Das ebenso hervorragende wie komplexe X 3: Reunion steht mittlerweile zum Schleuderpreis in den Händlerregalen. Ebenso das mehr auf knackige Action abstellende Darkstar One. Und wer bei seinem Weltraumtrip nicht auf eine packende Story verzichten möchte, der greift zum betagten Freelancer.

Warum wir euch auf all diese ollen Kamellen aufmerksam machen? Weil sie alle bei Weitem noch besser sind als das jüngst veröffentlichte Star Assault. Wieso, weshalb, warum: All das in unserem Review.

Schweine im Weltall...
Kaum ist man im Spiel, schon gibt es die ersten schlechten Neuigkeiten: Star Assault ist nur für Solisten gedacht, ein Mehrspielermodus existiert nicht. Ist auch nicht weiter schlimm, das Spiel dafür umso mehr. Zeuge des ersten großen Gamedesign-Verbrechens werden wir bereits während des Missionbriefings: Eine Art "Jim Knopf für Weltraumpiloten" weiht uns in die alles andere als abwechlungsreichen Einsätze der Marke "Hole die Feinde vom Himmel bzw. All" bis "Eskortieren Sie die Raumfähre und ballern Sie dabei Gegner ab" hin zu "Reparieren Sie eine Fähre und schießen Sie danach alle Angreifer ab" ein.

Star Assault - Galaktischer Käse: Der Sternenshooter ist ein Angriff auf die Geschmacksnerven.

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Das All ist nicht nur dunkel, sondern auch hässlich.
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Klingt verdammt öde, ist verdammt öde: Die Aufträge laufen im Großen und Ganzen immer nach demselben langweiligen Schema ab. Euer Raumschiff lässt sich zwar noch recht gnädig durchs Weltall tuckern, ein Geschwindigkeitsgefühl auch bei maximaler Beschleunigung und aktiviertem Nachbrenner will sich allerdings nicht so recht einstellen. Genauso gut könnte man mit einem Trabant über die Autobahn fahren.

Die oberflächliche Handlung des Spiels wird in zwei Sätzen auf der Packungsrückseite erklärt: "In ferner Zukunft hat der Mensch die Weiten des Universums erobert. Doch eine außerirdische Rasse, die Sparks, verbreitet im Weltraum Angst und Schrecken. Sie verfolgen nur ein Ziel: Die alleinige Vorherrschaft im Weltall!"

Auch wer auf eine ausgefeilte Hintergrundgeschichte nur wenig Wert legt und stattdessen packende Action bevorzugt, ist woanders wesentlich besser bedient. Abgesehen von den gerade mal 15 unterschiedlichen Gegnertypen, die noch dazu nach Beschuss optisch eher verdampfen als explodieren, sind auch die Dogfights dank lethargischer Feind-KI langweiliger als eine Folge "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft".

Rettungsboot adé...
Etwas mehr Schwung in das ermüdende Gameplay bringen lediglich die etwas vernachlässigten Rollenspiel-Elemente. Je mehr Sparks Ihr erledigt habt, umso mehr hagelt es Erfahrungspunkte, die Ihr dann in die Ausrüstung und Aufwertung Eures Schiffes stecken dürft. Angesichts der Tatsache, dass wohl nur ein sehr geringer Kreis von Spielern Star Assault bis zum Ende ertragen wird, verpuffen die ausbaufähigen RPG-Häppchen in etwa so unspektakulär wie die Spark-Schiffe in den Missionen.

Star Assault - Galaktischer Käse: Der Sternenshooter ist ein Angriff auf die Geschmacksnerven.

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Spärlich und bieder: Das schmucklose Interface.
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Bonusaufträge darf man sich innerhalb der Missionen mit einsammelbaren Tonnen verdienen, aber spürbar besser als die Haupteinsätze sind diese auch nicht. Abschließend noch ein paar Worte zur Technik: Sowohl Grafik als auch Sound bewegen sich auf einem äußerst dürftigen Niveau, lassen keinerlei Atmosphäre aufkommen und sind mindestens genauso unspektakulär wie...genau Ihr sagt, es: verpuffende Spark-Schiffe. Der Rest ist Schweigen...