Star Wars Battlefront im großen Hand’s-On-Test: wir haben auf Seiten der Stormtrooper Hoth unsicher gemacht, sind mit dem AT-ST losgewackelt und haben Platz genommen an Bord eines Snowspeeders. Doch wie gut steuert sich das, sieht es aus und fühlt sich das nach den Filmen von George Lucas an?

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Ihr dürft mich gerne als Fanboy beschimpfen, aber wie episch ist bitte dieses Star Wars Battlefront? Wenn ich in meiner schneeweißen Stormtrooper-Rüstung durch Hoth stapfe, hinter mir ein AT-AT eine Schneise schlägt und über mir drei TIE-Fighter durch den Himmel sausen, dann fühlt sich das an, als hätte George Lucas eine Szene aus Das Imperium schlägt zurück rausgeschnitten, 18 Jahre konserviert und dann nach Stockholm zu DICE geschickt.

Star Wars Battlefront - Wir haben es gespielt, George Lucas hat anerkennend genickt

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Blaster auf Hoth im Anschlag, AT-AT auf zwölf Uhr, flankiert von einem AT-ST. Sehr viel mehr Star-Wars-Flair geht eigentlich nicht.
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Jede einzelne Facette fühlt sich exakt so an wie in den Filmen. Das fängt bei meiner Rüstung an, die offensichtlich nicht ganz passgenau ist und mich etwas unförmig laufen lässt – eben genauso wie die Stormtrooper in der „Star Wars“-Saga. Es geht weiter mit dem Blasterfeuer, das diesen leicht dumpfen Hall hat, über das Zischen und die Lasergeschosse der TIE-Fighter bis hin zum mechanischen Knacken und Rumoren, wenn die AT-STs sich direkt hinter mir in Bewegung setzen. Überhaupt, das ganze Stapfen, wie unförmig diese Läufer ihre Stahlbeine eins vor das andere legen, ich komme aus den Déjà-vu-Momenten gar nicht mehr raus.

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Nicht selten erwische ich mich dabei, wie ich einfach nur den Himmel beobachte und diese X-Wings, die aus der Formation brechen und sich auf unsere imperiale Luftwaffe stürzen. Die Grafik ist durchaus beeindruckend, vor allem die Detailtiefe an den Anzügen, die Fußstapfen im Schnee, die kleinen Kratzer an den Blastern, die vom Krieg erzählen. Es ist nicht perfekt, auf dem PC geht da sicherlich noch eine Menge mehr, aber für PS4-Verhältnisse ist das schon echt schnieke. Doch genug getrödelt, es gilt, eine Schlacht zu gewinnen!

Von der Fantasie das Imperium zu kontrollieren

Die „Star Wars“-Saga hat Gut und Böse ja immer sehr klar definiert, Star Wars: Battlefront ist da ein bisschen anders. Es hat durchaus seinen Reiz, mal auf der anderen Seite der Macht zu stehen und als Soldat des Imperiums in die Schlacht zu ziehen. Und so klicke ich mich mit dem PS4-Pad im Anschlag durch das Editiermenü, suche mir eine coole Dark-Trooper-Rüstung aus, packe das Jetpack in einen der Equipment-Slots und nehme mir noch eine Implosionsgranate mit. Außerdem soll es die CR1-Blasterkanone sein, die hat nämlich auch einen Granatwerfer im Unterlauf. Ich habe eine Schwäche für Granatwerfer.

So fertig, rein in die Schlacht und die fühlt sich ganz anders als Battlefield 4. Viel rasanter, was vor allem an den Jetpacks liegt. Ihr müsst euch nicht mehr zwingend an den Feind ranpirschen, mutig katapultiere ich mich hinter eine kleine Gruppe aus zwei Rebellen, die einen Berg erklimmen und schieße ihnen in den Rücken. Okay, der Dritte erledigt mich dann, aber das Sterben gehört ja im Multiplayer seit Menschengedenken dazu. So einen AT-ST zu steuern wäre doch eigentlich ganz cool, denke ich mir und beginne meine Suche. Die stapfen irgendwo da vorne rum, ich beeile mich also aufzuschließen und möchte einsteigen. Geht nicht. Hmm komisch, kein Platz mehr? Jein, DICE hat seine Fuhrpark-Mechanismen stark abgeändert.

Packshot zu Star Wars BattlefrontStar Wars BattlefrontErschienen für PC, PS4 und Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

Wer X-Wing fliegen oder AT-ST laufen will, braucht Tokens

Die Fahrzeuge aus Star Wars sind für DICE eine große Herausforderung, weil sie mitunter extrem langsam sind. So ein AT-ST ist kein Panzer und beim Laufen wackelt er von rechts nach links, es wäre also wenig spaßig, damit von der Basis zum Schlachtfeld zu laufen. Deshalb nutzen die Schweden ein System, für das überall auf der Karte holografische Token-Münzen verteilt sind. Lest ihr die auf, müsst ihr die R1- und L1-Taste des DualShock-4-Controllers gleichzeitig drücken und werdet so in den nächsten Läufer gebeamt.

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DICE nimmt sich durchaus einige spielerische Freiheiten. In den Filmen waren die AT-STs resistent gegen Blasterfeuer, im Spiel lassen sie sich auch mit Infanterie legen.
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Der steuert sich durchaus ein bisschen zickig, so zwei Stahlbeine sind keine Ketten und durch das Wackeln ist das Zielen mit der MS4 Twin-Blasterkanone recht schwierig. Ist aber kein Kritikpunkt, denn nur dadurch funktioniert die Balance der E3-Demo. Weil DICE den Filmen gerecht werden möchte, verfügen die Rebellen zwar über Snowspeeder und X-Wings, aber keine eigenen Kampfläufer. Etwas mehr spielerische Freiheit nehmen sich die Schweden übrigens beim Thema Rüstungswert. Die AT-STs sind mit 12 Tonnen Kampfgewicht quasi M1-Abrams auf Stelzen, der Balance zu Liebe können mehrere Rebellen die Läufer aber durchaus mit konzentriertem Feuer und EMP-Granaten lahm legen.

Ohnehin bin ich als AT-ST-Pilot auf gute Aufklärung angewiesen, denn die kleinen Figuren am Boden lassen sich im Schnee nicht immer eindeutig identifizieren. Wirft einer eine EMP-Granate, bin ich kampfunfähig und ein leichtes Ziel für Spieler, die sich als Battle-Pick-Up einen Raketenwerfer geschnappt haben. Raketenwerfer lassen sich nämlich auch nicht einfach einpacken, sondern wollen erst als Holo-Token gefunden werden.

Unsere erste Schlacht auf Hoth war schon ganz schön geil, wir wollen dringend mehr.Ausblick lesen

Wie fliegen sich die Snowspeeder und lassen sich AT-ATs legen?

Die Snowspeeder sind deutlich langsamer als X-Wings, die mehr an klassische Kampfjets erinnern. Ihr könnt einen Nachbrenner zünden um zu beschleunigen, das ist besonders wichtig um unter dem aggressiven Feuer der AT-ATs hinweg zu schlüpfen. Was Star Wars Battlefront spielerisch extrem stark von Battlefield 4 unterscheidet, ist generell das Laser-Feuer. Denn ihr seht ja genau, wo die Schusslinie der mächtigen Läufer ausstreuen, könnt ergo gut ausweichen, einen Bogen fliegen und die Kolosse von der Flanke her angreifen.

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Die Helden wie Darth Vader schaltet ihr genau wie den Zugriff auf AT-ATs und TIE-Fighter auf Imperium-Seite mit Holo-Tokens frei, die auf der Karte verteilt sind.
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Die AT-ATs sind nicht steuerbar, die Bordkanoniere haben ergo nur begrenzte Möglichkeiten zu reagieren. Um einen AT-AT zu Fall zu bringen, müsst ihr ihn zunächst bis auf eine gewisse Rüstungszahl runterschießen. Sobald er elektrisiert ist und Funken sprühen, ist er bereit für das gute, alte Seilwinden-Manöver aus Das Imperium schlägt zurück. Dafür müssen euch eure Kollegen allerdings schützen, sonst werdet ihr im Anflug von TIE-Fightern aus der Luft geblasen. Seid ihr in Reichweite, werft ihr die Seilwinde aus und müsst dann zwei Kreise um den AT-AT drehen – der Koloss geht down, die Runde an die Rebellen.