Branchen-Veteran Derek Smart übt auf seinem Blog Kritik am Crowdfunding-Mega-Projekt Star Citizen und ist der Meinung, dass dieses Spiel so niemals kommen wird. Kritik aus er Branche ist nicht neu, doch spätestens seit der Verschiebung des 'Star Marine'-Moduls und des angeblichen Ausstiegs von Executive Producer Alex Mayberry steht Entwickler Cloud Imperium im Schussfeuer.

Star Citizen - Branchen-Veteran zweifelt an Umsetzbarkeit: "investiert kein weiteres Geld"

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Mit dem Genre kennt sich Smart bestens aus, arbeitete er doch unter anderem an der Battlecruiser-Reihe, für die er einiges an Aufwand betrieb und versuchte, ein ähnliches Projekt wie Star Citizen auf die Beine zu stellen. Gescheitert ist er letztendlich etwa daran, dass aktuell keine ausreichend leistungsstarke Hardware vorhanden ist und auch die Entwicklerwerkzeuge nicht mächtig genug wären.

Er selbst unterstützte Star Citizen vor einigen Jahren, da es laut seinen Aussagen zu diesem Zeitpunkt noch machbar war. Doch die jetzige Vision des Spiels sei unmöglich zu erreichen - das Studio könne die ursprünglich vorgestellte Form niemals umsetzen.

Wie er schreibt, seien die technischen Herausforderungen größer als bei einem Grand Theft Auto 5 bzw. "wesentlich größer" als bei Halo. Diese Spiele hätten zudem ein viel höheres Budget als es bei Star Citizen der Fall wäre. Für das Spiel konnte Cloud Imperium inzwischen fast 85 Millionen US-Dollar einnehmen. Zum Vergleich: GTA 5 kostete inklusive Marketing und Entwicklung etwa 268 Millionen Dollar.

Dass Star Citizen nicht funktionieren wird, soll Smart zufolge auch an der Cry Engine liegen. Denn die sei für ein solches Projekt mit einer kompletten Galaxie gar nicht ausgelegt, sondern vielmehr für Ego-Shooter in begrenzten Umgebungen. Die Galaxie müsse in Echtzeit und völlig nahtlos aktualisiert und synchronisiert werden, während Spieler und NPCs reisen, entdecken, kämpfen und handeln. Viel zu viel für diese Engine.

Er wisse zwar, dass der Entwickler die Engine stark modifiziert habe, aber für die parallelen Modi sei das zu aufwendig. Er geht noch ein wenig näher in die technischen Details ein und veröffentlichte inzwischen ein Update, in dem er nochmals deutlich macht, dass dieser ausführliche Artikel nur seine Meinung widerspiegle.

Er betont, dass Cloud Imperium 2012 für Star Citizen 500.000 Dollar sammeln wollte, um es umzusetzen. Das Team habe 2,1 Millionen Dollar erhalten und das Spiel nicht abgeliefert, das sie für November 2014 versprochen haben. Stattdessen wurde es verschoben und der Entwickler habe nach immer mehr und mehr Geld gefragt, basierend auf immateriellen Dingen.

Der Umfang werde immer weiter gesteigert, obwohl der ursprüngliche Meilenstein nicht erreicht wurde. Nun liege das Spiel weit über dem ursprünglichen Umfang, für den die Unterstützer damals ihr Geld ausgegeben hätten.

Den gesamten Beitrag könnt ihr euch unter dereksmart.org anschauen.

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