Elite Force II Preview (PC)
(von Daniel Räbiger)

Als am 20. September 2000 »Star Trek Voyager: Elite Force« für den PC erschien, konnte keiner ahnen, dass dieses Spiel zum meistverkauftesten Star-Trek-Spiel aller Zeiten werden würde.

Über 100.000 Exemplare gingen allein hier in Deutschland über die Ladentische. Doch damit nicht genug: Kurze Zeit später erschien aufgrund des großen Erfolgs eine Playstation2-Version sowie ein Add-on.

Nun, drei Jahre später, wagt sich das Hazard Team unter der Führung von Alexander Munro erneut in die unentdeckten Weiten des Weltraums. Wieder mit an Bord: die »Quake3«-Engine. Ritual Entertainment, von Activision beauftragt das Sequel zu »Elite Force« zu programmieren, hat jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und die mittlerweile eigentlich altbackene Engine einer erstaunlichen Frischzellenkur unterzogen.

Die so genannten UEBER-Tools sind das Zauberwort aus dem Hause Ritual. Die selbst entwickelten Erweiterungen ermöglichen weitflächige Außengebiete, höhere Polygone bei Spielermodellen und Levels und schönere Special Effects.

Die uns vorliegende Betaversion vermochte diese Versprechungen eindrucksvoll zu bestätigen. Noch nie war ein Rundgang an Bord eines Raumschiffes der Galaxy-Class schöner.

Willkommen bei Captain Picard
Ja, Sie haben richtig gelesen: »Star Trek: Elite Force 2« spielt nicht mehr auf der U.S.S. Voyager!

Nachdem man in der ersten Mission noch unter dem Kommando von Captain Janeway steht und die Handlung der letzten Voyager-Episode »Endgame« in einem Borg-Kubus miterlebt, findet man sich kurze Zeit später unter den Fittichen des einzig wahren Captains wieder: Jean-Luc Picard.

Dieser hat, angetan von der großen Leistung, das Team auf sein Schiff geholt. Unser erster Auftrag beginnt sofort: Ein Raumschiff der Föderation wurde von unbekannten Aliens attackiert und driftet halb zerstört im All.

Bewaffnet mit Kompressionsgewehr und Tricorder sollen wir den Vorfall untersuchen. Schnell wird jedoch klar, dass die Bedrohung viel größer ist, als Anfangs vermutet ...
Gescriptete Ereignisse, verformbare Umgebungen, weite Außenareale, lippensynchrone Sprachausgabe und tolle Soundeffekte machten beim Probespielen Lust auf mehr.

Voll synchronisiert erscheint das Spiel am 20. Juni für den PC. Die Originalsprecher von Picard, Tuvok und vielen anderen sind mit dabei.

Zahlreiche Multiplayer-Modi
Im Bereich Multiplayer sollen zahlreich neue Modi für Spielspaß sorgen. Neben den rudimentären Dingen wie »Deathmatch«, »Team Deathmach« oder »Capture the Flag« hat man bei Ritual die aus »Unreal Tournament 2« bekannten Modi »Bombing Run«, »Domination«, »Control Points« und »Power Struggle« aufbereitet.

Darüber hinaus werden zahlreiche Game-Modifier wie »Auto-Handicap«, »Weapon Score« oder »One Flag« das Spielgeschehen erweitern.Ganz im Sinne von »Peacful Exploration« kommt selbst im Multiplayer-Modus der neue, aus »Star Trek: 10 - Nemesis« bekannte Tricorder zum Einsatz. Man wird mit ihm Bomben entschärfen können und die zu beschützende Singularitäts-Energiequelle im »Power Struggle«-Modus reparieren können.

Auch im Singleplayer-Modus erweist sich das kleine Gerät als mehr als nützlich. Mal deaktiviert man mit Ihm borgsche Verteilerknoten, mal leitet man Energie in die Notsysteme um oder deaktiviert Türblockaden.

Besser als der Vorgänger?
Wem die blank polierte Glatze von Captain Picard nach einiger Zeit zu eintönig ist, der wird sicherlich in den 25 mitgelieferten Multiplayer-Models fündig. Eine gelungene Mischung zwischen Menschen, Borg, Klingonen, Romulanern, Ferengie, Nausicanern, Attrexianern, Iryllianer und einigen mehr lassen keine Wünsche offen.