Star Wars Episode III - Die Rache der Sith", 28 Jahre nach dem Erscheinen von "Krieg der Sterne", die Prequel-Trilogie des Science-Fiction Märchens. Das behauptet jedenfalls felsenfest der

Erschaffer und Regisseur des Sternen Kriegs-Epos, George Lucas. Und natürlich gibt es auch zu diesem Kino-Film eine ganze Reihe von Video- und Computerspielen. Mit »Star Wars Episode 3 - Die Rache der Sith« erscheint nun das erste

Star Wars - May the 4th - gamona liebt Star Wars!

Actionspiel zu diesem Thema und verspricht nicht weniger als "die ultimative Jedi-Action". Das Actionspiel lehnt sich dabei eng an die Story des Films an und enthält mehr als zwölf Minuten Original-Videomaterial. Fans können also schon vor der Veröffentlichung des Movies in den Genuss von einigen Sequenzen des Films kommen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen, die es mit den hochtrabenden Ankündigungen schon weckt, erfüllen kann? Wir haben es für euch herausgefunden!

Read at your own risk!
Eines vorweg: Wer sich die Spannung bis zum Filmstart erhalten will, sollte sich das Lesen dieses Artikels noch einmal überlegen. Da sich die Handlung des Spiels vermutlich eng an die Filmvorlage hält, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Inhalte oder Storyelemente vorweggenommen werden.

Die Handlung des Spiels (und des Films) schließt dort an, wo "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" vor drei Jahren endete:

Star Wars Episode 3 - Die Rache der Sith - DIE Ultimative Jedi-Action?

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Anakin Skywalker ist weiterhin Jedi-Schüler bei Meister Obi-Wan Kenobi. Die Jedi versuchen den mysteriösen Sith auf die Schliche zu kommen und ein Auseinanderbrechen der Republik im Klonkrieg zu verhindern.

Wie alle Filmfans wissen, wird Anakin Skywalker in diesem dritten Prequel unausweichlich der Macht des Bösen verfallen und als Sith-Lord Darth Vader die Auslöschung der Jedi-Ritter verfolgen. Genau davon handelt auch das Spiel. Anakin kämpft zunächst noch als Padawan an der Seite von Obi-Wan, stellt sich später aber gegen ihn. Diesen Weg dürfen wir als Spieler nachverfolgen.

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Das Spiel bietet einen Story-Modus und einen Mehrspieler-Modus. Der Story-Modus besteht aus 16 verschiedenen Missionen, im Multiplayer-Modus darf zwischen 1vs1 (Gegnermodus) und Koop-Modus gewählt werden. Beim Duellmodus stehen zunächst allerdings nur die beiden Hauptcharaktere zur Verfügung, weitere müssen erst durch erfolgreiches Absolvieren von Story-Missionen freigeschaltet werden. Im Koop-Modus kann man leider nicht das komplette Spiel gemeinsam bestreiten. Lediglich vier Missionen, bei denen man einige Wellen an Gegnern besiegen muss, stehen zur Auswahl.

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Während der Story-Missionen besteht keine Auswahlmöglichkeit über die jeweiligen Charaktere. Das Spiel gibt vor, in welcher Mission die Kontrolle über Anakin oder Obi-Wan übernommen werden darf. Während beide Charaktere zu Beginn des Spiels gemeinsam agieren, wechselt die aktive Spielfigur noch bei jeder Mission. Später trennen sich die Wege der beiden Protagonisten aufgrund der Handlung und sie müssen verschiedene Aufgaben lösen. Das führt dazu, dass auch mehrere Level hintereinander mit einem der beiden Jedis gespielt werden dürfen.

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Grundsätzlich verfügen die beiden Lichtsäbelschwinger zwar über ähnliche Fähigkeiten, im Detail unterscheiden sie sich aber deutlich. Während Anakin schon als junger Jedi-Schüler über ein beachtliches Maß an Kampffähigkeiten verfügt, scheint der Meister ein wenig hinterher zu hinken.

Bemerkbar macht sich dies vor allem bei den größeren Endkämpfen (deren Gegner wir an dieser Stelle nicht verraten wollen, um die Spannung ein wenig zu erhalten), in denen sich Anakin besser durchsetzen kann, als sein Lehrer. Erst später löst sich dieses Ungleichgewicht auf. Beide Recken beginnen jedoch auf dem Rang eines Jedi und steigen im Verlauf des Spiels erst zum Jedi-

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Ritter und schließlich zum Jedi-Meister auf.

Das entspricht einerseits nicht unbedingt den Gegebenheiten im Film, ist aber andererseits für das Gameplay nicht wirklich relevant. Da die erworbenen Erfahrungspunkte ohnehin automatisch für einen Levelaufstieg sorgen, sind beide Charaktere am Ende des Spiels - wenn es schließlich zum Konflikt kommt - gleichrangig. Stichwort Erfahrungspunkte: Diese erhält man für das Beseitigen von Feinden. Je mehr, desto besser.Möge die Fähigkeit mit dir sein
Wer möglichst offensiv agiert, wird mehr Erfahrungspunkte sammeln als Defensivkünstler. Verantwortlich dafür ist das "Fähigkeitssystem", das über eine Anzeige den jeweiligen Status des Spielers anzeigt. Je häufiger ein Gegner angegriffen wird, desto mehr Punkte werden gut geschrieben. Solange die Anzeige auf "niedrig" steht, gibt es nur eine recht niedrige Wertung und somit normale Erfahrungspunkte für das Besiegen von Feinden.

Wenn die Fähigkeitsanzeige durch weitere Offensivaktionen aber steigt, gibt es gute, imposante und meisterhafte Wertungen und damit höhere Boni (150%, 200% und 300%) auf die Erfahrungspunkte. Beim Status "Meisterhaft", der beweist, dass "Die Macht mit dir ist", gibt es außerdem noch einen zehnsekündigen Schadensbonus. In dieser Zeit können Angriffe der Spielfigur auch nicht abgewehrt werden.

Nach Abschluss der jeweiligen Missionen lassen sich die Erfahrungspunkte dazu verwenden,

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die zwei verfügbaren Kräftepools (Macht- und Kampfkräfte) von Level eins auf maximal drei anzuheben. Damit werden im Laufe des Spiels, unter anderem, neue Moves der Jedis erlernt, um die Schlagkraft zu erhöhen.

Alle Missionen werden von mehr oder weniger langen Video-Sequenzen eingeführt, so dass der Fortgang der Hintergrundgeschichte jederzeit gewährleistet ist. Teilweise gibt es diese Schnipsel auch zwischendurch oder am Ende von Missionen. Während einige Sequenzen wirklich beeindruckende Actionszenen zeigen, widmen sich andere wiederum in kurzen Gesprächen dem Hauptkonflikt.

Die Missionen selbst verlaufen absolut linear. Von der vorgegebenen Route kann und darf nicht abgewichen werden. Verweilt man zu lange an einem Ort, führt die nächste knappe Cutszene die Story einfach weiter und den Spieler somit der nächsten Aufgabe zu. Knifflige Rätsel gibt es deshalb auch nicht. Wenn einmal der Durchgang versperrt oder eine Tür mit einem Energiefeld gesichert ist, gibt es immer dieselben vorgegebenen Möglichkeiten diese Hindernisse zu überwinden.

Türen werden meist mit dem Lichtsäbel geöffnet: mal werden sie direkt zerstört oder schützenden Energiesperren wird durchZerstörung der Energiezufuhr der Saft abgedreht. Andere Hindernisse bedürfen noch weniger Aufwand: Das Spiel gibt Punkte vor an denen per Tastendruck eine Aktion ausgelöst wird: Der Held überwindet große Distanzen mit Hilfe der Macht ("Machtsprung") oder beseitigt Hindernisse mit der Kraft seiner Gedanken ("Machtfokus"). Anfangs ist dies noch recht spaßig, mit der Zeit stellt sich aber leider eine gewisse Routine ein.

Als Gegner stellen sich unseren Helden meist Kampf-Droiden in allen möglichen Variationen und Formen in den Weg. Eine wirkliche Herausforderung stellen diese aber genauso wenig dar, wie die später im Spiel auftauchenden imperialen Sturmtruppen oder Klonkrieger. Nur die Kämpfe gegen humanoide Jedi-Krieger und einige wenige Spezial-Droiden verlangen den Einsatz aller Macht- und Kampffähigkeiten.

Für das gewöhnliche Fußvolk genügen die einfachen Kampf-Moves, deren Tastenkombinationen sehr übersichtlich sind. Drei verschiedene Schwertattacken, Sprünge und

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natürlich das Blocken und Reflektieren von Blasterschüssen stehen zur Verfügung. Auch verschiedene Kombo-Angriffe sind möglich, bei denen Bewegungen, wie Stich- und Drehschläge, miteinander verwoben werden und so ansehnliche und harte Attacken hervorrufen.

Wer seine Feinde aus der Distanz bekämpfen oder ganze Feindesgruppen außer Gefecht setzen möchte, verlässt sich natürlich auf die "Macht". Diese erlaubt es z.B. per Machtschub oder Machtbetäubung (bei Anakin später auch Machtblitz) gleich mehrere Gegner aus dem Weg zu räumen oder per Lichtschwertwurf auch anzugreifen bzw. zu zerstören.

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Darüber hinaus erlaubt es die Macht auch, sich selbst zu heilen. Für alle Macht-Aktionen steht allerdings nur ein begrenzter Kräfte-Pool zur Verfügung, der sich aber relativ schnell wieder füllt.

Wer sich nicht allein auf das Lichtschwert verlassen möchte, kann noch einige fortgeschrittene Greif-, Sprung- und Paradetechniken einsetzen, deren Erlernen aber deutlich schwieriger ist, als das der Grund-Angriffsmoves. Diese Fähigkeiten sind aber vor allem im Kampf gegen andere Jedis von Vorteil und sollten bis dahin geübt werden.

Die späteren Feinde verfügen über dasselbe Arsenal von Fähigkeiten und setzen dieses auch ein. Geradediese Jedi-Kämpfe sind das Salz in der Suppe: abwechslungsreiche, fordernde Gegner, die ihre Fähigkeiten einzusetzen verstehen. Alles andere wird auf dem Weg zum Kulminationspunkt der dramatischen Geschichte der "Altmetallverwertung" zugeführt. Was am Ende geschieht, wird an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten.

Wer nach dem Ende des Story-Modus alle fünf Bonusmissionen freigespielt hat, auf den warten noch zwei besondere Schmankerl. Als Meister Yoda darf man sich mit dem Ober-Jedi den anstürmenden Feindesmassen entgegenstellen und mit seiner speziellen Sprung-Technik durch die Gegner wühlen. Das Highlight ist aber zweifelsohne der Kampf zwischen Darth Vader und Obi-Wan Kenobi auf dem Todesstern, der damals im ersten Teil des Films spielte und diesmal in der Rolle von Darth Vader nachgespielt werden darf. Für jeden Fan der Filme hat diese Bonusmission sicherlich Kult-Charakter.

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Multiplayer
Leider folgt einem sehr guten Solo-Modus kein ebenso toller Multiplayerpart. Zwar können, durch das erfolgreiche Absolvieren von Solo-Kämpfen, im Verlaufe des Spiels weitere Figuren (bis zu neun) für den Duell-Modus freigeschaltet werden (leider nicht Meister Yoda, dafür aber Darth Vader und der "Original" Obi Wan Kenobi), doch allzu viel Abwechslung bringt dies nicht.

Wer zuerst zwei Runden gewonnen hat, geht als Sieger hervor - fertig. Daher dient dieser Mode eher dem Erlernen von Kampfkombinationen und sorgt im Kampf gegen Freunde auf lange Sicht gesehen nicht für die notwendige Motivation. Auch der Koop-Modus kann leider nicht inähnlichem Maße begeistern wie der Solo-Part. Vier Missionen stehen zur Auswahl, bei denen verschiedene Charaktere aus dem Spiel nochmals in der Schlacht gesteuert werden dürfen. Dabei gilt es, jeweils einige Wellen von immer stärker werdenden Feinden zu besiegen. Wenn gerade kein Freund zur Verfügung steht, ist das übrigens kein Problem: die CPU übernimmt die Steuerung des zweiten Charakters, dies gilt übrigens auch für den Duell-Modus.

Grafik & Sound
Dass Entwickler Lucas Arts sich bei der grafischen Umsetzung keine Blöße geben würde, war eigentlich klar. Die Animationen der Figuren sind hervorragend, die Lichtsäbel-Kämpfe eine wahre Augenweide. Noch nie zuvor ist ein Spiel so nah an das Original gekommen. Trotz der bereits leicht angegrauten PS2-Technik zaubert LucasArts Beindruckendes auf den Bildschirm.

Fast perfekt sind teilweise die Übergänge von Film-Ausschnitten in gerenderte Cutszenen, bei denen man kurz darauf die Kontrolle über das Spielgeschehen erlangt. Auf

diese Weise wird gekonnt das Gefühl vermittelt, selbst ein Teil der Handlung zu sein. Über jeden Zweifel erhaben ist natürlich die Soundkulisse, bei der es im Vergleich zum Film keine Abstriche gibt. Der bekannte Star Wars Soundtrack von John Williams begleitet den Spieler vom Anfang bis zum Ende und trägt somit zur stimmungsvollen Atmosphäre bei. Krachende Actioneinlagen und vor allem das Summen und Zischen der Lichtsäbel sind ein wahres Vergnügen für die Ohren.

Pro & Contra
Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Hervorragender Story-Mode + Fantastische Lichtschwert-kämpfe + Einfache Steuerung + Fordernde Jedi-Gegner + Klasse Grafik & Sound

Contra:
- etwas kurz - recht lineares Gameplay - zu wenig Rätsel
ähnlichem Maße begeistern wie der Solo-Part. Vier Missionen stehen zur Auswahl, bei denen verschiedene Charaktere aus dem Spiel nochmals in der Schlacht gesteuert werden dürfen. Dabei gilt es, jeweils einige Wellen von immer stärker werdenden Feinden zu besiegen. Wenn gerade kein Freund zur Verfügung steht, ist das übrigens kein Problem: die CPU übernimmt die Steuerung des zweiten Charakters, dies gilt übrigens auch für den Duell-Modus.

Grafik & Sound
Dass Entwickler Lucas Arts sich bei der grafischen Umsetzung keine Blöße geben würde, war eigentlich klar. Die Animationen der Figuren sind hervorragend, die Lichtsäbel-Kämpfe eine wahre Augenweide. Noch nie zuvor ist ein Spiel so nah an das Original gekommen. Trotz der bereits leicht angegrauten PS2-Technik zaubert LucasArts Beindruckendes auf den Bildschirm.

Fast perfekt sind teilweise die Übergänge von Film-Ausschnitten in gerenderte Cutszenen, bei denen man kurz darauf die Kontrolle über das Spielgeschehen erlangt. Auf

diese Weise wird gekonnt das Gefühl vermittelt, selbst ein Teil der Handlung zu sein. Über jeden Zweifel erhaben ist natürlich die Soundkulisse, bei der es im Vergleich zum Film keine Abstriche gibt. Der bekannte Star Wars Soundtrack von John Williams begleitet den Spieler vom Anfang bis zum Ende und trägt somit zur stimmungsvollen Atmosphäre bei. Krachende Actioneinlagen und vor allem das Summen und Zischen der Lichtsäbel sind ein wahres Vergnügen für die Ohren.

Pro & Contra
Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Hervorragender Story-Mode + Fantastische Lichtschwert-kämpfe + Einfache Steuerung + Fordernde Jedi-Gegner + Klasse Grafik & Sound

Contra:
- etwas kurz - recht lineares Gameplay - zu wenig Rätsel