Während Fans des Multiplayer-Shooters Star Wars: Battlefront weiter auf eine Fortsetzung für die großen Konsolen bzw. PC warten müssen, dürfen sich PSP-Besitzer über eine Weiterführung der bewährten Spielereihe freuen. Star Wars: Battlefront - Elite Squadron (das in einer abgespeckten Variante auch für Nintendo DS erhältlich ist) versetzt uns wieder in die ewig spannende Schlacht zwischen Gut und Böse bzw. Imperium und Rebellen. Doch seit der Veröffentlichung des Vorgängers Renegade Squadron scheint die Zeit auf eigenartige Weise stehen geblieben zu sein.

So hat sich nicht nur erzählerisch wenig getan - was aufgrund des feststehenden „Star Wars“-Kanons kaum verwundert. Auch spielerisch gibt es nur wenige Neuerungen, sodass Elite Squadron anno 2009 inhaltlich doch immer wieder angestaubt bis altbacken wirkt. Doch der Reihe nach…

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Singleplayer-Trainingscamp

Die Geschichte wird im Singleplayer-Modus nämlich durchaus interessant und teilweise spannend erzählt. Zumindest das war in der Vergangenheit bei Titeln mit Multiplayer-Fokus nicht immer der Fall. Diesmal dreht sich alles um einen kleinen Konflikt im epischen Maßstab. Zwei Klon-Brüder X1 und X2, deren DNA von Jedi abstammt, kämpfen zunächst auf der Seite des Imperiums.

Star Wars Battlefront: Elite Squadron - Episode III: Revenge of the Shit

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Gelegentlich treten sogar einige der bekannten „Star Wars“-Helden in Erscheinung - wenn man sie in dem Pixelmatsch denn erkennt.
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Doch irgendwann kommt der Moment, an dem man sich entscheiden muss, welche Seite mehr Anziehungskraft besitzt. Und so kommt es schließlich, wie es kommen muss - die beiden Brüder werden zu Todfeinden, und schon seid ihr mitten drin im Geschehen.

Die Erzählung wird durch abwechslungsreiche Missionen und Aufgabenstellungen gut vorangetrieben, wenngleich die Gefechte bisweilen ziemlich dröge und eintönig ablaufen. Im Kern dient der Singleplayer-Modus jedoch vor allem dazu, euch mit den Spielmechaniken vertraut zu machen und euch somit auf den im Zentrum stehenden Mehrspieler-Teil von Elite Squadron vorzubereiten. Diese Aufgabe erfüllt der SP-Modus solide.

Schlachten auf drei Ebenen

Der Multiplayer-Modus bietet Raum für Gefechte mit bis zu 16 Teilnehmern online, im lokalen Netzwerk können sich bis zu sechs Spieler bekriegen. Neben herkömmlichen CTF-Spielmodi bietet Elite Squadron auch den beliebten Eroberungsmodus, der sehr viel mehr Abwechslung und Spannung bietet. Hier fühlt ihr euch tatsächlich als Teil einer epischen Auseinandersetzung, was durch die Einführung eines Drei-Ebenen-Schlachtfelds zusätzlich verstärkt wird.

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Zwei gegen einen: wie unfair!
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Wie früher sind beide Seiten darum bemüht, als Erste eine bestimmte Punktegrenze zu erreichen. Belohnungen erhaltet ihr natürlich zum einen durch den Abschuss feindlicher Einheiten, dicke Boni gibt es jedoch vor allem für die Einnahme von Kontrollpunkten. Oder die Zerstörung feindlicher Kampfkreuzer, einer neuen Komponente. Am Boden liefert sich die Infanterie verzweifelte Gefechte um die Ionenkanone, mit der die Schilde der dicken Raumkreuzer ausgeschaltet werden. Auf diese Weise werden die Mutterschiffe sturmreif geschossen, womit quasi die dritte Spielebene freigeschaltet wird.

Ihr könnt nämlich mit einem Raumjäger zum Kreuzer fliegen, sobald dessen Schilde funktionsunfähig sind. Mehr noch, mit diesen Fliegern, die ihr jederzeit besteigen könnt, dürft ihr Gefechte im All austragen oder andere Punkte auf der Planetenoberfläche ansteuern. Doch für den Abschuss gegnerischer Maschinen, also der Dogfight selbst, kassiert ihr nur vergleichsweise wenige Punkte ein und tragt nur einen unwesentlichen Teil zum Erfolg bei.

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Wie immer kämpft ihr auch in bekannten Schlachten aus den Filmen.
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Viel effektiver ist es, den Kreuzer anzusteuern, euch zum Kern vorzukämpfen und diesen zur Detonation zu bringen. Vom eigenen Kampfschiff ist es zudem auch möglich, feindliche Stellungen aus dem All unter Beschuss zu nehmen und so beispielsweise die Erstürmung der höchst umstrittenen Ionenkanone vorzubereiten. Der Kampf um Kontrollpunkte beinhaltet somit durchaus eine gewichtige taktische Komponente - gemeinsam getimte Aktionen sind immer von Vorteil.

Technische Unzulänglichkeiten

Das Kampfgeschehen bietet zwar bereits durch die menschliche Komponente sehr viel Überraschungsmoment, mit der die bei mangelnden Mitspielern eingesetzten Bots nicht mithalten können und lediglich als Kanonenfutter herhalten müssen. Das Drumherum wurde allerdings fein inszeniert und die 12 unterschiedlichen Karten bieten allerhand Abwechslung - auch in Form unterschiedlicher nutzbarer Vehikel.

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Leider kommt es immer wieder zu Rucklern.
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Dummerweise leiden die Schlachten unter einer doch recht schwerfälligen und unnötig sperrigen Steuerung. Schnelle Schwenks, um auf Beschuss zu reagieren, sind daher kaum möglich. Hier hat man im Vergleich zum Vorgänger leider überhaupt keine Fortschritte gemacht. Noch schlimmer sind die Kamera-Probleme in beengten Bereichen, wo es plötzlich zu unvorhersehbaren Perspektivwechseln kommt und euch die Übersicht mitunter völlig verloren geht.

In einem Mehrspielermatch ist so etwas natürlich völlig inakzeptabel. Die umständliche Tastenbelegung kann zudem auch von der automatischen Zielaufschaltung nicht kompensiert werden, aktuelle Titel wie Killzone: Retribution haben das schon viel besser gemacht.

Einige neue Elemente können den etwas angestaubten Eindruck nicht völlig wegwischen.Fazit lesen

Ein weiterer Schlag ins Kontor der "Technikabteilung" von Star Wars: Battlefront - Elite Squadron ist die teilweise sehr instabile Framerate. Immer wieder kommt es zu Rucklern, obwohl sich die FPS ohnehin auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Teilweise wird der Spielablauf so träge, dass Eingaben nur mit spürbarer Verzögerung angenommen werden. Das lässt sich zwar vielleicht mit den großen Spielfeldern und viel gleichzeitig stattfindender Action erklären, entschuldbar wird das dadurch jedoch nicht. Zumal viele Texturen sehr matschig und auch die meisten Charakter-Animationen ziemlich hölzern wirken.

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Die Version für den DS ist etwas abgespeckt.
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Immerhin wurde ein tadellos funktionierendes Klassensystem integriert, dass euch viele Freiheiten bei der Personalisierung eurer Recken gibt und bei dem sich viele Waffen spürbar voneinander unterscheiden. Außerdem wird eine gute Waffen- und Vehikel-Balance an den Tag gelegt, da die Upgrades der Spielfiguren durch ein Währungssystem limitiert sind und immer nur bestimmte Ausrüstungsgegenstände einsetzbar sind.

Als zusätzliches Schmankerl habt ihr außerdem noch Zugriff auf den Modus "Galaktische Eroberung". Hier werden rundenbasierte und strategische Komponenten, bei dem ihr einen Kampf um verschiedene Planetensysteme ausfechtet, mit den übrigen Actionelementen kombiniert. Für die eine oder andere zusätzliche Spielsession reicht das aus, lange fesseln wird euch das jedoch nicht.